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Filme statt langer Reden: So feiert die Gemeinde Schlatt ihr 20-jähriges Bestehen

Die Politische Gemeinde Schlatt begeht ihr 20-Jahr-Jubiläum mit einem Open-Air-Kino. Als Sitzgelegenheiten dienen Campingstühle, welche von Besuchern des Open Air Frauenfeld zurückgelassen worden waren.
Rahel Haag
Die Ortsgemeinden Unterschlatt (oberer Bildrand) und Mett-Oberschlatt (unterer Bildrand) schlossen sich 1999 zur Politischen Gemeinde Schlatt zusammen. (Bild: PD)

Die Ortsgemeinden Unterschlatt (oberer Bildrand) und Mett-Oberschlatt (unterer Bildrand) schlossen sich 1999 zur Politischen Gemeinde Schlatt zusammen. (Bild: PD)

Zum 20. Geburtstag der Politischen Gemeinde sollte es kein klassisches Fest geben. «Bei uns finden über das Jahr verteilt viele Vereinsanlässe statt», sagt Gemeindepräsidentin Marianna Frei. Von der Turnerunterhaltung bis zum Konzert des Musikvereins.

«Deshalb wollten wir etwas machen, das es in Schlatt sonst nicht gibt.»

Und so entschied sich das OK, am kommenden Freitag und Samstag ein Open-Air-Kino auf die Beine zu stellen.

Festwirtschaft und Shuttledienst

Das Open-Air-Kino findet am Freitag und Samstag, 23. und 24. August, statt. Bei schönem Wetter beim Kleinkaliber Schützenhaus und bei schlechtem in der Turnhalle Schlatt. Um 18 Uhr wird jeweils die Festwirtschaft des Turnvereins eröffnet, es folgt eine Ansprache und von 19 bis 21 Uhr musikalische Unterhaltung.

Ab 21.30 Uhr werden die Filme gezeigt. Der Männerchor betreibt einen Shuttledienst zum Festgelände. Er verkehrt an beiden Tagen stündlich ab 17.30 Uhr ab Gemeindehaus und bedient alle Postautohaltestellen im Schlattertal. Die Rückfahrt erfolgt stündlich ab 21.30 Uhr bis Ende des Films. Interessierte Bürger können sich für einen der Filme unter 052 646 02 60 oder via gemeinde@schlatt.ch anmelden. (rha)

Bei der Auswahl der beiden Filme sei dem OK wichtig gewesen, dass diese nicht politisch sind.

«Zudem wünschten wir uns für den einen Abend eine Dokumentation und für den anderen einen Spielfilm»

sagt Frei. Am Ende fiel die Wahl für den Freitag auf «More than Honey» und für den Samstag auf «The Bucket List». Ersterer dreht sich um das Leben der Bienen – jenseits von Blüte und Honig. Bei Zweiterem geht es um zwei ältere Herren, die sich im Spital kennen lernen und kurz vor ihrem Tod beschliessen, noch einmal richtig zu leben.

Auf dem Boden sitzen? Das geht gar nicht.

Marianna Frei, Gemeindepräsidentin. (Bild: Rahel Haag)

Marianna Frei, Gemeindepräsidentin. (Bild: Rahel Haag)

Nachdem entschieden war, dass die Gemeinde ein Open-Air-Kino organisiert, begann die Diskussion um eine entsprechende Bestuhlung. «Die jungen im OK schlugen vor, dass die Besucher auf einer Decke auf dem Boden sitzen könnten», sagt Frei. Ihre Reaktion: Das geht nicht. Auch Festbänke seien durchgefallen. Der Grund: Zu wenig bequem, wegen der fehlenden Rückenlehne.

Schliesslich fand man eine kreative Lösung: Nun erhält die Gemeinde Campingstühle vom Open Air Frauenfeld. Geschenkt.

«Dabei handelt es sich um solche, die noch intakt sind, von den Festivalbesuchern aber liegengelassen wurden»

sagt Frei. Diese hätten die Veranstalter sonst entsorgen müssen. So sollten rund 100 Sitzgelegenheiten zusammenkommen.

(Bild: Reto Martin)(Bild: Reto Martin)
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Was nach dem Open-Air-Kino mit den Campingstühlen passieren wird, steht noch nicht endgültig fest. «Unter Umständen können die Besucher ‹ihren› Stuhl nach Hause mitnehmen, wenn sie möchten», sagt Frei. Ansonsten werde die Gemeinde die Stühle einlagern.

Gemeinde wird niemanden abweisen

Insgesamt hat die Gemeinde 20'000 Franken für den Anlass budgetiert. «Diesen Betrag werden wir auch ausschöpfen – oder gar überschreiten», sagt Frei. Sie hoffe, dass die Idee des Open-Air-Kinos Anklang findet. Pro Abend rechnet sie mit maximal 250 Personen. «Dann sollte noch jeder einen guten Blick auf die Leinwand haben.» Abweisen würden sie aber niemanden. Sie schüttelt den Kopf.

Auf ein klassisches Rahmenprogramm will die Gemeinde grösstenteils verzichten.

«Der politische Festakt hat bereits an der Bechtelisgemeinde vom 2. Januar stattgefunden»

sagt Frei. Damals hatte es einen Rückblick gegeben, und ihr Vorgänger Hans Frei hatte eine Rede gehalten. «Deshalb wollen wir nun bewusst auf lange Reden verzichten.»

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