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«Fastest farmer» aus dem Thurgau gewinnt goldenes Edelmetall

Der Nussbaumer Patrik Wägeli gewinnt am Dreiländermarathon in Bregenz seinen ersten Schweizer Meistertitel bei der Elite.
Jörg Greb
Die Freude über den Meistertitel überwiegt bei Patrik Wägeli. (Bild: Jörg Greb)

Die Freude über den Meistertitel überwiegt bei Patrik Wägeli. (Bild: Jörg Greb)

Das Zeitziel von Patrik Wägeli lenkte das Rangziel. «Ich will etwas riskieren», sagte er sich vor dem Meisterschaftsmarathon mit Start in Lindau (D), Ziel in Bregenz (Ö) und einer Schlaufe bei St. Margrethen in der Schweiz. Auf eine Endzeit von 2:15 Stunden lief der 27-Jährige los – und ebenso zwei Begleiter: Sein persönlicher Tempomacher Charles Juma Ndiema aus Kenia sowie Eric Rütimann, der profilierte Langstreckler aus Obereggen. Bei Streckenhälfte sah er sich mit seinen Begleitern auf Kurs. Die Durchgangszeit von 1:07:38 deutete auf das Unterbieten der Olympia-Limite von 2:16 hin.

Aus dem Vorhaben wurde nichts. «Hintenhinaus wurde es sehr hart», sagte Wägeli.

«Der Magen begann zu rebellieren, und die letzten sechs Kilometer wurden elend lang.»

Ein zu langer und weiter Abschnitt war’s, um nicht entscheidend Zeit einzubüssen. Mit seiner Endzeit von 2:17:51 verpasste er den Olympia-Richtwert deutlich. Und er blieb um 2:29 Minuten über seiner Bestzeit vom Februar in Sevilla (Sp). Hingegen stellt der Meistertitel eine enorme Genugtuung dar. Um den ersten bei der Elite handelt es sich für den Thurgauer, der einst als Orientierungsläufer erfolgreich war.

Patrick Wägeli (rechts) mit seinen zwei Begleitern an der Spitze: Tempomacher Charles Juma Ndiema aus Kenja sowie Eric Rüttimann. (Bild: Jörg Greb)

Patrick Wägeli (rechts) mit seinen zwei Begleitern an der Spitze: Tempomacher Charles Juma Ndiema aus Kenja sowie Eric Rüttimann. (Bild: Jörg Greb)

Viel Luft auf die weiteren Ränge

Schon unterwegs hatte er festgestellt: «Luft nach hinten hat es viel.» Der Rückstand des SM-Zweiten Lukas Stähli betrug denn auch 5:47 Minuten, der drittplatzierte Matthias Nüesch verlor 7:36 Minuten.

Das Verpassen der Wunschzeit hat dennoch Wägelis Emotionen und Gedanken geprägt. Er sinnierte nach dem Rennen: «Vielleicht war ich zu optimistisch losgelaufen, vielleicht wäre es besser herausgekommen, hätte ich mir bis Streckenhälfte etwa 20 Sekunden mehr Zeit gegeben.» Diese Erkenntnis sowie das Gefühl der guten Vorbereitung im Engadin will er aber doch mitnehmen. Die Möglichkeit, es nochmals in Richtung Tokio 2020 zu versuchen, sieht er im Frühling.

«Wann und wo ist noch offen, aber ein schneller Halbmarathon und ein weiterer Marathon sind praktisch gesetzt.»

Bei den Frauen ging der Meistertitel in 2:52:27 Stunden an die Berner Oberländerin Natascha Baer. Der Frauenfelder Langstreckenspezialist und Trailläufer Elias Gemperli vom LC Frauenfeld hätte beinahe den vollen LCF-Triumph wahr gemacht. Er verpasste Bronze um lediglich 26 Sekunden. Trotz neuer persönlicher Bestzeit in sehr guten 2:25.53 resultierte für Gemperli einmal mehr «nur» der undankbare vierte Schlussrang an einer Schweizer Meisterschaft. Die schnelle Zeit stimmt jedoch zuversichtlich, dass es bei einem der nächsten Anläufe für die wohlverdiente Medaille reichen sollte.

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