Eschlikon
Sie stellt Engelsfiguren, Teller und Häuschen her: Im Töpfern hat Veronika Tschabrun ihre Leidenschaft gefunden

Veronika Tschabrun kreiert in ihrem Atelier 43 spezielle Kunst aus Ton. Ihre Ideen setzt sie ohne Skizzen direkt auf der Töpferscheibe um.

Maya Heizmann
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Veronika Tschabrun an ihrer Töpferscheibe unter Beobachtung von Katze Murrli.

Veronika Tschabrun an ihrer Töpferscheibe unter Beobachtung von Katze Murrli.

Bild: Maya Heizmann

Betritt man das grosszügige Atelier von Veronika Tschabrun, wird man erst stürmisch von den beiden Mischlingshunden Aska und Sira sowie der Katze Murrli begrüsst. Bevor sie Ruhe geben, fordert das liebenswerte Trio vom Gast erst seine Streicheleinheiten ein.

Veronika Tschabrun sitzt in ihrer Werkstatt vor ihrer Töpferscheibe und schneidet aus einer Tonkugel Sterne aus, wo später Kerzenlicht durchscheinen soll. Nebenan auf dem Tisch verfolgt Katze Murrli ihr kreatives Schaffen. Die Töpferin ist ganz versunken in ihre Arbeit.

Leidenschaft in Kurs entdeckt

Als sie 1998 in Wil einen Töpferkurs belegte, hat sie ihre Leidenschaft fürs Töpfern entdeckt. Weitere Kurse folgten, um andere Töpfertechniken kennen zu lernen. Ihr Atelier 43, in der ursprünglich eine Näherei untergebracht war, ist grosszügig bemessen. Im hinteren Teil lagern Töpferwaren, Büchsen, Farben, Glasuren, Töpfereibedarf, Pinsel, Instrumente und mehr. «Ich verwende ausschliesslich nur Bodmer-Ton aus Einsiedeln», erklärt Tschabrun. In zwei Öfen werden die Tonwaren bei 1260 Grad Celsius über Nacht gebrannt.

Von der Idee direkt zur Kreation

«Ich mache alles gern», sagt Veronika Tschabrun. Alle Ideen für ihre Projekte entstehen in ihrem Kopf, dafür fertigt sie keine Skizzen an. In ihrer Ausstellung im vorderen Teil des Ateliers sind unzählige Stelen, Schalen, Kugeln, Engelsfiguren, Teller, Tassen, Häuschen für Kerzenlichter, Elfen und Krippenhöhlen, die von innen beleuchtet werden können, zu bewundern.

Veronika Tschabrun gibt Töpferkurse für Erwachsene und Kinder, für Familien und für Geburtstage. Für Aufträge und den Verkauf macht sie keine Werbung, alles erfolgt durch Mund-zu-Mund-Propaganda. «Ich bin sehr glücklich und zufrieden, meine kreative Leidenschaft ausüben zu können», sagt die Töpferin.