Fauchende Drachen, gesattelte Giraffen: Die Bildschule Frauenfeld schliesst das Semester mit einer Werkschau ab

An der Werkschau der Frauenfelder Bildschule konnten über 200 Werke bestaunt werden.

Viola Stäheli
Merken
Drucken
Teilen
Werkschau 2019 der Bildschule Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)
17 Bilder
Frauenfeld TG - Werkschau 2019 der Bildschule Frauenfeld.
Werkschau 2019 der Bildschule Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)
Werkschau 2019 der Bildschule Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)
Werkschau 2019 der Bildschule Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)
Werkschau 2019 der Bildschule Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)
Werkschau 2019 der Bildschule Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)
Werkschau 2019 der Bildschule Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)
Werkschau 2019 der Bildschule Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)
Werkschau 2019 der Bildschule Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)
Werkschau 2019 der Bildschule Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)
Werkschau 2019 der Bildschule Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)
Werkschau 2019 der Bildschule Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)
Werkschau 2019 der Bildschule Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)
Werkschau 2019 der Bildschule Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)
Werkschau 2019 der Bildschule Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)
Werkschau 2019 der Bildschule Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

Werkschau 2019 der Bildschule Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

Porträts mit lachenden Gesichtern, fauchende Drachen aus Klebeband, farbige Collagen und zierliche Figuren aus Ton – an der Werkschau der Frauenfelder Bildschule stehen die Arbeiten des sich zu Ende neigenden Semesters im Zentrum der Aufmerksamkeit. Auch die 13-jährige Dunja Ali zeigt ihr selbstgestaltetes Bilderbuch:

«Es geht um die Geschichte des furchtbaren Drachens, der Sonne, Mond und Sterne gestohlen hat. Drei Söhne eines Hirten können ihn aber bezwingen.»

«Das Illustrieren von Bilderbüchern ist ein neues Angebot. Genauso wie die Produktion von Kurzfilmen und die Bildhauerei», sagt Mathias Tanner. Er ist Vorstandsmitglied des Vereins Bildschule Frauenfeld. «Die neuen Angebote haben aber nichts ersetzt, sondern sind zum Bewährten, wie beispielsweise dem Comiczeichnen, hinzugekommen.»

«Es ist keiner zu klein, um Künstler zu sein»

Das Kerngeschäft der Bildschule Frauenfeld sind fünf bis sechs Kurse mit unterschiedlichen Themen, die während des Semesters angeboten werden. Dazu gibt es in den Ferien zwei bis drei Workshops.

Silvia Peters, Leiterin der Bildschule Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

Silvia Peters, Leiterin der Bildschule Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

Die Kurse richten sich an Kinder und Jugendliche von vier bis 16 Jahren – denn wie Vereinspräsidentin Silvia Peters sagt: «Es ist keiner zu klein, um Künstler zu sein. Allerdings bin ich mehr der Meinung, dass man nicht Künstler ist, sondern das ein Leben lang wird.» Die Bildschule hat daher das Ziel, eine Bildung im kreativen Gestalten zu vermitteln.

Nebst den Kursen und Workshops findet zudem eine Zusammenarbeit mit Schulen statt. Auch diese Werke sind an der Werkschau zu sehen. «Wir haben über 200 Werke, die gezeigt werden», sagt Tanner, «und wir haben auch wesentlich mehr Besucher als bei der letzten Werkschau.» Zum dritten Mal öffnete die Bildschule Frauenfeld am Samstagmorgen ihre Türen und zeigte Interessierten, was in ihren Ateliers entstanden ist.

Nach der Werkschau dürfen die Werke nach Hause genommen werden. Die fünfjährige Mareike Hummel kann diesen Moment kaum erwarten. Sie hat mit ihrer Mutter, Victoria Hummel, einen Familienworkshop besucht. Dabei haben Mutter und Tochter je eine Giraffe aus einer Modelliermasse hergestellt. Vicrora Hummel lächelt und sagt:

«Die beiden Giraffen unterscheiden sich besonders in einem: Die Giraffe von Mareike hat einen Sattel bekommen, meine nicht.»