Eschlikon wagt im Loft einen Neustart fürs Coworking

Bereits im vergangenen Jahr hat die Gemeinde einen Workshop zum Thema Coworking durchgeführt. Der Gemeinderat hat das Projekt neu aufgerollt und nun bereits einen Raum als mögliches Büro gemietet.

Roman Scherrer
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Den Loft an der Bahnhofstrasse 55b in Eschlikon will die Gemeinde als Coworkingbüro zur Verfügung stellen.

Den Loft an der Bahnhofstrasse 55b in Eschlikon will die Gemeinde als Coworkingbüro zur Verfügung stellen.

(Bild: PD)

Der Begriff Coworking ist in Eschlikon eigentlich nicht neu. Die Idee, im Dorf ein Büro zu schaffen, in dem die Gemeindebewohner ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen können, war hier bereits vor gut einem Jahr Diskussionsstoff. Die Gemeinde führte damals einen Workshop zu diesem Thema durch.

Das Vorhaben ist zwischenzeitlich etwas ins Stocken geraten. Der Eschliker Gemeindepräsident Hans Mäder sagt:

«Wir haben das Konzept angepasst.»

So will man das Coworking mehr ins Zentrum rücken. «Zuvor wurde es viel breiter gefasst, als Demokratieprojekt mit viel Drumherum, etwa mit einer Zukunftskonferenz», berichtet Mäder. Zudem habe es einen Wechsel in der Projektleitung der Village-Office-Genossenschaft gegeben, die den Aufbau des Coworking begleitet.

Anlass zur Gründung einer Spurgruppe organisiert

Nun nimmt das Projekt wieder Fahrt auf. Am 11. August lädt die Gemeinde nämlich zu einem Anlass ein, an dem eine sogenannte Spurgruppe fürs Coworking gegründet werden soll. «Eigentlich wollten wir die Veranstaltung im März durchführen, dann kam aber Corona dazwischen», sagt Mäder.

Hans MäderGemeindepräsident Eschlikon

Hans Mäder
Gemeindepräsident Eschlikon

(Bild: Olaf Kühne)

Dank der Verzögerung kann der Anlass aber bereits in einem Raum stattfinden, der wohl künftig als Coworking-Büro dient. Die Gemeinde hat nämlich einen Mietvertrag über sechs Monate für ein Loft an der Bahnhofstrasse 55b, auf dem ehemaligen Areal der Metallwarenfabrik Spring, abgeschlossen. Mäder erklärt:

«Der Gemeinderat sieht darin eine passende Lokalität und hat deshalb die Möglichkeit ergriffen. Das finanzielle Risiko ist beschränkt.»

Er beziffert die monatlichen Mietkosten auf 1300 Franken.

Loft könnte auch weitere Zwecke erfüllen

Was nach Ablauf der sechsmonatigen Vertragsdauer mit dem Loft geschieht, ist derzeit noch offen. Und es liegt auch in der Hand der Spurgruppe, welche künftig die Organisation des Coworking übernehmen soll. «Möglich wäre auch, dass die Spurgruppe einen Businessplan vorlegt», sagt Mäder. Darin enthalten könnten auch Vorschläge sein, wie das Loft sonst noch genutzt werden könnte. Mäder nennt die Bring- und Hol-Börse als Beispiel.

«Die Idee ist, dass die Organisation nicht von der Gemeinde übernommen wird, sondern von Leuten aus dem Dorf, natürlich mit Unterstützung der Gemeinde.» Ob sich dafür genügend Personen finden lassen, wird sich bald zeigen. Immerhin machte der Workshop im vergangenen Jahr deutlich: Eschlikon verfügt über 1800 Pendler, und damit über viele potenzielle Coworking-Nutzer.

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