Finnenbahn und ein Dorfzentrum? Eschliker diskutieren, wie ihre Gemeinde künftig aussehen soll

Die Eschliker Bevölkerung zeigt grosses Interesse an der öffentlichen Veranstaltung zur Ortsplanung. Viele Wünsche und Vorstellungen wurden geäussert, nicht alle davon können umgesetzt werden.

Christoph Heer
Drucken
Teilen
Die Teilnehmer des «Echoraums 2» diskutieren in der Wallenwiler Aula über die Entwicklung der Gemeinde Eschlikon.

Die Teilnehmer des «Echoraums 2» diskutieren in der Wallenwiler Aula über die Entwicklung der Gemeinde Eschlikon.

(Bild: Christoph Heer)

Eine markante Vergrösserung, die Herausforderungen mit sich bringt: In den kommenden zehn bis 15 Jahren könnte Eschlikon um bis zu 700 Einwohner anwachsen. In den Bereichen öffentlicher Verkehr und Wohnraum wird sich die Gemeinde verändern. In die Planungsabläufe und Ideensammlung wird die Bevölkerung einbezogen.

Und das kommt gut an. So sind es am Samstagmorgen über 50 Teilnehmer, die sich in der Wallenwiler Aula mit der Innenentwicklung, den Zentren und der Mobilität auseinandersetzen. Nicht immer ist man gleicher Meinung. Es wird ersichtlich, dass die Teilnehmer oft gute Ideen haben, diese werden notiert, besprochen und weiterverfolgt.

Dann ist aber auch von Wünschen und Vorstellungen zu hören, die schlicht nicht machbar sind, oder aber schon im vornherein als unnütz abgestempelt werden. Aber auch Kritik werden geäussert. So fragte ein Teilnehmer:

«Muss denn Eschlikon überhaupt derart anwachsen? Ist es das Ziel, 10'000 Einwohner zu haben?»

Im Jahr 2019 hat der Eschliker Gemeinderat die Überarbeitung der Ortsplanung als strategisches Handlungsfeld festgelegt. In der Zwischenzeit wurden die Interessen von Einwohner, Parteien, Unternehmen, Institutionen, Vereinen und Investoren eingeholt. Der «Echoraum 2» vom Samstag verstand sich nun als Mitwirkungsveranstaltung.

Anliegen und Ideen wurden in die Diskussionen mit eingebracht, genau so, wie sich das der Gemeinderat gewünscht hatte. Die Ideen sind breit gefächert. Von einer Finnenbahn bis hin zu autofreien Wohnsiedlungen öffnet sich die Schere. Es muss genügend Kinderspielplätze haben, das altersdurchmischte Wohnen soll gefördert werden und auf dem Bahnhofsgelände soll ein Dorfzentrum entstehen. Letzteres könnte auch im Mitteldorf, im Eschliker Oberdorf, oder gar beim Wallenwiler Schulareal realisiert werden. Ob als Quartierzentrum, Regionalzentrum oder Historisches Zentrum; es scheint, als hätte man die Qual der Wahl.

Zusammenfassung in Konzept und Richtplan

Fachplaner erarbeiten in einem partizipativen Verfahren die gewollte Gemeindeentwicklung und fassen die Ergebnisse in einem Konzept sowie dem kommunalen Richtplan zusammen. Bis zum überarbeiteten Zonenplan wird es anschliessend nur noch ein kleiner Schritt sein.

Mit diesem Vorgehen stellt der Gemeinderat sicher, dass die Ergebnisse nicht in der Schublade verschwinden, sondern umgesetzt werden. Gemeindepräsident Hans Mäder ist zufrieden: «Das Interesse am heutigen ‹Echoraum 2› ist gross. Zahlreiche Teilnehmer sind dabei, die man sonst an solchen Anlässen eher weniger begrüssen kann.»