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«Faktisch fährt dort niemand 50»: Diessenhofen erweitert zwei Tempo-30-Zonen

Die Stadt Diessenhofen erweitert die Tempo-30-Zonen «Schützenstrasse» und «Schulstrasse», unter anderem wegen des neuen Parkierungskonzepts. Die Kosten belaufen sich auf wenige Tausend Franken. «Es geht nur darum, drei Betonelemente zu verschieben und einige Markierungen anzubringen», sagt Stadtpräsident Markus Birk.
Rahel Haag
Bald gilt in Diessenhofen auch auf der Güter- und der Landenbergerstrasse Tempo 30. (Bild: Benjamin Manser)

Bald gilt in Diessenhofen auch auf der Güter- und der Landenbergerstrasse Tempo 30. (Bild: Benjamin Manser)

Seit Jahren verfolgt Diessenhofen in Sachen Verkehrsberuhigung dieselbe Strategie.

«Wir führen Tempo 30 jeweils flächendeckend in einzelnen Quartieren ein»

sagt Stadtpräsident Markus Birk. Dadurch stossen diese auf grosse Akzeptanz in der Bevölkerung. Zwei dieser Zonen sollen nun aus sicherheitstechnischen Gründen erweitert werden. Der Entwurf der Verkehrsanordnung liegt noch bis 9.November öffentlich auf.

Konkret handelt es sich einerseits um die Zone «Schützenstrasse» und andererseits um die Zone «Schulstrasse». Betroffen von der Erweiterung sind ein Teil der Landenberger- sowie der Güterstrasse. In beiden Fällen handle es sich um «Stummel», wie Birk es formuliert, auf denen derzeit noch Tempo 50 gelte. «Faktisch fährt dort aber niemand so schnell.»

Neues Parkierungskonzept führt zu mehr Verkehr

Nötig werden die Erweiterungen unter anderem aufgrund des neuen Parkierungskonzepts, das die Stadt Anfang August eingeführt hat. «Dadurch fahren unter anderem vermehrt Autos über die Güterstrasse, um auf den Parkplatz auf dem SBB-Areal Ost zu gelangen», sagt Birk. Dort sind 62 neue, gebührenpflichtige Parkplätze entstanden.

Im Rahmen des neuen Parkierungskonzepts wurden zwei Zonen geschaffen. In der Zone 1, die in erster Linie die Altstadt umfasst, gilt seither flächendeckend die blaue Zone. Dies, um eine möglichst hohe Fluktuation zu gewährleisten.

In der Zone 2, die auch die beiden zu erweiternden Tempo-30-Zonen umfasst, gilt grundsätzlich ebenfalls die Regelung der blauen Zone. Zusätzlich kann man auf blaumarkierten Parkfeldern aber auch unbeschränkt parkieren, sofern man über eine «Parkkarte 8253» verfügt. Diese kostet 300 Franken pro Jahr und ist für Anwohner, Geschäftsinhaber sowie Pendler gedacht.

«Zusätzlich haben die Anwohner in der Altstadt die Möglichkeit, bei der Stadt einen gelbmarkierten Parkplatz zu beantragen», sagt Birk. Denn gerade in der Altstadt sind Parkplätze Mangelware. Ein solcher gilt als Privatparkplatz und kostet 400 Franken im Jahr. Bedingung ist, dass er zu mehr als der Hälfte auf privatem Grund liegt. Ist dies der Fall, gibt die Stadt jenen Teil, der auf öffentlichem Grund liegt, für den erwähnten Mietzins dazu.

«Sofern es zu keinen verkehrs- und sicherheitstechnischen Einbussen kommt»

sagt Birk. Viele Bürger hätten am Anfang darauf verzichtet, einen solchen Parkplatz zu beantragen. «Unterdessen haben es sich einige aber anders überlegt.» In diesem Zusammenhang würden immer wieder Eingaben bei der Stadt eintreffen. Über diese befinde der Stadtrat aber nicht sofort. «Aktuell sammeln wir die Eingaben», sagt Birk, «und im kommenden März oder April werden wir das Parkierungskonzept gesamthaft überprüfen.»

Parkplätze zur Verkehrsberuhigung

In den Tempo-30-Zonen «Schützenstrasse» und «Schulstrasse» gibt es ausschliesslich blaumarkierte Parkplätze. Dies wird sich mit der Erweiterung der Tempo-30-Zonen auch nicht ändern. Die bestehenden Parkfelder auf den beiden Strassenabschnitten werden aber beibehalten. Bauliche Massnahmen sind darüber hinaus nicht geplant.

«Die Parkplätze stellen die für eine Tempo-30-Zone erforderten Verkehrsberuhigungen dar»

sagt Birk. Zusätzlich würden die bekannten Betonsockel mit den Signaltafeln verschoben und Rechtsvortrittsmarkierungen angebracht. Die Kosten für die Massnahmen, die noch diesen Winter umgesetzt werden, belaufen sich auf wenige Tausend Franken. «Es geht ja nur darum, drei Betonelemente zu verschieben und einige neue Markierungen anzubringen.»

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