Eschenz
Den Kindern eine Freude machen – Primarschulgemeinde Eschenz will Gewinn in Pumptrackanlage investieren

Auf dem Gelände der Primarschule Eschenz soll ein Pumptrack Platz finden. Die Rede ist von einer kleineren Anlage, die sich primär an Unterstufenschüler richtet. Das Baugesuch liegt noch bis am 10. Juni auf.

Janine Bollhalder
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Ein Pumptrack wie dieser in Frauenfeld soll den Kindern helfen, ein besseres Gefühl für das Zweirad zu bekommen.

Ein Pumptrack wie dieser in Frauenfeld soll den Kindern helfen, ein besseres Gefühl für das Zweirad zu bekommen.

Bild: Reto Martin (18.10.2018)

«Ich vermute, dass es für die Kinder zweitrangig ist, wann der Bau genau beginnt», sagt Michael Tobler, Präsident der Primarschulbehörde Eschenz. «Sie freuen sich, wenn etwas kommt.» Tobler spricht von der geplanten Pumptrackanlage auf dem Primarschulgelände.

Michael Tobler, Präsident der Primarschulbehörde Eschenz.

Michael Tobler, Präsident der Primarschulbehörde Eschenz.

Bild: Reto Martin (Frauenfeld, 04.08.2020)

Die Idee für den Pumptrack entstand während eines Workshops vor drei Jahren. Die Eltern wurden gebeten, Verbesserungsvorschläge und -wünsche anzubringen. Nebst einem Schwimmbad, einem Mittagstisch oder einem Elternrat war die Nachfrage nach einer Pumptrackanlage gross. Möglicher Grund dafür: der mobile Pumptrack des Sportamts Thurgau. Diese Anlage stand zweimal auf dem Gelände der Primarschule Eschenz und wurde, wie Tobler sagt, eifrig genutzt. «Ich wurde danach oft von Eltern angesprochen: Schau doch, dass der Pumptrack wieder kommt», erzählt er. Doch die Nachfrage nach dem mobilen Pumptrack ist, wie Tobler feststellte, riesig. Also kam die Idee auf, eine eigene Anlage zu errichten.

Pumptrack für Freude an Bewegung und Sicherheit im Verkehr

Die Primarschule hat im vergangenen Jahr einen soliden Gewinn verbuchen können. Dieser soll nun dafür verwendet werden, etwas für die Kinder zu machen. Das Baugesuch dafür liegt noch bis am 10. Juni auf. Die vorgesehene Bewegungsanlage wurde bei einer Urnenabstimmung von den Stimmbürgern der Schulgemeinde befürwortet. Tobler hat daher keine grossen Bedenken, dass es Einsprachen geben wird. Und wenn doch, sieht er es pragmatisch:

«Dann versuchen wir, mit den betroffenen Parteien einen Konsens zu finden.»

Klappe das nicht, dann sei die Zeit einfach noch nicht reif.

Die Anlage soll angrenzend an jene Fläche Platz finden, auf der Anfang 2015 einer der beiden Mammutbäume gefällt werden musste. «Es ist keine grosse Anlage geplant», sagt Tobler. Es soll ein kleiner Pumptrack werden, der primär für die Unterstufenkinder gedacht ist. Sie sollen Spass an der Bewegung haben und dabei spielerisch den Umgang mit dem Zweirad verbessern, um so die Sicherheit auf den Strassen zu fördern.

Nebst Pumptrack auch Umgebungsanpassungen geplant

Die Primarschulbehörde hat Offerten von mehreren Unternehmen erhalten und geprüft. Die Kosten für die Bewegungsanlage belaufen sich auf rund 80'000 Frnaken. Inbegriffen sind dabei der Pumptrack, eine Minirampe sowie Umgebungsarbeiten. Die Nutzungsdauer der Anlage beträgt 12 bis 15 Jahre. Wird das Baugesuch bewilligt, kann das Projektteam um Schulpflegerin Manuela Hovind und Informatiker Beda Holenstein die Bestellung ausgelösen. Den genauen Baubeginn kann Tobler noch nicht abschätzen:

«Bei der derzeitigen Weltlage kann es passieren, dass notwendige Teile nicht verfügbar sind.»

Geplant ist der Bau während der Schulferien. Tobler spekuliert, dass die Anlage im Frühjahr 2022 eröffnet werden kann. Der Pumptrack ist nicht das Einzige, was der Primarschule Eschenz ein neues Aussehen verleihen soll. Auch die Umgebung der Anlage soll aufgewertet werden. Ein neuer Sicherheitszaun auf der Mauer sowie kleine Anpassungen der Umgebung sind geplant.

Tobler hat sich auch Gedanken zum Thema Verwüstung der Anlage gemacht. «Littering kann natürlich ein Problem werden.» Es werden deswegen zusätzliche Abfalleimer installiert. Doch grössere Zwischenfälle fürchtet der Präsident der Primarschulbehörde nicht: «Die Schule steht inmitten eines ländlichen Dorfes, Strassen führen daran vorbei und es sind oft Leute anwesend. Ich denke, die Hemmschwelle zu randalieren ist daher grösser als bei einem unbeaufsichtigten Platz.»