Festivals in New York und Hamburg zeichnen einen Kurzfilm der Stadt Frauenfeld aus

Der poetische Kurzfilm zum Stadtentwicklungsprojekt Murgbogen hat bei zwei internationalen Kreativwirtschaftfestivals Preise gewonnen.

Mathias Frei
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Eine Szene aus dem Film «Frauenfeld verbindet uns».

Eine Szene aus dem Film «Frauenfeld verbindet uns».

(Bild: PD/Avista Films)

«International Advertising Awards Competitions For The World’s Best Work»: Das ist der Untertitel der «New York Festivals». Der Film «Frauenfeld verbindet uns» gehört seit kurzem zu den weltbesten Arbeiten. Die fünfeinhalbminütige Auftragsarbeit der Stadt Frauenfeld ist Teil des Stadtentwicklungsprojekts Murgbogen und bietet der interessierten Bevölkerung mit bewegten Bildern einen poetischen und persönlichen Zugang zur Thematik. Bekannte Frauenfelder Gesichter sind zu sehen, Wünsche und Ideen für die Stadt werden geäussert. Für diese gelungene Umsetzung wurde dem Murgbogen-Film bei den «TV & Film Awards» des Festivals in der Kategorie «Best Social Responsability» die Bronze-Medaille zuteil.

Hubert Staubli, Avista Films.

Hubert Staubli, Avista Films.

(Bild: PD)

Am 21.April hätte die Award-Gala stattgefunden. «Aber aufgrund der grösseren Publizität in Las Vegas statt in New York», erklärt Hubert Staubli. Er hat mit seiner Badener Firma Avista Films den Murgbogen-Film produziert. Regie hat der Zürcher Michael Spindler geführt. Staubli wäre nicht in die USA geflogen, aber nach Hamburg an die Preisverleihung am «World Media Festival» gereist. Denn dort hat der Murgbogen-Film in der Kategorie «Best Public Information» Silber geholt. Aber auch in Hamburg sind nun alle Publikumsveranstaltungen abgesagt worden.

Ein in der Bildsprache atypischer Film

Nina Stieger, Projektleiterin Schlüsselprojekte Stadtplanung, Stadt Frauenfeld.

Nina Stieger, Projektleiterin Schlüsselprojekte Stadtplanung, Stadt Frauenfeld.

(Bild: PD)

Staublis Produktionen gewinnen regelmässig Preise, auch in New York und Hamburg. «Für uns ist interessant, zu sehen, wo wir stehen», sagt er. In New York würden jeweils mehrere tausend Produktionen eingereicht. «Davon werden drei bis fünf Prozent ausgezeichnet.» Spannend sei dabei jeweils der Vergleich der Produktionskosten. So hätten Filme, die ein Vielfaches des Murgbogen-Filmbudgets gehabt haben, eine Auszeichnung verpasst, wie Staubli erklärt. «Frauenfeld verbindet uns» bezeichnet der Badener Filmproduzent als technisch sec, der in der Bildsprache durch die entschleunigten Kamerafahrten aktuell atypisch sei, aber authentisch.

Auch bei der Stadt ist die Freude über die beiden Preise gross. Nebst Stadtbaumeister Christof Helbling war Nina Stieger, Projektleiterin Schlüsselprojekte in der Stadtplanung, Ansprechpartnerin für die Filmcrew.

«Das ist ein Signal, dass man auf Frauenfeld und die attraktive Lage des Murgbogens aufmerksam wird.»

Das sagt Stieger. Solche Publizität sei nicht zuletzt auch wichtig, um für Investoren interessant zu werden. Es habe sich ausbezahlt, auf eine professionelle Filmproduktion zu setzen, stellt Stieger fest.

Die Umfrage auf www.murgbogen.ch läuft pandemiebedingt noch länger als ursprünglich geplant. Die bisherige Beteiligung sei zwar gut, aber jede zusätzliche Umfrageteilnahme zeichne ein klareres Bild für die Stadt, sagt Stieger.

www.avista.ch und www.murgbogen.ch

Drohnenflug im Film.

Drohnenflug im Film.

(Bild: PD)
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