Eschlikon
Bernhard Braun bleibt einziger Kandidat für das Eschliker Gemeindepräsidium

Nach dem Ablauf der Meldefrist ist klar: Für die Nachfolge des zum Wiler Stadtpräsidenten gewählten Hans Mäder stellt sich in Eschlikon nur der bisherige Gemeinderat Bernhard Braun der Ersatzwahl ins Gemeindepräsidium.

Olaf Kühne
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An der Gemeindeversammlung vom 7. Dezember 2020 konnte Vize Bernhard Braun Gemeindepräsident Hans Mäder und dessen Frau Marie-Louise verabschieden. Jetzt kandidiert der langjährige Gemeinderat selber für das Präsidium.

An der Gemeindeversammlung vom 7. Dezember 2020 konnte Vize Bernhard Braun Gemeindepräsident Hans Mäder und dessen Frau Marie-Louise verabschieden. Jetzt kandidiert der langjährige Gemeinderat selber für das Präsidium.

(Bild: Christoph Heer)

Am 13. Juni steht allerorten ein reich befrachteter Abstimmungssonntag auf dem Programm. Die Eschliker Stimmbürgerinnen und Stimmbürger befinden dabei nicht nur über eidgenössische Vorlagen sowie über die Traktanden ihrer coronabedingt abgesagten Gemeindeversammlung. Vielmehr bestimmen sie auch ihren neuen Gemeindepräsidenten.

Nachdem der bisherige Amtsinhaber Hans Mäder per Anfang Jahr zum Wiler Stadtpräsidenten gewählt wurde, wirkt im Büro des Eschliker Gemeindepräsidenten bereits der Mann, dem in knapp zwei Monaten aller Voraussicht nach auch noch offiziell dieser Titel verliehen wird: Bernhard Braun.

Der langjährige Eschliker Gemeinderat ist seit sechs Jahren auch Vizegemeindepräsident und übt derzeit das Gemeindepräsidium interimistisch aus, hat sich hierfür eigens mit seinem Arbeitgeber arrangiert. Bereits im Dezember sagte Braun gegenüber unserer Zeitung, dass er diese Konstellation als eine Art Probezeit für sich selber betrachte. «Ich bin seit 17 Jahren Gemeinderat, seit sechs Jahren Vizegemeindepräsident», sagte der Grünen-Kantonsrat. «Ich kenne das Amt also schon sehr gut. Aber an der Spitze einer Gemeinde und einer Behörde zu stehen, ist dann doch noch einmal etwas anderes.»

Mitte Februar fiel dann die Entscheidung: Braun kandidiert als Gemeindepräsident. «Die interimistische Ausübung des Gemeindepräsidiums hat sozusagen den letzten Schub gebracht, den es noch gebraucht hatte», begründete der 55-Jährige seine Festlegung.

Seit dieser Woche steht nun auch fest: Einer Kampfwahl muss sich Bernhard Braun nicht stellen. Wie Gemeindeschreiber Marcel Aeschlimann auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt, sind bis zum Ablauf der Einreichefrist keine weiteren Kandidaturen eingegangen.

Somit erlebt Eschlikon erneut keine Ausmarchung um das Gemeindepräsidium. War doch Hans Mäder 2019, anlässlich seiner Wiederwahl, ebenfalls der einzige Kandidat. 2015 sah das noch ganz anders aus. Damals ging es um die Nachfolge des in Pension gegangenen Robert Meyer. Für sein Amt bewarben sich anfänglich mit Peter Meier und Adrian Stutz zwei bisherige Gemeinderäte. Spät begab sich der bis dato in der Gemeinde unbekannte Hans Mäder in den Ring – und ging nur ganz knapp nicht schon aus dem ersten Wahlgang als Sieger hervor. Wie jüngst Bernhard Braun gegenüber unserer Zeitung sagte, habe auch er sich bereits 2015 eine Kandidatur überlegt, angesichts des breiten Kandidatenfeldes aber darauf verzichtet. 2021 muss er sich solche Gedanken nun nicht mehr machen.