«Es geht uns um den symbolischen Charakter»: Diessenhofer Stadtrat verzichtet auf die Hälfte des Sitzungsgeldes

Diessenhofen erwartet, dass die Steuereinnahmen 2021 aufgrund der Coronapandemie um 200'000 Franken geringer ausfallen. Nun will der Stadtrat dank drei Massnahmen rund 19'000 Franken sparen.

Rahel Haag
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Das Städtchen Diessenhofen.

Das Städtchen Diessenhofen.

Bild: Andrea Stalder

Die Coronapandemie wird voraussichtlich ein Loch in die Diessenhofer Stadtkasse reissen. Die Stadtgemeinde rechnet aufgrund der Krise im Budget 2021 vorläufig mit 200'000 Franken weniger Steuereinnahmen. Stadtpräsident Markus Birk sagt:

«Ich bin froh, wenn es nicht noch schlimmer kommt.»
Markus Birk, Stadtpräsident.

Markus Birk, Stadtpräsident.

Bild: Andrea Stalder

Diese Feststellung hat die Finanzkommission der Stadt veranlasst, beim Stadtrat Sparmassnahmen in eigener Sache beliebt zu machen. Mit Erfolg. In seiner Sitzung vom 16. Juni hat der Stadtrat folgende drei Massnahmen beschlossen:

  1. Die Stadtratsmitglieder verzichten im laufenden Jahr auf die Hälfte ihres Sitzungsgeldes
  2. Externe Kommissionsmitglieder werden angefragt, ob sie bei der Aktion mitmachen möchten
  3. Die bei der Stadtverwaltung geplante Lohnsummenanpassung 2021 soll um 10'000 Franken reduziert werden.

Alles in allem sollen auf diese Weise rund 19'000 Franken eingespart werden. Birk sagt:

«Das ist zwar keine riesige Summe, aber es geht uns um den symbolischen Charakter.»

Die Kommissionen würden bei ihren nächsten Sitzungen angefragt, ob auch sie auf die Hälfte ihres Sitzungsgeldes verzichten. Ein erstes positives Signal gebe es von der Ortsplanungskommission – dort haben sämtliche externen Mitglieder zugesagt. Zudem wird der Ortsplaner freiwillig einen Teil der geleisteten Stunden nicht in Rechnung stellen.

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