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FDP Thurgau verliert ihren einzigen Nationalratssitz – Hansjörg Brunner: «Empfinde die Abwahl nicht als persönliche Ohrfeige» +++ Der Grüne Kurt Egger schafft den Sprung nach Bern

SVP-Mann Jakob Stark hat den Sprung in den Ständerat bereits im ersten Wahlgang geschafft. Und die Grünen haben der FDP deren einzigen Sitz im Nationalrat abgenommen. Resultate, Stimmen und Geschichten am Rande zur Wahl im Thurgau.
Daniel Walt

Die Entscheide im Kanton Thurgau:

  • Brigitte Häberli (CVP, bisher) und Jakob Stark (SVP, neu) vertreten den Thurgau in den kommenden vier Jahren im Ständerat.
  • Die FDP verliert ihren einzigen Sitz im Nationalrat: Hansjörg Brunner ist abgewählt. Erobert haben den Sitz die Grünen mit Kurt Egger.

Hier geht es zum Ticker mit den nationalen Resultaten:

19:16 Uhr

Ein spannender Wahltag im Thurgau ist zu Ende. Lesen Sie nachstehend den Kommentar von Christian Kamm zum überraschenden Wahlausgang bei den Nationalratswahlen mit dem Sitzverlust der FDP:

Auf www.thurgauerzeitung.ch halten wir Sie weiterhin auf dem Laufenden über alles Relevante zu den Wahlen – sei es im Thurgau, im Rest der Ostschweiz oder auf Bundesebene. Danke fürs Mitlesen und noch einen schönen Abend!

18:40 Uhr

Hansjörg Brunner ist wahnsinnig enttäuscht über seine Abwahl. Er sagt aber: «Ich empfinde es nicht persönliche Ohrfeige. Wir sind als Partei unter die Räder gekommen.»

Enttäuschung pur: Der abgewählte freisinnige Nationalrat Hansjörg Brunner (links) und FDP-Kantonalpräsident David H. Bon. (Bild: Reto Martin)

Enttäuschung pur: Der abgewählte freisinnige Nationalrat Hansjörg Brunner (links) und FDP-Kantonalpräsident David H. Bon. (Bild: Reto Martin)

18:27 Uhr

Manuel Strupler war schon zufrieden, als er sah, dass er ein gutes Resultat macht. Umso mehr freut er sich, dass es zur Wahl reichte. Froh ist er auch, dass die SVP ihre drei Sitze halten konnte. «Wir alle auf der Liste haben alles gegeben!» Daran, dass er sich auf die bevorstehende neue Aufgabe gut vorbereiten wird, lässt er keinen Zweifel. Der Gartenbau-Unternehmer sagt:

«Im Geschäft muss ich einiges organisieren. Der Vorteil ist, dass es bei uns im Winter sowieso etwas ruhiger wird.»

Ein glücklicher Manuel Strupler nach seiner Wahl in den Nationalrat. (Bild: Reto Martin)

Ein glücklicher Manuel Strupler nach seiner Wahl in den Nationalrat. (Bild: Reto Martin)

18:15 Uhr

Kurt Egger hat trotz positiver Vorzeichen nicht einfach mit seiner Wahl gerechnet. «Ich war grad etwas überwältigt», sagt er. Voller Motivation will er sich der Aufgabe annehmen. Der Präsident der Grünen Thurgau wird von allen Seiten beglückwünscht.

Ein überglücklicher Kurt Egger gibt seine ersten Statements ab. (Bild: Reto Martin)

Ein überglücklicher Kurt Egger gibt seine ersten Statements ab. (Bild: Reto Martin)

Derweil sagt CVP-Nationalrat Christian Lohr zu seiner Wiederwahl: «Kreuzlingen bleibt in Bern vertreten!»

18:07 Uhr
Christian Kamm. (Bild: Urs Jaudas)

Christian Kamm. (Bild: Urs Jaudas)

Christian Kamm, stellvertretender Chefredaktor der «Thurgauer Zeitung», zum Nationalrats-Wahlausgang:

Faustdicke Überraschung im Kanton Thurgau. Die FDP verliert ihren Nationalratssitz an die Grünen. Nationalrat Hansjörg Brunner, Eschlikon, wurde abgewählt. Neuer Thurgauer Nationalrat ist GP-Parteipräsident Kurt Egger, ebenfalls aus Eschlikon. Besonders bitter für die FDP: Sie hatte ihren Sitz erst vor vier Jahren zurückerobert, nachdem er 2011 schon einmal verloren gegangen war – damals an die Grünliberalen. Auch die SVP hat mit dem Weinfelder Manuel Strupler einen neuen Nationalrat in ihren Reihen. Damit konnte die Partei ihre bisherigen drei Sitze trotz Stimmenverlusten verteidigen.

Alle anderen wiederkandidierenden Thurgauer Nationalrätinnen und Nationalräte wurden bestätigt: Diana Gutjahr (SVP), Verena Herzog (SVP), Edith Graf-Litscher (SP) und Christian Lohr (CVP).

17:57 Uhr

Grüne jagen FDP den Nationalratssitz ab

Und jetzt sind auch in Sachen Nationalrat die Würfel gefallen: Wie bereits die ersten Hochrechnungen prognostiziert haben, verliert die FDP ihren einzigen Sitz, den sie 2015 von den Grünliberalen erobert hatte. Hansjörg Brunner ist somit abgewählt. Sein Sitz geht an den Grünen Kurt Egger.

Er ist nicht mehr Nationalrat: FDP-Politiker Hansjörg Brunner. (Bild: Reto Martin)

Er ist nicht mehr Nationalrat: FDP-Politiker Hansjörg Brunner. (Bild: Reto Martin)

Die restlichen Parteien behalten ihre Sitze: Drei sind es für die SVP – hier verbleiben Verena Herzog und Diana Gutjahr im Nationalrat, und Manuel Strupler ersetzt den zurückgetretenen Markus Hausammann. Ihren einen Sitz behält auch die CVP mit Christian Lohr, und für die SP verbleibt Edith Graf-Litscher im Nationalrat.

Er hat gut lachen: Manuel Strupler, neugewählter Nationalrat der SVP Thurgau. (Bild: Judith Schuck)

Er hat gut lachen: Manuel Strupler, neugewählter Nationalrat der SVP Thurgau. (Bild: Judith Schuck)

Die Resultate der Nationalratswahlen im Thurgau:

SVP
36,7%
–3,2
CVP
12,7%
–0,4
SP
12,6%
–0,1
FDP
11,5%
–1,5
Grüne
10,6%
+5,2
GLP
8,1%
+1,9
EDU
2,8%
–0,6
EVP
2,7%
+0,4
BDP
2,3%
–1,5
17:37 Uhr

Die Spannung steigt: Aus fast allen Gemeinden sind die Resultate da – als nächstes wird das Endresultat für den Nationalrat verkündet:

(Bild: Larissa Flammer)

(Bild: Larissa Flammer)

17:33 Uhr

Der neugewählte SVP-Ständerat Jakob Stark (rechts) gönnt sich ein Bier, um anstossen zu können. Der Politiker fachsimpelt, ist aber auch gespannt auf die Resultate der Nationalratswahl. Er fachsimpelt über die Hochrechnung im Thurgau und die nationalen Ergebnisse.

Jakob Stark (rechts im Bild). (Bild: Larissa Flammer)

Jakob Stark (rechts im Bild). (Bild: Larissa Flammer)

16:52 Uhr

Die SVP kann im Thurgau aller Voraussicht nach ihre drei Nationalratssitze halten. Neben den Bisherigen Diana Gutjahr und Verena Herzog hat Manuel Strupler gute Chancen, nach Bern fahren zu dürfen. Er liefert sich in der Ausmarchung um die Nachfolge des zurückgetretenen Markus Hausammann ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Daniel Vetterli.

Manuel Strupler (SVP) schaut sich die Wahlresultate an. (Bild: Silvan Meile)

Manuel Strupler (SVP) schaut sich die Wahlresultate an. (Bild: Silvan Meile)

16:26 Uhr

Für CVP Parteipräsident Paul Rutishauser ist es ein Wermutstropfen, dass die bürgerliche Mitte geschwächt ist. Das Minimalziel sei erreicht, Christian Lohr werde Nationalrat bleiben. «Aber wir hätten schon zweitstärkste Partei bleiben können», so Rutishauser.

16:04 Uhr

Jakob Stark will sich für «echte Kompromisse» einsetzen

Jakob Stark hat sich unter die Leute gemischt, als er sicher war, dass er gewählt wird. Er spürt neben der Freude die Verantwortung, ab Dezember den Thurgau in Bern zu vertreten. Mit seiner Erfahrung und seinen Kenntnissen wird er sich für den ganzen Kanton einsetzen. Er sagt:

«Trotz meiner klaren Positionierungen werde ich mithelfen, dass es gute und echte Kompromisse gibt, die das Land weiterbringen.»

Kurt Egger, neu gewählter Nationalrat der Grünen Thurgau, steht den Medien Red und Antwort. (Bild: Reto Martin)Kurt Egger, neu gewählter Nationalrat der Grünen Thurgau, steht den Medien Red und Antwort. (Bild: Reto Martin)
Abgewählt: Der freisinnige Nationalrat Hansjörg Brunner (links) mit FDP-Kantonalpräsident David H. Bon. (Bild: Reto Martin)Abgewählt: Der freisinnige Nationalrat Hansjörg Brunner (links) mit FDP-Kantonalpräsident David H. Bon. (Bild: Reto Martin)
Für ihn geht es nach Bern: Manuel Strupler, frisch gewählter Nationalrat der SVP Thurgau. (Bild: Reto Martin)Für ihn geht es nach Bern: Manuel Strupler, frisch gewählter Nationalrat der SVP Thurgau. (Bild: Reto Martin)
Auch er hat den Sprung in den Nationalrat geschafft: Der Grüne Kurt Egger. (Bild: Reto Martin)Auch er hat den Sprung in den Nationalrat geschafft: Der Grüne Kurt Egger. (Bild: Reto Martin)
Der neue grüne Nationalrat Kurt Egger wird gefeiert. (Bild: Reto Martin)Der neue grüne Nationalrat Kurt Egger wird gefeiert. (Bild: Reto Martin)
Die Resultate werden im Wahlzentrum in der Kanti Frauenfeld präsentiert. (Bild: Reto Martin)Die Resultate werden im Wahlzentrum in der Kanti Frauenfeld präsentiert. (Bild: Reto Martin)
Jakob Stark (rechts) feiert seine Wahl in den Ständerat. (Bild: Reto Martin)Jakob Stark (rechts) feiert seine Wahl in den Ständerat. (Bild: Reto Martin)
Sie vertreten den Thurgau in den kommenden vier Jahren im Ständerat: Jakob Stark und Brigitte Häberli. (Bild: Reto Martin) Sie vertreten den Thurgau in den kommenden vier Jahren im Ständerat: Jakob Stark und Brigitte Häberli. (Bild: Reto Martin)
SVP-Nationalrätin Diana Gutjahr wird geschminkt. (Bild: Reto Martin)SVP-Nationalrätin Diana Gutjahr wird geschminkt. (Bild: Reto Martin)
Alt Nationalrat Hansjörg Walter war im Wahlzentrum ebenfalls zugegen. (Bild: Reto Martin)Alt Nationalrat Hansjörg Walter war im Wahlzentrum ebenfalls zugegen. (Bild: Reto Martin)
Aufmerksames Studium der Zwischenresultate. (Bild: Reto Martin)Aufmerksames Studium der Zwischenresultate. (Bild: Reto Martin)
Für ihn sah es von Anfang an schlecht aus – und tatsächlich verlor er seinen Sitz: Hansjörg Brunner, abgewählter Nationalrat der FDP. (Bild: Reto Martin)Für ihn sah es von Anfang an schlecht aus – und tatsächlich verlor er seinen Sitz: Hansjörg Brunner, abgewählter Nationalrat der FDP. (Bild: Reto Martin)
Ihn interessierte das Politgeschehen in der Kanti Frauenfeld weniger... (Bild: Reto Martin)Ihn interessierte das Politgeschehen in der Kanti Frauenfeld weniger... (Bild: Reto Martin)
Gebannt wird die Entwicklung der Resultate verfolgt. (Bild: Reto Martin)Gebannt wird die Entwicklung der Resultate verfolgt. (Bild: Reto Martin)
SP-Nationalrätin Edith Graf-Litscher im Gespräch mit BDP-Präsident Jürg Schumacher. (Bild: Reto Martin)SP-Nationalrätin Edith Graf-Litscher im Gespräch mit BDP-Präsident Jürg Schumacher. (Bild: Reto Martin)
Sie bleibt im Amt: Ständerätin Brigitte Häberli. (Bild: Reto Martin)Sie bleibt im Amt: Ständerätin Brigitte Häberli. (Bild: Reto Martin)
Nina Schläfli, Ständeratskandidatin der SP Thurgau. (Bild: Reto Martin)Nina Schläfli, Ständeratskandidatin der SP Thurgau. (Bild: Reto Martin)
Warum so skeptisch, Herr Egger? Der Präsident der Grünen Thurgau darf sich über einen massiven Stimmenzuwachs bei der Nationalratswahl freuen. (Bild: Reto Martin)Warum so skeptisch, Herr Egger? Der Präsident der Grünen Thurgau darf sich über einen massiven Stimmenzuwachs bei der Nationalratswahl freuen. (Bild: Reto Martin)
Die Spannung steigt – wer schafft den Sprung nach Bern? (Bild: Reto Martin)Die Spannung steigt – wer schafft den Sprung nach Bern? (Bild: Reto Martin)
Nina Schläfli, Präsidentin der SP Thurgau. (Bild: Reto Martin)Nina Schläfli, Präsidentin der SP Thurgau. (Bild: Reto Martin)
Ein glücklicher neuer Ständerat: Jakob Stark. (Bild: Reto Martin)Ein glücklicher neuer Ständerat: Jakob Stark. (Bild: Reto Martin)
Blick ins Wahlzentrum an der Kantonsschule Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)Blick ins Wahlzentrum an der Kantonsschule Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)
Regelmässig wurden Zwischenresultate eingeblendet. (Bild: Reto Martin)Regelmässig wurden Zwischenresultate eingeblendet. (Bild: Reto Martin)
23 Bilder

Impressionen zu den Wahlen im Kanton Thurgau

Vorbereitet auf Bern ist er noch nicht. «Ich habe bewusst immer nur bis zum 20. Oktober geschaut.» Ab morgen werde er sich um alles kümmern.

15:45 Uhr

Ueli Fisch: «Motivation ist im Keller»

Ein enttäuschter Ueli Fisch zum Ausgang der Ständeratswahl: «Weil es eine Persönlichkeitswahl ist, hätte ich gedacht, dass ich mehr Stimmen hole als Egger und Schläfli.» Die links-grüne Wählerschaft habe auch die links-grünen Kandidaten gewählt, und von rechts habe er auch kaum Stimmen erhalten.

Enttäuschend sei auch, dass kein zweiter Wahlgang habe erzwungen werden können. «Aktuell ist mein Motivationsstand ziemlich im Keller.» Er sei aber einer, der immer wieder aufstehe, und das werde ihm auch hier helfen.

Hans Trachsel, EDU, ist enttäuscht, dass seine Partei Stimmen eingebüsst hat. «Wir sind bei unseren Themen wie Migration und christliche Werte geblieben und nicht auf den Klimahype eingestiegen.»

15:35 Uhr

Und so kommentiert Christian Kamm, stellvertretender Chefredaktor der «Thurgauer Zeitung», den Ausgang der Ständerats-Ausmarchung:

Christian Kamm. (Bild: Urs Jaudas)

Christian Kamm. (Bild: Urs Jaudas)

Die Thurgauer Ständeratswahl ist ohne Überraschungen über die Bühne gegangen. Die bisherige Ständerätin Brigitte Häberli-Koller (CVP) hat die Wiederwahl souverän geschafft. Und auch Jakob Stark (SVP) hat sich als der erwartet starke Kandidat erwiesen und wurde schon im ersten Durchgang gewählt. Dass Stark hinter Häberli ins Ziel gelaufen ist, dürfte er verschmerzen können. Da spielte der Bisherigen-Bonus Häberlis.

Mit diesem Ausgang haben die Drittplatzierte Nina Schläfli (SP), Kurt Egger (GP) auf Platz vier und Ueli Fisch (GLP) ihr Ziel eines zweiten Wahlgangs klar verfehlt. Vor allem das vergleichsweise schlechte Abschneiden Fischs (nur Platz fünf) dürfte noch zu reden geben. Ihm war nach seinem engagierten Wahlkampf und dem Erfolg in der kantonalen Abstimmung über das Öffentlichkeitsgesetz deutlich mehr zugetraut worden.

15:25 Uhr

Häberli und Stark in den Ständerat gewählt

Die Würfel in Sachen Ständerat sind gefallen: Der Thurgau wird in den kommenden vier Jahren von der Bisherigen Brigitte Häberli (CVP) sowie von SVP-Mann Jakob Stark (neu vertreten).

Glücklicher neuer Ständerat: Jakob Stark. (Bild: Reto Martin)

Glücklicher neuer Ständerat: Jakob Stark. (Bild: Reto Martin)

Auf Häberli entfielen 43'434 Stimmen, Stark holte 37'913 Stimmen. Auf den Rängen: Nina Schläfli (SP, 16'568 Stimmen); Kurt Egger (Grüne, 14'025), Ueli Fisch (Grünliberale, 14'002), Gabi Coray (parteilos, 4396). Auf Vereinzelte entfielen 3369 Stimmen.

Grafik: Die Resultate der Ständeratswahlen

*
bisher im Amt.
Brigitte Häberli-Koller *
CVP
43 434
Jakob Stark
SVP
37 913
Verfügbare Sitze: 2
Nina Schläfli
SP
16 568
Kurt Egger
Grüne
14 025
Ulrich Fisch
GLP
14 002
Gabriela Coray
parteilos
4 396
Souverän wiedergewählt: Brigitte Häberli, Ständerätin der CVP. (Bild: Reto Martin)

Souverän wiedergewählt: Brigitte Häberli, Ständerätin der CVP. (Bild: Reto Martin)

15:23 Uhr

Zweite Hochrechnung: Die FDP verliert ihren Nationalratssitz an die Grünen

Die zweite Nationalrats-Hochrechnung aus dem Thurgau (46 von 80 Gemeinden sind ausgezählt) bestätigt das Bild der ersten Hochrechnung: Die Grünen können der FDP den Nationalratssitz abjagen. Die restlichen Parteien behalten ihre Mandate.

15:19 Uhr
Jürg Schumacher, Präsident BDP Thurgau. (Bild: Andrea Stalder)

Jürg Schumacher, Präsident BDP Thurgau. (Bild: Andrea Stalder)

Jürg Schumacher, Parteipräsident der BDP, sieht den Stimmverlust nicht gerne, wobei die grossen Städte in der Auszählung noch fehlen. Die Partei habe in den letzten Jahren wohl auf zu vielen Hochzeiten getanzt. «‹Regenbogenthemen› kommen vor allem in ländlichen Regionen nicht so gut an.»

Laut seinem Parteikollegen Andreas Guhl findet die nationale Delegiertenversammlung der BDP am 2. November auf dem Arenenberg statt. Dort werde die BDP die Wahlniederlage thematisieren müssen.

15:14 Uhr

In Weinfelden wurden die Nationalrats-Stimmen ausgezählt. SVP-Kandidat Manuel Strupler, in Weinfelden wohnhaft, holt dort knapp hinter der Bisherigen Diana Gutjahr am meisten Stimmen: 1263. Mehr als die Bisherige Verena Herzog. Auch Ueli Fisch (in Ottoberg wohnhaft) kann in Weinfelden punkten: 754. Er holt fast so viele Stimmen wie Edith Graf-Litscher. Christian Lohr kommt auf 965 Stimmen, Hansjörg Brunner auf 634.

15:09 Uhr

Während die FDP um ihren Nationalratssitz zittern muss, steht die Auszählung für die zwei Thurgauer Ständeratssitze vor dem Abschluss. Nach 78 von 80 Gemeinden sieht es wie folgt aus: Brigitte Häberli 42'965; Jakob Stark 37'489; Nina Schläfli 16'448; Kurt Egger 13'923; Ueli Fisch 13'887; Gabi Coray 4365; Vereinzelte 3338.

15:01 Uhr

Alex Granato, Nationalrats-Kandidat der SP, ist bisher recht zufrieden mit dem Verlauf der Dinge. Er findet, dass die SP-Kandidatinnen und -Kandidaten im Wahlkampf alles gegeben haben.

14:53 Uhr

Mittlerweile hat auch Frauenfeld den Ständerat ausgezählt. Die Bevölkerung in der Hauptstadt bestätigt den Trend: Brigitte Häberli holt die meisten Stimmen, gefolgt von Jakob Stark. Nina Schläfli holt deutlich mehr Stimmen als Kurt Egger und Ueli Fisch.

14:48 Uhr

Kommen wir nochmals kurz auf die erste Nationalrats-Hochrechnung im Thurgau zurück. Bestätigt sie sich, verliert die FDP ihren Sitz wieder, den sie 2015 von den Grünliberalen zurückerobert hatte.

Vor vier Jahren war der Amriswiler Unternehmer Hermann Hess völlig überraschend nach Bern gewählt worden – zum Zeitpunkt seiner Wahl war er daheim mit dem Abwaschen von Geschirr beschäftigt gewesen. Nach zwei Jahren quittierte Hess seinen Dienst in Bern bereits wieder –Hansjörg Brunner erbte den FDP-Sitz. Er sagt zum aktuellen Stand der Dinge:

«An meinem Engagement kann es aus meiner Sicht nicht gelegen haben. Ich hoffe bis zuletzt, den Sitz halten zu können.»

Muss um seinen Nationalratssitz zittern: Hansjörg Brunner (FDP).

Muss um seinen Nationalratssitz zittern: Hansjörg Brunner (FDP).

14:27 Uhr

Kurt Egger von den Grünen wirkt überrascht von der ersten Nationalrats-Hochrechung. Er geniesse das Gefühlt jetzt – «zumindest bis zur nächsten Hochrechnung», sagt er mit einem Augenzwinkern.

Kurt Egger, Präsident Grüne Thurgau. (Bild: Reto Martin)

Kurt Egger, Präsident Grüne Thurgau. (Bild: Reto Martin)

14:24 Uhr

Ein kurzer Blick in den Bezirk Arbon, wo das Friedensrichter-Amt neu zu bestellen war. Silvia Minder aus Amriswil hat die Wahl am Sonntag problemlos geschafft. Sie war einzige Kandidatin und holte 3653 Stimmen, 1133 Stimmen gingen an Vereinzelte.

Die 55-Jährige arbeitetet heute als Journalistin bei der Schweizerischen Depeschenagentur sda in St.Gallen und tritt die Nachfolge von Thomas Huber an, der nach über 30 Jahren im Amt Ende November in Pension geht.

14:22 Uhr

Parteipräsident Wolfgang Ackerknecht freut sich, dass die EVP Stimmen dazugewinnt, während andere eher verlieren. Er fiebert aber noch mit der CVP mit, mit der die EVP eine Listenverbindung hat. Der Nationalratssitz der CVP, der von Christian Lohr gehalten wird, ist nämlich noch nicht gesichert.

14:11 Uhr

Und jetzt gibt es eine erste Hochrechnung für die sechs Thurgauer Nationalratssitze. Aktuell sieht es danach aus, dass die Grünen den Sitz der FDP holen – das Rennen zwischen den beiden Parteien ist aber ganz knapp. Die übrigen Parteien behalten gemäss der ersten Hochrechnung ihre Sitze.

Die Zahlen der ersten Hochrechnung: SVP 37 % (-2,9); CVP 12,6 (-0,5); FDP 11,8 (-1,2); SP 12,6 (-0,1); Grüne 10,4 (+5); GLP 8,1 (+1,9); BDP 2,2 (-1,6); EDU 2,7 (-0,7); EVP 2,6 (+0,3).

(Bild: Janine Bollhalder)

(Bild: Janine Bollhalder)

14:07 Uhr

Nina Schläfli hat bei der Ständerats-Wahl in Kreuzlingen mehr Stimmen geholt als SVP-Kandidat Jakob Stark. Darüber freut sie sich sehr:

«Das gibt wieder Schub, wenn die Leute von dort, wo du schon lange politisierst, dich unterstützen.»

Nina Schläfli (SP) bei einem Interview. (Bild: Reto Martin)

Nina Schläfli (SP) bei einem Interview. (Bild: Reto Martin)

Auch ihr gutes Abschneiden insgesamt freut sie: «Da hat vielleicht die Frauen- und Altersfrage eine Rolle gespielt.» Darauf hat die 29-jährige SP-Präsidentin im Wahlkampf gesetzt. Mit einem zweiten Wahlgang rechnet sie nicht. 174Jetzt gilt es in den Nationalratswahlen ernst.»

13:56 Uhr

Das Wahlzentrum in Frauenfeld füllt sich langsam:

(Bild: Janine Bollhalder)

(Bild: Janine Bollhalder)

Auch SP-Nationalrätin Edith Graf-Litscher ist mittlerweile übrigens vor Ort. Sie sagt:

«Wenn man die Wahlen schon ein paar Mal erlebt hat, gewöhnt man sich an die Aufregung.»

13:47 Uhr

Die grossen Städte fehlen noch in der Ständerats-Auszählung, Arbon ist aber schon da. Auch dort erhalten Brigitte Häberli und Jakob Stark die meisten Stimmen. Ueli Fisch überzeugte die Arbonerinnen und Arboner deutlich weniger als Nina Schläfli und Kurt Egger.

13:33 Uhr

Eine Impression aus dem Wahlzentrum in Frauenfeld:

(Bild: Reto Martin)

(Bild: Reto Martin)

13:25 Uhr

SVP-Nationalrätin Diana Gutjahr schaut sich die ersten Zwischenresultate für die Nationalratswahl an. Sie wird wie schon im ganzen Wahlkampf für eine Doku vom Fernsehen begleitet:

Diana Gutjahr. (Bild: Larissa Flammer)

Diana Gutjahr. (Bild: Larissa Flammer)

Notiz am Rande: Nicht nur SVP-Frau Diana Gutjahr trägt heute Gelb – auch Nina Schläfli, Ständeratskandidatin der SP hat sich für diese Farbe entschieden.

13:23 Uhr

Häberli und Stark weiterhin klar in Front

Mittlerweile sind 63 von 80 Thurgauer Gemeinden ausgezählt. In der Ständerats-Wahl liegt Brigitte Häberli mit 29'655 Stimmen weiterhin vor Jakob Stark (26'068). Auf den Plätzen: Nina Schläfli (10'797), Kurt Egger (9503), Ueli Fisch (9061) und Gabi Coray (3045). Auf Vereinzelte entfielen bisher 2320 Stimmen.

13:11 Uhr

«TZ»-Chefredaktor David Angst vor der Kamera des Ostschweizer Senders «TVO»:

(Bild: Larissa Flammer)

(Bild: Larissa Flammer)

12:58 Uhr

Ein kurzer Blick über die Kantonsgrenzen hinaus: Im Kanton Appenzell Ausserrhoden ist ein erster Entscheid gefallen. SVP-Mann David Zuberbühler schafft die Wiederwahl in den Nationalrat knapp. Er distanziert seine Herausforderin Jennifer Abderhalden um gerade einmal 159 Stimmen. Entscheidend war, dass Zuberbühler Abderhalden in seinem Wohnort Herisau distanzieren konnte.

12:53 Uhr
David Vogel, Besucher aus Wängi. (Bild: Janine Bollhalder)

David Vogel, Besucher aus Wängi. (Bild: Janine Bollhalder)

Einer der ersten Besucherinnen und Besucher im Wahlzentrum in Frauenfeld ist David Vogel aus Wängi. Er ist politisch interessiert, hat nach eigenen Angaben aber keine Favoriten. «Ich will einfach das Geschehen hier mitverfolgen», sagt er. In seinem Wohnort Wängi haben die meisten Brigitte Häberli wieder in den Ständerat gewählt.

12:50 Uhr

Im Wahlzentrum in Frauenfeld ist die Verpflegung für die Kandidierenden sowie die Besucherinnen und Besucher parat. Wer hat Hunger, und wem verschlägt es ob der Resultate den Appetit?

12:40 Uhr

Mittlerweile sind über die Hälfte der 80 Thurgauer Gemeinden ausgezählt. Brigitte Häberli kommt auf 18'433 Stimmen, Jakob Stark vereint 16'236 Stimmen auf sich. Dahinter liegt Nina Schläfli (6444), Kurt Egger (5768) hat mittlerweile Ueli Fisch (5571) überholt, und auf Gabi Coray entfallen 1912 Stimmen.

12:37 Uhr

Eine erste Reaktion von Ueli Fisch (GLP) auf Twitter zu seinem Abschneiden in der Ständeratswahl:

12:31 Uhr

Eine Impression aus dem Wahlzentrum in Frauenfeld. Noch ist es hier relativ ruhig – ausser den Medienschaffenden hat sich noch praktisch niemand eingefunden.

12:26 Uhr

Auch nach 35 von 80 Gemeinden präsentiert sich dasselbe Bild: Häberli (13'368) vor Stark (11'977); danach folgen Schläfli (4486), Fisch (4207), Egger (3940) und Coray (1358). Auf Vereinzelte entfallen 1064 Stimmen.

Erstes Zwischenergebnis: Häberli und Stark in Ständerats-Wahl weit vor den anderen

12:11 Uhr

Wir haben ein erstes Zwischenresultat – es betrifft die Wahl in den Ständerat. Brigitte Häberli (CVP, bisher) liegt nach 27 von 80 Gemeinden mit 9506 Stimmen in Front. Auf Platz 2 folgt Jakob Stark (SVP) – er kommt auf 8607 Stimmen. Das Duo platziert sich somit deutlich vor Nina Schläfli (SP, 3096 Stimmen), Ueli Fisch (GLP, 2966), Kurt Egger (Grüne, 2713) und Gabi Coray (parteilos, 943). Auf Vereinzelte entfielen bisher 760 Stimmen.

Somit nehmen die Dinge im Thurgau zumindest, was die Ständerats-Wahl angeht, den erwarteten Gang. Die Frage wird einzig sein, ob Häberli und Stark den Sprung nach Bern bereits im ersten Anlauf schaffen – will heissen: ob sie das absolute Mehr übertreffen werden.

11:59 Uhr

Sie dürfte die Wiederwahl problemlos schaffen: SVP-Nationalrätin Diana Gutjahr verbrachte den Sonntagmorgen beim Joggen. Das liess sie ihre Follower, begleitet von Hashtags wie #ruhevordemsturm oder #birnelüften, auf Instagram wissen:

11:48 Uhr

Die ersten Zwischenresultate aus dem Thurgau werden für etwa 12.15 Uhr erwartet. Zeit, um nochmals auf die wohl speziellste Wahlkampf-Aktion aus dem Kanton zurückzublicken. EDU-Kandidat Peter Schenk entschied sich, sein Wahlplakat auf einem Kleinlaster spazieren zu fahren:

(Bild: pd)

(Bild: pd)

Ab und an hielt er auf seinen Fahrten an, stieg aus und sammelte in der Folge Abfall vom Strassenrand zusammen – Motto: «Politiker räumt auf»:

(Bild: pd)

(Bild: pd)

(Bild: pd)

(Bild: pd)

11:24 Uhr

A propos Jakob Stark: Der 61-Jährige, im Thurgauer Regierungsrat Vorsteher des Departements für Finanzen und Soziales, ist im Kanton ein politisches Schwergewicht. So war Stark ab 1996 beispielsweise der erste Gemeindeammann der neu gebildeten politischen Gemeinde Kradolf-Schönenberg. Von 2000 bis 2006 präsidierte er die SVP-Fraktion im Thurgauer Grossen Rat. In der Regierung sitzt Stark seit 2006.

Auf dem Sprung nach Bern: Jakob Stark. (Bild: Donato Caspari)

Auf dem Sprung nach Bern: Jakob Stark. (Bild: Donato Caspari)

Auch aufgrund dieser politischen Vita gehen Beobachter davon aus, dass Stark trotz der grossen Konkurrenz den Einzug in den Ständerat bereits im ersten Wahlgang schaffen könnte. Eine Umfrage der Forschungsstelle Sotomo im Auftrag der «Thurgauer Zeitung» ergab ebenfalls genau dieses Resultat. Alle Hintergründe dazu lesen Sie hier:

11:07 Uhr

Noch eine Anekdote zu Markus Hausammann, der in den vergangenen acht Jahren für die Thurgauer SVP im Nationalrat sass. Er bewarb sich auf diesen Herbst hin parteiintern um die Nachfolge von Roland Eberle im Ständerat. Dabei setzte er alles auf eine Karte und kündigte gleichzeitig seinen Rücktritt als Nationalrat an – unabhängig vom Verlauf der Dinge in Sachen Ständerat.

Im Vorfeld wurde Hausammann auf eine mögliche Niederlage im SVP-internen Rennen um die Ständerats-Kandidatur angesprochen, die gleichbedeutend mit dem Ende seiner Tätigkeit in Bern wäre. Hausammann sagte:

«Es wird immer ein Türlein aufgehen. Und wenn es nur daheim die Stalltür ist.»

Und es kam, wie es kommen musste: Die SVP Thurgau entschied sich, nicht Bauernpräsident Markus Hausammann, sondern Regierungsrat Jakob Stark ins Ständerats-Rennen zu schicken.

Bei der SVP als Ständerats-Kandidat durchgefallen: Markus Hausammann. (Bild: Andrea Stalder)

Bei der SVP als Ständerats-Kandidat durchgefallen: Markus Hausammann. (Bild: Andrea Stalder)

11:05 Uhr

Im Epizentrum des Thurgauer Wahlsonntags liegt am heutigen Wahlsonntag die Kantonsschule Frauenfeld. Hier hat der Kanton sein Wahlzentrum eingerichtet. Hier laufen alle Fäden zusammen; hier werden die Resultate bekannt gegeben; hier jubeln die Sieger, und hier lecken die Verlierer ihre Wunden:

11:03 Uhr

Das sind die spannendsten Fragen im Thurgau

  • Bei den Nationalratswahlen wird darüber spekuliert, ob die SVP einen ihrer drei Sitze an Linksgrün verlieren könnte. Dies unter anderem auch darum, weil einer der drei bisherigen Thurgauer SVP-Nationalräte, Bauernpräsident Markus Hausammann, nicht mehr antritt.
  • Im Ständerat dürfte die Wiederwahl von Brigitte Häberli (CVP) reine Formsache sein. Umstritten ist hingegen der Sitz, der durch den Rücktritt von SVP-Mann Roland Eberle frei wird. Nicht weniger als fünf Personen balgen sich um Eberles Nachfolge: Jakob Stark (SVP) dürfte als Hausammanns Parteikollege und amtierender Regierungsrat hierbei die besten Karten haben – doch schafft er den Sprung nach Bern bereits im ersten Wahlgang? Das Leben so schwer wie möglich machen wollen ihm Nina Schläfli (SP), Ueli Fisch (GLP), Kurt Egger (Grüne) und die parteilose Gabriela Coray.
11:02 Uhr

Gefordert sind nun vorerst die Wahlbüros in den 80 politischen Gemeinden des Kantons, wo die Stimmen ausgezählt werden – so beispielsweise in Amriswil:

11:00 Uhr

Guten Morgen und herzlich willkommen zum grossen Wahlsonntag. In diesem Ticker werden Sie über alles, was Sie über den Ausgang der National- und Ständeratswahlen im Thurgau wissen müssen, auf dem Laufenden gehalten.

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