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Falsches Heilversprechen und giftige Substanzen: Thurgauer Laboratorium nimmt zwei Tees vom Markt

Das Kantonale Laboratorium Thurgau hat 26 Teeproben untersucht. Dabei kamen neben Pflanzenschutzmitteln auch schädliche Substanzen von Wildpflanzen und Keime ans Licht.
Larissa Flammer
Das Kantonale Laboratorium Thurgau hat 26 Teesorten genauer unter die Lupe genommen. (Bild: Fotolia)

Das Kantonale Laboratorium Thurgau hat 26 Teesorten genauer unter die Lupe genommen. (Bild: Fotolia)

Heisse Tees erfreuen sich in der kalten Jahreszeit besonderer Beliebtheit. Sei es als Genussmittel, als Teil eines gesunden Lebensstils oder zur Linderung im Krankheitsfall. Kürzlich hat das Kantonale Laboratorium Thurgau beim Heissgetränk genauer hingeschaut. In einem Bericht auf seiner Website heisst es:

«Bei Tees bestehen gewisse Risiken mikrobiologischer wie auch chemischer Art.»

Zu den mikrobiologischen Kriterien gehören Hefen, Schimmel, Kolibakterien und Salmonellen. «Zudem können im trockenen Tee Dauerformen von krankheitserregenden Keimen vorkommen, welche auch bei der Teezubereitung mit kochendem Wasser überleben und sich noch vermehren können», heisst es weiter.

Giftige Substanz zum Schutz vor Fressfeinden

Auch mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln muss bei Tee gerechnet werden. Erhöhte Aufmerksamkeit haben in letzter Zeit sogenannte Pyrrolizidinalkaloide erregt. Wildpflanzen enthalten diese giftigen Substanzen zum Schutz vor Fressfeinden. Werden diese Wildpflanzen mitgeerntet, gelangen die Substanzen in die Teemischung. Das Kantonale Laboratorium konzentrierte sich bei seiner Untersuchung auch auf verbotene Heilanpreisungen. Dies im Rahmen des Täuschungsschutzes.

26 Teesorten hat das Thurgauer Laboratorium untersucht – unter anderem Früchtetees, Kräutertees, Schwarz- und Grüntees sowie Rooibos. Im Bericht ist festgehalten: «Aus mikrobiologischen Gründen war keine der Proben zu beanstanden.» In 14 Proben wurden «sehr geringe» Keimzahlen festgestellt, die bei der Zubereitung mit sprudelnd heissem Wasser und rascher Konsumation jedoch kein Problem darstellen.

16 Pflanzenschutzmittel in einer Teeprobe

20 Proben wurden auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht, in 15 davon wurden solche Substanzen nachgewiesen. «Nicht überraschend», kommentiert das Laboratorium. In einem Bittergurkentee aus Vietnam wurden 16 verschiedene Pflanzenschutzmittel nachgewiesen. Die zulässigen Höchstwerte seien jedoch in allen Fällen eingehalten worden.

Die giftigen Substanzen Pyrrolizidinalkaloide waren in 13 der 26 Proben nachweisbar. Bei einem ausländischen Mischtee wäre bereits mit einem Teebeutel à zwei Gramm die Höchstmenge für Heilmittel überschritten gewesen. Diese Probe habe gleichzeitig nicht zulässige Senna-Blätter enthalten, weshalb sie vom Markt genommen wurde.

Das Laboratorium teilt mit: «Die Teeprobe aus Bittergurken mit der hohen Zahl an Pflanzenschutzmittelrückständen wies auf der Verpackung auch unzulässige Heilanpreisungen auf und wurde deshalb beanstandet.» Bei den übrigen Proben war die Kennzeichnung in Ordnung. Somit mussten von den 26 Proben deren zwei beanstandet werden.

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