Eschliker Schulbehörde und Gemeinderat liefern eine musikalische Überraschung

Die Stimmbürger von Eschlikon heissen das Budget 2020 und den Steuerfuss gut. Gemeindepräsident Hans Mäder äusserte derweil einen konkreten Wunsch.

Urs Nobel
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Der Eschliker Gemeindepräsident Hans Mäder musiziert.

Der Eschliker Gemeindepräsident Hans Mäder musiziert.

Bild: Urs Nobel

Das war wohl einzigartig und speziell. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Eschlikon skandierten am Schluss der Gemeindeversammlung mit «Zugabe, Zugabe». Der Grund lag nicht etwa in den Geschäften, sondern darin, dass der Schul- und Gemeinderat mit einer Gesangseinlage aufwartete und dabei mit viel Talent brillierte. Ein ruhig verlaufener Abend endete somit mit einer gefreuten Überraschung.

Das Eschliker Gemeindebudget präsentierte sich unspektakulär: Bei Ausgaben von 15,5 Millionen Franken rechnet der Gemeinderat mit einem kleinen Defizit von 57'000 Franken. Allerdings hofft der Gemeinderat auf einen Überschuss zum Schluss der Rechnungsperiode, da vorsichtig budgetiert wurde.

Das Budget 2020 wurde von den 148 anwesenden Stimmbürgern einstimmig angenommen. Der Steuerfuss bleibt weiterhin bei 50 Prozent. «Dies ermöglicht es uns, weiterhin zu investieren», erklärte Gemeindepräsident Hans Mäder.

Neuer Modus bei den Einbürgerungen

Ebenso problemlos wurden die fünf Einbürgerungsgesuche gutgeheissen. Eines noch nach altem Format schriftlich, die anderen vier mittels offener Abstimmung. Hans Mäder betonte die Bedeutung einer Einbürgerung für die Betroffenen: «Für sie handelt es sich bei dieser Sache keineswegs um ein Pflichttraktandum».

Der Gemeinderat befasst sich zurzeit mit verschiedenen Projekten. So unter anderem mit der Anschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeuges (TLF), der Sanierung der Schiessanlage Hurnen – dieses Projekt befinde sich auf gutem Weg – sowie den Sanierungen Ecke Eich- /Ziegeleistrasse und den Restarbeiten des Höhenwegs 14 bis 17. Der Gemeindepräsident gab zudem eine Prognose zum Thema Nettoverschuldung ab: «Das Ziel einer Nettoverschuldung von Null wird in den nächsten fünf- bis zehn Jahren nicht erreicht werden können.»

Weit entfernt von Hans Mäders Wunsch, dass er nach vier Jahren Gemeindepräsidium endlich einmal mindestens 200 Stimmbürger zur Gemeindeversammlung begrüssen dürfe, blieb die tatsächliche Beteiligung. Allerdings waren mit 148 stimmberechtigten Personen doch weit mehr als in früheren Jahren zur Versammlung gekommen. Dies dürfte der Tatsache geschuldet sein, dass der Anlass erstmals in der neuen Aula Bächelacker stattfand. Künftig wird die Gemeindeversammlung abwechslungsweise in Wallenwil und der Bächelacker-Aula stattfinden.

Bau der Sporthalle soll rechtzeitig beginnen

Schulpräsident Linus Köppel geht davon aus, dass in den nächsten fünf Jahren der Steuerfuss von 98 Prozent trotz Sporthallenbau nicht erhöht werden muss. Linus Köppel hofft zudem, dass der Bau in Sachen Turnhalle trotz einer derzeit noch hängigen Einsprache rechtzeitig in Angriff genommen werden kann. Auf dem Dach der Turnhalle soll gemäss den aktuellen Plänen eine Fotovoltaik-Anlage montiert werden.

Weitere Projekte der Volksschulgemeinde betreffen die Erarbeitung eines Leitbilds, die Schulraumentwicklung der Primarschule Kwant und eine Erhöhung der Aktivierungsgrenze von aktuell 50'000 Franken auf 100'000 Franken. Schulpräsident Linus Köppel und die Schulbehörde gehen davon aus, dass die Schülerzahlen in den nächsten Jahren weiter steigen.