Eschlikon
Planungszone über dem nördlichen Bahnhofareal erfährt keine Gegenwehr – «Jetzt gilt es, gemeinsam eine Entwicklungsrichtung festzulegen»

Der Eschliker Gemeinderat hat über das nördliche Bahnhofareal eine Planungszone erlassen. Da sich die betroffenen Grundeigentümer nicht dagegen gewehrt haben, steht nun die Erarbeitung eines Entwicklungskonzepts an. Der Eschliker Gemeindepräsident verrät ausserdem, warum der Erlass der Planungszone nötig war.

Miguel Lo Bartolo
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Wie genau das nördliche Bahnhofareal in Eschlikon entwickelt werden soll, zeigt sich erst ab Mitte August.

Wie genau das nördliche Bahnhofareal in Eschlikon entwickelt werden soll, zeigt sich erst ab Mitte August.

Bild: Miguel Lo Bartolo

Das nördliche Bahnhofareal in Eschlikon ist Planungszone. Darüber hat der Gemeinderat in der letzten Ausgabe der Eschliker Nachrichten informiert. Nun ist auch klar, dass der Erlass ohne Gegenwehr erfolgt ist. «Erfreulicherweise sind keine Einsprachen gegen die Planungszone eingegangen», heisst es aus dem Gemeinderat. Nach den Sommerferien soll der Prozess zur Erarbeitung des Gesamtkonzeptes gestartet werden. Die 22 betroffenen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer sind eingeladen, dabei mitzuwirken. Den Auftrag für die Ausarbeitung hat das Büro Strittmatter und Partner.

Bernhard Braun, Gemeindepräsident Eschlikon.

Bernhard Braun, Gemeindepräsident Eschlikon.

Bild: PD

Wie Gemeindepräsident Bernhard Braun auf Anfrage mitteilt, habe der Eschliker Gemeinderat noch keine konkreten Vorstellungen oder Präferenzen, was die Gestaltung des Zentrumsgebiets angeht. Ob künftig mehr Grünfläche zu sehen sein wird oder vornehmlich zentraler Wohnraum entstehen soll, bleibt also mindestens bis Mitte August offen. Braun verrät indes, warum es überhaupt zum Erlass der Planungszone gekommen ist:

«Es hat ein konkretes Projekt gegeben, das nicht den Visionen des Gemeinderats entsprochen hat und ausserdem nicht mit der Ortsplanrevision vereinbar gewesen wäre.»

In diesem konkreten Fall ging es denn nicht nur um das Bauvorhaben an sich, sondern auch ums Drumherum. Braun meint damit etwa die Verkehrserschliessung, deren Entwicklung in diesem Falle eingeschränkt worden wäre. Der betroffene Grundeigentümer habe sich glücklicherweise einsichtig gezeigt – und so sei schliesslich auch seinerseits keine Einsprache gegen die Planungszone eingegangen.

Gemeinde kann Veto einlegen

Für den Eschliker Gemeinderat ist die Entwicklung des Bahnhofareals von grosser Bedeutung. «Deshalb war es uns wichtig, das Gebiet vor unpässlichen Bauvorhaben geschützt zu wissen», sagt Braun. Mit Erlass der Planungszone kann der Gemeinderat nun bei jedem geplanten Bau innerhalb des eingezonten Gebiets Veto einlegen. Kleinere Projekte, «die sich nicht mit der Ortsplanrevision beissen», könnten durchaus realisiert werden, wie Gemeindepräsident Braun sagt.

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