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«Ein Musikstück für jeden Geschmack»: Zwei Abende mit Musik in der Wirtschaft zur Bürgerstube

In der Frauenfelder Bürgerstube sind am Freitagabend die Gino Boys und am Samstagabend die Jazzinfusion aufgetreten.

Manuela Olgiati
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Die Gäste applaudieren für die Gino Boys.

Die Gäste applaudieren für die Gino Boys.

Bild: Ralph Ribi

Gastfreundschaft in der Wirtschaft zur Bürgerstube. Wirtin Rebecca Schön serviert mit ihrem Team leichte Sommergerichte aus der Küche. Draussen am Grill bei Otto Knellwolf werden Pommes und Wurst bestellt. Wirt und Koch der Bürgerstube, Martin Walser, nickt zufrieden. Er sagt:

«Wir haben zu tun und doch Zeit für die Gäste.»

Sommerlich warm ist es am Freitagabend im Garten der Wirtschaft zur Bürgerstube. Die Gino-Boys spielen live auf der Bühne. Schlager, Oldies, Dixieland, Schweizer Volksmusik, Oberkrainer sowie aktuelle Party-Hits stehen auf dem Programm. Die Gäste schwelgen zu dieser Tanzmusik in Erinnerungen. So manch einer hätte Lust zu tanzen.

Schwelgen trotz Tanzverbot

Der Sicherheitsdienst ist vor Ort. Rund 100 Gäste nehmen am Freitag verteilt an Tischen Platz. «Tanzen ist wegen der Schutzbestimmungen nicht erlaubt», sagt Hanspeter Maag, vom Sicherheitsdienst der Secas Tagelswangen. Das akzeptieren die Gäste. Der Sicherheitschef lobt das Verständnis der Leute. Beim Stück «Schornsteinfeger» wippen und klatschen einzelne Besucher auf ihren Stühlen.

Tanzen dürfen die Gäste nicht, aber auf den Bänken wippen schon.

Tanzen dürfen die Gäste nicht, aber auf den Bänken wippen schon.

Bild: Ralph Ribi

Besucherin Siegkardine Leber ist wegen der Musik da. Sie nippt an ihrem Prosecco und sagt: «Die Stimmung ist gut.» Auch die Pfyner Gemeindepräsidentin Jacqueline Müller sitzt mit Ehemann und Freunden am langen Tisch und geniesst das lockere Ambiente.

Seit über 30 Jahren unterhalten die Gino Boys ihre Gäste. «Nach dieser langen Pause macht es doppelt Spass, wieder vor Publikum spielen zu dürfen», sagt Geri Hollenstein. Er, aus Lanzenneunforn, und Martin Schlatter aus Herdern haben in den 70er Jahren als Duo Ginos den Grundstein zur heutigen Band gelegt. «Mit den erfahrenen und beliebten Musikern gibt es Musik für jeden Geschmack», sagt eine weitere Besucherin. Sie ist aus dem Kanton Zürich gekommen. Ihr sagt grooviger Sound zu. Dazu passt das Musikstück «Summertime».

Am Freitagabend traten die Gino Boys auf, am Samstag die Jazzinfusion.

Am Freitagabend traten die Gino Boys auf, am Samstag die Jazzinfusion.

Bild: Ralph Ribi

Die Jazzinfusion feiert am Samstagabend in der Bürgerstube nach der Corona bedingten Pause ihr Comeback. Dieser Abend sieht musikalisch und auch optisch etwas anders aus. Die Wirtsleute, Rebecca Schön, Martin Walser und Luzia Walser haben im Schutz des Regens die Pagode mit eleganten Tischen hergerichtet. Die Gäste verweilen hier bei einem Glas Wein. Bandleader Joachim Tillmann aus Warth und seine fünf Vollblutmusiker lassen Dixieland, Swing und Blues aufleben. Dazu blinzelt die Sonne durch das Zelt auf die Bühne. Der Funke sprang bereits bei den ersten Klängen über, Füsse wippten, Hände klatschten. Ein glückliches Lächeln auf den Gesichtern der Gäste.

«Wir wollen mehr für die Frauenfelder machen»

Was bezwecken Ihre kulturellen Anlässe?

Wirtin Rebecca Schön und Wirt Martin Walder

Wirtin Rebecca Schön und Wirt Martin Walder

Bild: Manuela Olgiati

Martin Walser und Rebecca Schön: Seit 2018 führen wir die Bürgerstube führen. Seit diesem Zeitpunkt planten wir kulturelle Anlässe. Umgesetzt haben wir sie erst später. Ein Kulturabend mit Comedian Florian Rexer nach dem ersten Lockdown kam bei den Gästen so gut an, dass wir mehr machen wollten. So haben wir kürzlich zu einem weiteren Abend mit Rexer in den Garten eingeladen. Unterhaltung, das Essen geniessen und gemütlich verweilen – das mögen die Gäste.

Lockt Musik als verbindendes Element mehr Gäste an?

Wir wollen mehr für die Frauenfelder machen. Menschen zusammenbringen, ihnen bei schönem Wetter fröhliche Stunden im Garten mit Live-Musik ermöglichen. Und wenn dann die Musik spielt, belebt dies das ganze Quartier. Wir pflegen ein Netzwerk und kennen viele Musiker persönlich, so entstehen Freundschaften. Und wir freuen uns mit, wenn es den Gästen gefällt.

Stehen künftige Anlässe fest?

Wir feilen noch am Konzept und orientieren uns noch bei Gästen und dem Publikum.

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