familienergänzende Kinderbetreuung
«Junge Familien unterstützen und so Standortattraktivität steigern»: Gemeinderat Sirnach ruft Arbeitsgruppe für ausserschulische Betreuung ins Leben

Nach einer Umfrage unter Eltern nimmt die Gemeinde Sirnach einen neuen Anlauf in der familienergänzenden Kinderbetreuung. Sie will bis im kommenden Sommer ein Konzept erarbeiten.

Olaf Kühne
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Die Rösti ist demnächst bereit für die Schulkinder beim Mittagstisch.

Die Rösti ist demnächst bereit für die Schulkinder beim Mittagstisch.

Bild: Andrea Stalder (Eschlikon
20. August 2020)

«Unser Mittagstisch erfreut sich steigender Beliebtheit», sagt Sirnachs Gemeindepräsident Kurt Baumann. Ein anderes Angebot aus dem Feld der ausserschulischen Betreuungen, die Randzeitenbetreuung, stiess hingegen einst während einer zweijährigen Versuchsphase auf weniger Zuspruch als erhofft.

Kurt Baumann, Gemeindepräsident Sirnach.

Kurt Baumann, Gemeindepräsident Sirnach.

Bild: Donato Caspari

Zurück geht diese Thematik auf das 2012 beschlossene Konzept «Tagesbetreuung Sirnach TagSi», welches einst Mittagstisch, Randzeiten- und Ferienbetreuung umfassen sollte. Während sich also Ersterer in der Gemeinde etabliert hat, wurden die beiden anderen Angebote wegen geringer Nachfrage und dadurch unverhältnismässig hoher Kosten wieder eingestellt.

Fragebogen an Eltern verteilt

Doch nun steht ein neuer Anlauf an. Bereits vor zwei Jahren ersuchte eine Elterninitiative den Sirnacher Gemeinderat darum, das Angebot für Kinder im schulpflichtigen Alter wieder zu erweitern. Die diesbezüglichen tatsächlichen Bedürfnisse erhob die Behörde in diesem Jahr mittels eines Fragebogens. «Mit einer familienergänzenden Kinderbetreuung können junge Familien unterstützt und somit auch die Standortattraktivität der Gemeinde Sirnach erhöht werden», schreibt der Sirnacher Gemeinderat in einer Mitteilung. So heisst es weiter:

«Nebst den Familien, welche auf solche Angebote angewiesen sind, schätzen es auch Unternehmen, wenn ihre Arbeitnehmenden bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützt werden.»

Der Gemeinderat hat deshalb eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, welche bis im kommenden Sommer erneut ein Konzept erarbeiten soll. «So können wir die Angebote ins Budget 2022 aufnehmen», sagt Gemeindepräsident Kurt Baumann.