Es hat nicht sollen sein: Das Oktoberfest Tannzapfenland findet nun doch nicht statt

Trotz gestartetem Vorverkauf: Die Metallharmonie Dussnang-Oberwangen verzichtet auf das Oktoberfest Tannzapfenland.

Christoph Heer
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Das Coronavirus verlängert die Amtsdauer von Veronica Martins als Miss Oktoberfest Tannzapfenland um ein Jahr.

Das Coronavirus verlängert die Amtsdauer von Veronica Martins als Miss Oktoberfest Tannzapfenland um ein Jahr.

(Bild: Christoph Heer)

Veronica Martins kommt eine besondere Ehre zuteil. Sie wird nämlich die erste Miss Oktoberfest Tannzapfenland sein, die zwei Jahre im Amt verweilen darf. Am 11. September hätte sie eigentlich ihre Schärpe an ihre Nachfolgerin abgegeben, doch daraus wird jetzt nichts.

Wie das Organisationskomitee, mit OK-Präsident Martin Meile an der Spitze, mitteilt, gab es jüngst gute Gründe, an einer Durchführung festzuhalten. «Es gab eine überaus positive Entwicklung der Ansteckungsrate, das BAG beschloss umfangreiche, grosszügige Lockerungen und stellte zudem in Aussicht, dass ab dem 1. September wieder Veranstaltungen mit über 1000 Personen bewilligt würden.» Was jedoch für den Optimismus des organisierenden Vereins, die Metallharmonie Dussnang-Oberwangen (MHDO), zuoberst auf der Kriterienliste stand, war die Gewissheit, die Kosten in der frühen Vorbereitungszeit tief halten zu können. «Bei einer Absage, fallen diese Kosten nicht ins Gewicht, im Gegenteil. Einige finanzielle Aufwendungen, die wir bereits getätigt haben, zum Beispiel die Produktion der Flyer, können als Vorinvestition für das Fest im kommenden Jahr betrachtet werden», sagt Martin Meile.

Martin MeileOK-Präsident

Martin Meile
OK-Präsident

(Bild: Christoph Heer)

Das OK gibt an, zu keiner Zeit, weder für den Verein noch für die Sponsoren, ein finanzielles Risiko eingegangen zu sein. Martin Meile erklärt dahin gehend: «Das Oktoberfest ist das finanzielle Standbein der Metallharmonie Dussnang-Oberwangen. Die Einnahmen sichern uns jeweils ein ganzes Vereinsjahr, da lohnt es sich, bis zur letzten Sekunde zu kämpfen.»

Kaum machbarer Aufwand

Doch gewissenhaft kam man nun zum traurigen, jedoch wohl richtigen Entscheid, das Fest abzusagen. Die Gesundheit aller Beteiligten sei das Wichtigste und Risiken würden absolut keine eingegangen. Die Situation mit den Ansteckungen ist nach wie vor kritisch und es muss davon ausgegangen werden, dass auch der Kanton Thurgau die Personenbeschränkungen und Auflagen für kommende Veranstaltungen verschärfen könnte. «Stand heute, müsste die Hörnlihalle in zwei Sektoren mit 300 Personen aufgeteilt werden. Zudem müssten im Eingangs- und Toilettenbereich die Abstände von anderthalb Metern eingehalten werden, das zu organisieren wäre ein zu grosser und für uns ein nicht machbarer Aufwand. Auch würden so die Kosten ungebremst in die Höhe schnellen», sagt Martin Meile.

So musste nun auch die MHDO Vernunft und Verantwortungsbewusstsein beweisen. Verständlicherweise lange hat man gekämpft und nicht aufgegeben, schlussendlich obsiegt aber leider auch in diesem Fall das Coronavirus.

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