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Fahrende in Hefenhofen sind weitergezogen

Zwei Wochen lang haben Fahrende auf einer Wiese von Ulrich Kesselring in Hefenhofen campiert. Ein Nachbar beklagte sich über Diebstahl, Lärm und Abfall. Ein Verlängerungsgesuch hat die Gemeinde nicht bewilligt.
Sabrina Bächi
Lager der Fahrenden in Hefenhofen. (Bild: Donato Caspari)

Lager der Fahrenden in Hefenhofen. (Bild: Donato Caspari)

Die Wiese sei endlich wieder leer. Wobei, so ganz stimmt es dann doch nicht. «Der Abfall liegt immer noch auf der Wiese, direkt vor meiner Küche», sagt Bruno Straub. Er habe in den vergangenen zwei Wochen unter einer besonders lärmigen und aufdringlichen Gruppe von Fahrenden gelitten, die auf der Wiese von Ulrich Kesselring campierten – direkt neben seinem Grundstück. «Das geht an die Psyche», sagt er. 13 Vignetten wurden ihm gestohlen. Vermutlich von den Fahrenden. Auf seinem Hofplatz hat er menschliche Exkremente gefunden. Seinen Hofplatz musste er über Nacht beleuchten und absperren. «Die Nachtruhe wurde meistens gar nicht eingehalten», klagte er bereits vor Tagen. Nun ist der Spuk vorbei.

Formal war alles korrekt

«Grundsätzlich darf jeder Fahrende für 14 Tage auf seinem Grundstück campieren lassen, ohne eine Bewilligung der Gemeinde», sagt Andreas Diethelm, Gemeindepräsident von Hefenhofen. Der Grundstücksbesitzer Ulrich Kesselring habe dennoch bei der Gemeinde eine Betriebsbewilligung eingeholt, die dann auch erteilt wurde. «Herr Kesselring hat formal alles richtig gemacht, aber als Vermieter hat er eine Aufsichtspflicht, die er in diesem Fall nicht durchsetzte», sagt Diethelm.

Ein Verlängerungsgesuch für die Fahrenden hat der Gemeinderat abgelehnt. Seit Mittwochabend ist deshalb das Wohnwagenlager aufgelöst. Die Fahrenden sind weitergezogen. «Es war schnell klar, dass wir in diesem Fall keine Verlängerung erteilen können», sagt Diethelm. Die Reklamationen des Nachbarn hätten auf den Entscheid einen Einfluss gehabt.

Ob der Gemeinderat beim nächsten Mal wieder eine Bewilligung erteilt, sei schwierig abzuschätzen. Auf der besagten Wiese von Ulrich Kesselring gibt es nun jedenfalls neue Spielregeln für Fahrende. Denn die Gemeinde hat die Auflagen für die Nutzung der besagten Parzelle angepasst. «Über die genauen Punkte kann ich jedoch keine Auskunft geben», sagt Diethelm. Nachbar Bruno Straub ist vorerst einmal froh darüber, dass er wieder ruhig schlafen kann. Trotzdem hat er der Gemeinde und Vermieter Ulrich Kesselring einen Brief geschickt. Um sein Anliegen nochmals zu deponieren, wie er sagt.

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