Felben-Wellhausen
«Die 4G-Antennen sollen bleiben»: Petitionär wehrt sich gegen 5G-Aufrüstung in Felben-Wellhausen

Beim Gewerbegebäude Alfatech soll eine Antenne auf 5G aufgerüstet werden. Das gefällt nicht allen. Gemäss Gemeindepräsident Werner Künzler sind mehrere Einsprachen hängig. Zudem hat ein Einwohner eine Petition gegen den Bau von weiteren 5G-Mobilfunkantennen gestartet. Unterstützer fehlen jedoch bisher. Nun will er die Petition wieder löschen.

Janine Bollhalder
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Eine 5G-Antenne. Gegen diese Mobilfunkantennen hat ein Einwohner Felben-Wellhausens eine Petition gestartet.

Eine 5G-Antenne. Gegen diese Mobilfunkantennen hat ein Einwohner Felben-Wellhausens eine Petition gestartet.

Bild: Keystone / Peter Klaunzer

Keine neue 5G-Antenne in Felben-Wellhausen. Das fordert eine Petition auf der Internetplattform Petitio.ch. Das Anliegen zielt nicht auf ein spezifisches Bauvorhaben ab, sondern setzt sich allgemein gegen die Aufrüstung mit 5G in der Gemeinde ein. «Durch die deutlich höhere Frequenz des 5G-Wellennetzes können mehr Krankheiten entstehen», schreibt der Petitionär. Als Beispiele nennt er Kopfschmerzen und Verwirrung. Er fordert: «Die 4G-Antennen sollen bleiben. Und keine neuen 5G-Antennemasten errichten!»

Widerstand gegen 5G-Antennen ist keine Neuheit – auch für Gemeindepräsident Werner Künzler nicht. In seiner Gemeinde wurde die erste 5G-Antenne im Thurgau in Betrieb genommen. Sie befindet sich an der Bahnlinie im Industriegebiet. «Erst gab es keine Reaktionen», sagt Künzler. Diese kamen dann erst, als publik wurde, dass es sich hierbei um eine 5G-Antenne handelt.

Werner Künzler, Gemeindepräsident Felben-Wellhausen.

Werner Künzler, Gemeindepräsident Felben-Wellhausen.

Bild: Nana do Carmo

«Bis vor kurzen lag ein Baugesuch für eine weitere 5G-Antenne auf», sagt der Gemeindepräsident. Diese erzeugte bereits Reaktionen und Einsprachen, als sie um 100 Meter verschoben wurde. Nun steht die Antenne an der Bruggackerstrasse beim Gewerbegebäude Alfatech und soll auf 5G umgerüstet werden. Sie stammt von Salt und kostet den Mobilfunkanbieter rund 180'000 Franken. Mehrere Einsprachen gegen das Vorhaben sind eingereicht worden. Ein Verfahren diesbezüglich sei im Gange, dazu kann sich Künzler nicht äussern. Von der Petition hatte der Gemeindepräsident allerdings bislang keine Kenntnis.

«Der Gemeinderat steht der Problematik 5G neutral und sachlich gegenüber», sagt Gemeindepräsident Künzler. «Wir richten uns nach den gesetzlichen Grundlagen.» Wenn dann die Petition im Gemeinderat eingehen sollte, wird diese nach Vorgaben von Bund und Kanton behandelt. Das Ziel der Gemeinde ist es, die Infrastruktur für die Nutzung von immer neueren Smartphones sowie ähnlichen Geräten zur Verfügung zu stellen. Doch Künzler weiss auch: «Man kann es nicht allen recht machen.»

Auf Nachfrage gibt der Petitionär bekannt, dass die Petition wieder gelöscht werden soll.