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FC Amriswil im Derby cleverer als der FC Frauenfeld

Zwei Platzverweise und vier Treffer sehen die Zuschauer im Thurgauer Duell der 2. Liga interregional. Das abstiegsgefährdete Frauenfeld verliert dabei gegen das 35 Minuten in Unterzahl agierende Amriswil 1:3 (1:1).
Ruedi Stettler
Das Spiel zwischen Frauenfeld (rot) und Amriswil bot viel Kampf und Krampf. (Bild: Mario Gaccioli)

Das Spiel zwischen Frauenfeld (rot) und Amriswil bot viel Kampf und Krampf. (Bild: Mario Gaccioli)

Die Szene nach Spielschluss hatte Symbolcharakter: Der frustrierte Frauenfeld-Stürmer Kälin malträtierte mit einem kräftigen Tritt den Getränkeharass, daneben tanzten die Amriswiler johlend im Kreis. Der 3:1-Erfolg der aggressiveren und im Abschluss cleveren Gäste aus dem Oberthurgau basierte auf einer äusserst homogenen Equipe. Will man doch jemanden herausheben, sind das der zweifache Torschütze Eggmann (40./59.) und der omnipräsente Moser, der spät das 3:1 erzielte.

Nach einem beidseitig vorsichtigen Anfang nahm das Derby schnell Fahrt auf. Amriswils Verteidiger Muinos sah schon in der 35. Minute zum zweiten Mal Gelb. Frauenfeld nutzte die Überzahl beim ersten Eckball durch ein herrliches Tor von Starcevic (39.) zum 1:0 aus. Ob der Freude vergassen die Gastgeber jedoch die Abwehrarbeit und Amriswils Torgarant Eggmann markierte mit einem wuchtigen Kopfball prompt das 1:1.

Amriswils Doppeltorschütze Eggmann: «Wir erwachten erst nach dem Platzverweis»

Nach der Pause waren Torszenen dünn gesät. In der 59. Minute überlistete Eggmann die im Fünfmeterraum viel zu zögerliche Frauenfelder Abwehr zum 2:1 für Amriswil. Als in der 70. Minute FCF-Captain Marius Angst unberechtigterweise ebenfalls zum zweiten Mal die gelbe Karte sah, wurde es für das Heimteam noch schwieriger. Nach einigen turbulenten Szenen vor dem Amriswiler Gehäuse endete die kurze Frauenfelder Druckphase mit dem überlegten 3:1 durch Fabio Moser. Damit bleibt der FC Frauenfeld als Zweitletzter in Abstiegsgefahr, während sich der FC Amriswil langsam Richtung Tabellenmittelfeld bewegt.

Bemerkenswert war die Aussage von Amriswils Doppeltorschütze Silvan Eggmann: «Wir begannen unglaublich harmlos und erwachten erst so richtig nach dem frühen Platzverweis.» Sein Trainer Christoph Schenk sagte: «Es ging in diesem Match für beide Teams um sehr viel. Doch ganz so vorsichtig wollten wir nicht beginnen. Erst nachdem wir in Unterzahl gerieten, merkte jeder, dass er viel mehr leisten muss. Und der sofortige Ausgleich hat unsere Moral natürlich gestärkt.»

Frauenfelds Captain hadert zu Recht mit dem Schiedsrichter

Etwas abseits sass nach dem Spiel ein bedrückter Frauenfelder Captain Marius Angst und haderte zu Recht mit dem Schiedsrichter: «Schon die erste gelbe Karte gegen mich war fragwürdig. Darum musste ich nachher mit äusserster Vorsicht in die Zweikämpfe steigen. Dass ich dann für ein Foul, das Teamkollege Christian Schlauri beging, vom Platz musste, hat mich total genervt.» Enttäuscht war auch Frauenfelds Trainer Sawwas Exouzidis: «Wir sind viel zu wenig konsequent in dem was wir auf dem Platz machen. Nicht vergessen darf man aber, dass wir mit dieser extrem dünn besetzten Mannschaft einfach keine Auswechsel-Alternativen haben.» Der neue Frauenfelder Präsident Markus Frei nahm kein Blatt vor den Mund: «Wir waren hinten schlecht und vorne schlecht.»

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