Filmfestival
Das 24. Pink Apple steht an: Frauenfeld wird kommendes Wochenende zum Epizentrum des schwullesbischen Filmschaffens

Die queere Filmkultur kommt trotz Coronapandemie für drei Tage ins Cinema Luna hinter dem Bahnhof Frauenfeld. Heuer stehen unter anderem die Sportwelt und das 50-Jahr-Jubiläum des Schweizer Frauenstimmrechts im Zentrum.

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Der Film «La Nave del Olvido».

Der Film «La Nave del Olvido».

Bild: PD
Der Film «Sublet».

Der Film «Sublet».

Bild: PD

(red/ma) Quer – oder eben queer – durchs Land blühen die Apfelbäume und stehen für einen prächtigen Frühling. Auch der pinkfarbene Apfel steht in der Blüte. Das 24. Pink-Apple-Filmfestival findet als Kurzversion kommendes Wochenende, 7. bis 9. Mai, im Cinema Luna in Frauenfeld und in verschiedenen Kinos in Zürich statt. Im Zentrum der 24. Ausgabe des schwullesbischen Filmfestivals stehen die Sportwelt mit Blick auf trans- und intersexuelle Menschen, das 50. Jubiläum der Einführung des schweizweiten Stimm- und Frauenwahlrechts, 40 Jahre Aids/HIV sowie eine Retrospektive zu René Hubert.

Der Film «My Name is Baghdad».

Der Film «My Name is Baghdad».

Bild: PD

Eytan Fox steht seit mehr als 20 Jahren für das schwule israelische Kino und zaubert berührende sowie gesellschaftspolitisch wichtige Werke auf die Leinwand. Der Pink-Apple-Festivalaward wird 2021 für dessen Film «Sublet» vergeben, der als Schweizer Premiere gezeigt wird. Nachträglich wird auch Ulrike Ottinger als Preisträgerin des Pink-Apple-Festivalawards 2020 geehrt.

In Frauenfeld Start mit spanischem Spielfilm

Der Film «Rurangi».

Der Film «Rurangi».

Bild: PD

Die diesjährige Selektion umfasste ursprünglich 60 Langfilme und knapp 30 Kurzfilme. Nun werden in Zürich und Frauenfeld insgesamt 26 Spiel- und Dokumentarfilme gezeigt. Dazu gehören mehrheitlich Schweizer Premieren. Im Cinema Luna in Frauenfeld geht es am Freitag, 7. Mai, um 18.45 Uhr mit dem spanischen Film «La Nave del Olvido» los. Es folgen drei weitere Filme. Am Samstag, 8. Mai, finden insgesamt elf Filmvorführungen statt von 12.15 bis nach 23 Uhr. Unter anderem sind zwei Kurzfilmprogramme mit dem Titel «Jung, queer sucht» zu sehen. Am Sonntag, 9. Mai, gibt es neun Programmpunkte, der erste Film startet um 11.30, der letzte um 20.15 Uhr.

Der Film «Rurangi».

Der Film «Rurangi».

Bild: PD

Nur in Frauenfeld und dazu noch als Schweizer Premiere ist das aufwühlende neuseeländische Drama «Rurangi» zu sehen. Es geht um Caz, einen Trans-Mann, der seit einem Jahrzehnt nicht mehr zu Hause war. Aus Sorge, dass seine Familie seine Transition nicht akzeptieren würde, hat er sich vor seiner Abreise nie geoutet und seitdem keinen Kontakt mehr gehalten. Als er in eine schwierige Situation gerät und wieder in der kleinen ländlichen Gemeinde Rurangi landet, erkennt ihn niemand wieder. Die Konfrontation mit der Vergangenheit wird für viele zur Herausforderung.

www.cinemaluna.ch und www.pinkapple.ch

Der Film «Breaking Fast».

Der Film «Breaking Fast».

Bild: PD