«Fatties»-Verachter Future kehrt im Juli ans Open Air Frauenfeld zurück

Der US-amerikanische Rapper Future gastiert als dritter grosser Headliner am diesjährigen Open Air Frauenfeld. Zudem gibt der Veranstalter die restlichen Acts bekannt, die vom 11. bis 13. Juli 2019 auf der Grossen Allmend auftreten werden.

Samuel Koch
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Rapper Future beim Bonnaroo Music Festival 2018 im amerikanischen Manchester. (Bild: Imago/Daniel DeSlover)

Rapper Future beim Bonnaroo Music Festival 2018 im amerikanischen Manchester. (Bild: Imago/Daniel DeSlover)

Nayvadius DeMun Wilburn heisst nach Travis Scott und Cardi B der dritte Headliner fürs diesjährige Open Air Frauenfeld mit bürgerlichem Namen. Besser bekannt ist der US-amerikanische Rapper und Songwriter aus Atlanta unter dem Namen Future. Der 35-Jährige gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten Rappern der USA.

Im Frühjahr 2017 veröffentlichte Future, Vater von fünf Kindern mit unterschiedlichen Frauen, innert einer Woche zwei neue Alben: Future und Hndrxx. Beide erreichten in den USA die Nummer 1 der Charts. Einer der bekanntesten Songs heisst Mask Off.

Sein neustes Album The Wizrd vom Januar 2019 belegt in Übersee derzeit ebenfalls Rang 1, in den Schweizer Charts liegt es derzeit auf Platz 10.

Tritt ins Fettnäpfchen

Future ist in der Hiphop-Szene auch bekannt für seine Auftritte in Clubs. Vergangene Woche hat das Plus-Size-Model Naomi Chaput gemäss «Watson» auf Sozial Media gepostet, dass Future ihr keinen Eintritt zu einem Club gewähren wollte, weil «Fatties» unerwünscht seien. Future seinerseits reagierte, dass er alle Frauen liebe.

Nebst der Verpflichtung des Headliners Future informieren die Open-Air-Veranstalter seit Dienstagmittag tröpfchenweise alle zehn Minuten über die restlichen 24 noch offenen Acts. So werden zwischen 11. und 13. Juli 2019 unter anderem auch YG, Motrip & Ali As oder Lordeana & Mozzik am «Frauenfeld» auftreten.

«Auf junges Zielpublikum zugeschnitten»

Von einem enttäuschenden Line-Up will der Veranstalter nichts wissen, obwohl ein Magnet wie mit Eminem aus dem Vorjahr fehlt. «Wir haben ein hippes und trendiges Programm, das klar auf unser junges Zielpublikum zugeschnitten ist», sagt Open-Air-Sprecher Joachim Bodmer.

Travis Scott sei während der Pause des diesjährigen Super-Bowls, dem grössten Live-Sport-Event weltweit, aufgetreten, und Cardi B habe dieses Jahr einen Grammy gewonnen, meint Bodmer zu den Headlinern. «Und Bonez MC & RAF Camora haben kürzlich das Zürcher Hallenstadion gefüllt», ergänzt er.

Das grosse Interesse der Festivalbesucher zeige ein Blick auf den aktuellen Ticketverkauf. «Bis auf rund 2500 Tickets sind sämtliche Festivalpässe verkauft», meint er. So erwartet der Veranstalter auch heuer insgesamt 180'000 Besucher während vier Tagen auf der Allmend.

Interview

Andre Lieberberg von Live Nation: «Hinterm Open Air Frauenfeld stehen absolute Profis»

Dank des Einflusses des amerikanischen Unterhaltungskonzerns Live Nation kehrte Eminem im Sommer ans Open Air Frauenfeld zurück. Geschäftsführer Andre Lieberberg über die Stärke der Festivalmarke, den Austausch mit Behörden und seine Freundschaft zu Musikgrössen von Metallica oder Linkin Park. Fürs kommende Open Air Frauenfeld 2019 sind bislang noch keine Künstler bekannt. Am Freitag erhält das lokale Open-Air-OK zunächst den Frauenfelder Anerkennungspreis.
Interview: Samuel Koch