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In Stettfurt zügelt die Verwaltung zurück in ihr Bijou

Nach rund acht Monaten sind die Sanierungsarbeiten am 1777 erbauten Gemeindehaus abgeschlossen. Die Stettfurter Bürger erwartet ein renoviertes Innenleben mit neuem Empfangsschalter und erneuertem Kulturkeller.
Samuel Koch
Gemeindepräsident Markus Bürgi und Gemeindeschreiberin Janine Bohner unterhalten sich im frisch renovierten und noch unmöblierten Sitzungszimmer im Obergeschoss. (Bilder: Reto Martin)

Gemeindepräsident Markus Bürgi und Gemeindeschreiberin Janine Bohner unterhalten sich im frisch renovierten und noch unmöblierten Sitzungszimmer im Obergeschoss. (Bilder: Reto Martin)

Das Gesicht hat sich kaum sichtbar verändert, abgesehen vom neuen Parkplatz und dem behindertengerechten Zugang. Hinter der Fassade des Gemeindehauses an der Dorfstrasse 2 ist in den vergangenen Monaten aber einiges gegangen, nachdem das Stimmvolk im Frühling 2017 einem Kredit über 1,17 Millionen Franken zustimmte.

Im Innern des Gemeindehauses riecht es noch nach frischer Farbe. Der hölzerne Boden sticht ins Auge, den vorher ein grauer Teppich überspannte. «Hier haben wir unseren neuen Empfangsschalter», sagt Gemeindepräsident Markus Bürgi bei einer Begehung mit Bauleiter Christoph Biedermann.

Ein Blick in den neu gestalteten Empfangsraum mit Schalter.

Ein Blick in den neu gestalteten Empfangsraum mit Schalter.

Dafür brachen die Bauarbeiter einen Teil der Wand heraus, die aber nicht schon vom ursprünglich als Gaststube betriebenen Gebäude aus dem 18. Jahrhundert stammt, sondern von der letzten Renovation des Gemeindehauses in den 1980er-Jahren. So entsteht nun ein Empfangsraum, in welchem die Steuerbeamtin vor der Sanierung die Besucher quasi direkt an ihrem Pult willkommen hiess. «Das wird jetzt mit dem Schalter viel diskreter», meint Bürgi.

Kleineres Büro für den Gemeindepräsidenten

Markus Bürgi, Gemeindepräsident Stettfurt.

Markus Bürgi, Gemeindepräsident Stettfurt.

Insgesamt schrieben sich die politische Gemeinde und Bauleiter Biedermann auf die Fahne, «den Bestand möglichst zu erhalten». So blieben sämtliche Fenster des Bijous bestehen, sind nun aber besser isoliert. Als einzige Räume erfuhren die Technik im Parterre und die Küche im Obergeschoss eine Nutzungsänderung. In ersterem ist neu die Küche eingerichtet, im OG wiederum das neue Büro des Gemeindepräsidenten. Im grössten Büro waltet neu also nicht mehr der Gemeindepräsident seines Amtes, sondern die Steuerbehörde.

«Es ist sinnlos, als Gemeindepräsident mit 30-Prozent-Pensum im grössten Büro zu sitzen»

sagt Gemeindepräsident Bürgi. Die Technik ist neu im Estrich und das Archiv im Nebengebäude untergebracht, womit im OG ein Zimmer frei wurde. «Darin legen wir vielleicht bald die öffentlichen Auflagen aus», meint er.

Die neue Malerei an der Fassade des Gemeindehauses.

Die neue Malerei an der Fassade des Gemeindehauses.

Spürbare Vorfreude bei allen Beteiligten

«Etwas stimmt nicht», sagt Bauleiter Biedermann, angesprochen auf die ausgebesserte Fassadenmalerei. Wenn er die umliegenden Häuser anschaue, könne die Wandmalerei nicht von 1777 sein, «sondern sie wurde irgendwann später noch aufgewertet». Im Keller, den Gemeindepräsident Bürgi liebevoll «kulturellen Leuchtturm» nennt, ist die Feuchtigkeit grösstenteils beseitigt und der Boden geebnet. Zudem stehen den Gästen des Kulturkellers neu im Nebengebäude ein WC und den Künstlern ein Aufenthaltsraum zur Verfügung.

Bis zur nächsten Veranstaltung am 16. November dauert es aber noch. Bereits diese Woche zügeln die Mitarbeitenden ins frisch renovierte Gemeindehaus. «Die Vorfreude ist bei allen spürbar gross», sagt der Gemeindepräsident. Und auch finanziell liegt die Sanierung im Kostenrahmen, Bürgi prognostiziert trotz teils noch offener Rechnungen mit einer Punktlandung.

Zwei Tage geschlossen wegen Züglete

Nachdem die Umbauarbeiten im Gemeindehaus nun abgeschlossen sind, stehen am Dienstag und Mittwoch, 7. und 8. November, Umzugsarbeiten auf dem Programm. Aufgrund der Züglete vom Provisorium beim Tscharnerhaus zurück ins Gemeindehaus bleibt die Gemeindeverwaltung geschlossen. Ab Freitag, 9. November, stehen die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung der Bevölkerung an der Dorfstrasse 2 wieder wie gewohnt zur Verfügung. Am 29. November, von 16 bis 19 Uhr, gibt es die Möglichkeit für Besichtigungen. (sko)

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