Eschenzer Horn
Ufer unzugänglich, Leinenpflicht für Hunde und Badeverbot: Neue Schutzanordnung für Flachmoor von nationaler Bedeutung

Das Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung soll mit diversen Bestimmungen besser geschützt werden. Nebst all den Beschränkungen soll es eine neue Beobachtungsplattform geben.

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Das Eschenzer Horn ist ein Flachmoor von nationaler Bedeutung.

Das Eschenzer Horn ist ein Flachmoor von nationaler Bedeutung.

Bild: PD

(red) Seit Anfang Juli tritt die kantonale Schutzanordnung für das Naturschutzgebiet beim Eschenzer Horn in Kraft. Das teilt das kantonale Amt für Raumentwicklung mit. Das Gebiet ist wichtig für den Erhalt der Biodiversität und ein Flachmoor von nationaler Bedeutung. Der Uferbereich und die angrenzende Wasserfläche gehören zum international bedeutenden Wasser- und Zugvogelreservat «Stein am Rhein».

Verantwortlich für den Schutz ist der Kanton Thurgau, der zu diesem Zweck eine Schutzanordnung erlassen hat. Diese ist seit dem 1. Juli rechtskräftig. Ziel sei es, das Flachmoor als Lebensraum für seltene, gefährdete und geschützte Tier- und Pflanzenarten zu erhalten und zu fördern. Die wichtigsten Bestimmungen der Schutzanordnung sind:

  • Das Schutzgebiet selbst darf nur auf den bezeichneten Trampelpfaden betreten werden. Zugänge zum Ufer werden zur Vermeidung von Störungen aufgehoben.
  • Der Trampelpfad entlang des Dorfbachs wird verkürzt. Am Pfadende ist eine Beobachtungsplattform geplant. Diese erlaubt den Blick ans Ufer und aufs Wasser, ohne dabei die Tiere zu stören.
  • Hunde sind an der Leine zu führen, auch auf dem Weg entlang der südlichen Riedgrenze bei der Müliwiese und dem Bunker.
  • Der Uferbereich vor dem Schilf darf auch bei Niedrigwasser und im Winter nicht begangen werden.
  • Im Bereich des Schutzgebietes darf nicht gebadet werden.
  • Boote und andere Schwimmkörper, wie beispielsweise Stand-up-Paddelns, müssen einen Abstand von 25 Metern zum Schilfröhricht einhalten.
  • Aufgrund der Bestimmungen für das Vogelschutzgebiet ist die Ausübung von Wassersportarten wie Stand-up-Paddeln, Surfen, Wasserskifahren, Sporttauchen sowie das Fahren mit Drachensegelbrettern und ähnlichen Geräten vom 1. Oktober bis
    31. März gänzlich verboten.

Die wichtigsten Bestimmungen werden auf Tafeln am Gebietsrand aufgestellt werden. Zuwiderhandlungen können geahndet werden, teilt der Kanton mit.

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