Findige Frauenfelder Gastronomen richten in der Altstadt aus der Not um Corona eine grüne, gemütliche Gartenbeiz ein

Nach dem Aus des Ristorante Cittadella in der Frauenfelder Altstadt haben Gastronomen dank einer Bewilligung der Stadt eine Gartenkioskwirtschaft eingerichtet. Beteiligt haben sich mehrere Personen.

Samuel Koch
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Frauenfeld 23.06.2020 TG - Die Citadella in Frauenfeld ist wieder geschlossen. Dafür hat die "La-Trouvaille"-Betreiberin Brigitte Bianchi beim Aussenbereich ein Gartencafé erschaffen.

Frauenfeld 23.06.2020 TG - Die Citadella in Frauenfeld ist wieder geschlossen. Dafür hat die "La-Trouvaille"-Betreiberin Brigitte Bianchi beim Aussenbereich ein Gartencafé erschaffen.

Andrea Stalder

Das Aus des Integrationsprogrammes im Ristorante Cittadella an der Ecke Freie Strasse/Kirchgasse haben andere Gastronomen zu ihren Gunsten genutzt. «Das ist aus der Not heraus entstanden», sagt Brigitte Bianchi vom «La Trouvaille», die auf dem Vorplatz vom «Cittadella» zusammen mit den Betreibern des «La Terrasse» eine Gartenbeiz betreibt. Bianchi sagt:

Brigitte Bianchi, Inhaberin «La Trouvaille».

Brigitte Bianchi, Inhaberin «La Trouvaille».

Bild: Andrea Stalder
«Wir wollen überleben, haben den leeren Platz gesehen und deshalb die Stadt angefragt.»

Das Echo im Rathaus hat positiv zurückgehallt inklusive Bewilligung bis Ende August. Für den kulinarischen und grünen Farbtupfer in der Kirchgasse mit an Bord befindet sich der Landschaftsgärtnerverband Jardin-Suisse, der Blumenkisten aufstellen liess und mit der Durchführung der regionalen Ausscheidung der «Swiss Skills» der Gärtnermeister am 3./4. Juli ein zusätzliches Magnet bietet. Zudem hat Architekt Gabriel Müller die Tische und Stühle beigesteuert.

Bedürfnis für Menschen, in der Altstadt zu verweilen

«Es ist total lässig», sagt Brigitte Bianchi. Mitarbeitende vom «La Terrasse» bringen jeweils eine Schüssel Salat mit, im kleinen Verkaufshäuschen werden Getränke hergerichtet. «Das Gartenbeizli bietet Gästen eine weitere Sitzgelegenheit und eine Pause mit Produkten zu etwas anderen Preisen», sagt Bianchi.

Es sei ein «wahnsinniges Bedürfnis», nicht nur für einen Kaffee oder einen Einkauf in die Altstadt zu kommen. «Sondern die Menschen wollen für längere Zeit hier verweilen», sagt sie und stützt damit das von der Stadt in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft Frauenfelder Innenstadt (IG Fit) und der Regio aufgegleiste Projekt «Miteinander Frauenfeld gestalten» (MFG).

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