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Es geht um 3,4 Millionen: Münchwilen stimmt im Herbst über den Verkauf dreier Liegenschaften ab

Der Münchwiler Gemeinderat hat das Abstimmungsdatum für den Verkauf der drei Liegenschaften an der Waldeggstrasse festgelegt. Über den Baukredit für einen neuen Werkhof wird der Souverän separat befinden.
Roman Scherrer

«Es ist nicht nötig, dass die öffentliche Hand als Vermieterin wirkt», sagt Münchwilens Gemeindepräsident Guido Grütter. Bereits im Herbst 2017 hat der Gemeinderat deshalb bekanntgegeben, das Wohnhaus an der Waldeggstrasse 4 verkaufen zu wollen. Genau wie die angrenzenden Liegenschaften mit den Hausnummern 5 und 7, die bisher als Asylunterkunft und Werkhof genutzt werden. Die drei Gebäude weisen einen hohen Sanierungsbedarf aus, der – gemessen am Nutzen – aus Sicht des Gemeinderats nicht zu rechtfertigen ist.

Für den Verkauf der drei Liegenschaften hat die Behörde im vergangenen Jahr ein sogenanntes Investorenkonkurrenzverfahren durchgeführt. Dabei durften sich Teams beteiligen, die sich aus Investor, Architekt und Landschaftsarchitekt zusammensetzen. Gewonnen hat schliesslich das Wohnüberbauungsprojekt «Riverenza» mit der HRS Investment AG als Investorin. Ob die Gemeinde dem Unternehmen das Land für 3,4 Millionen verkaufen wird, entscheiden die Münchwiler Stimmbürger an der Urne. Der Gemeinderat hat den Termin dafür auf den 20. Oktober festgelegt.

Drei Mehrfamilienhäuser

Für die vorgesehene Überbauung der drei Grundstücke an der Waldeggstrasse sind bei der Gemeinde Münchwilen ursprünglich elf Bewerbungen eingegangen. Eine Jury wählte fünf für das weitere Verfahren aus. Das Rennen machte schliesslich die HRS Investment AG mit dem Projekt «Riverenza». Vor allem, weil sie mit 3,4 Millionen Franken den höchsten Landkaufpreis geboten hatte. Der Kaufpreis wurde im Wettbewerb mit 50 Prozent stärker gewichtet als das öffentliche Partizipationsverfahren (20 Prozent) und die Jury-Wertung (30 Prozent). «Riverenza» besteht aus drei fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern. Das Erdgeschoss des südlichsten Gebäudes ist für Gewerbe und Gastronomie vorgesehen.

Zwei weitere Varianten für neuen Werkhof-Standort

Guido GrütterGemeindepräsident Münchwilen

Guido Grütter
Gemeindepräsident Münchwilen

«Ursprünglich haben wir beabsichtigt, gleichzeitig über den Verkauf und den Baukredit für den neuen Werkhof abstimmen zu lassen», erklärt Guido Grütter. Denn mittlerweile seien zum ursprünglich vorgesehenen Anbau ans Feuerwehrgebäude zwei weitere Standort-Varianten für den Werkhof an den Gemeinderat herangetragen worden. Eine davon wäre eine Mietlösung in einer sich im Bau befindenden Industriehalle bei der Abwasserreinigungsanlage. Die dritte Variante befinde sich auf einem Grundstück, das noch nicht entsprechend eingezont ist.

Momentan sei der Anbau beim Feuerwehrgebäude die beste Variante, sagt Grütter. «Unter anderem, weil das Land bereits der Gemeinde gehört.» Für den Anbau hat der Gemeinderat im vergangenen Jahr bereits ein Planerwahlverfahren durchgeführt.

«Nun wollen wir die beiden anderen möglichen Lösungen zuerst seriös prüfen.»

Über den Baukredit für den neuen Werkhof werden die Münchwiler deshalb voraussichtlich im Jahr 2020 abstimmen. Welche Variante dann Gegenstand der Abstimmung sein wird, ist derzeit noch offen. Über eine neue Asylunterkunft werden die Stimmbürger nicht befinden. Der Gemeinderat hat bereits beschlossen, dass er für Flüchtlinge künftig dezentrale Mietlösungen vorsieht.

Den Erlös durch den Verkauf der drei Liegenschaften will der Gemeinderat in den Werkhof und andere «noch nicht klar definierte» Projekte reinvestieren. Diesbezüglich verweist Guido Grütter auf eine allfällige Mehrzweckhalle in Oberhofen, für die eine Interessengemeinschaft der Schule und der Gemeinde einen entsprechenden Antrag eingereicht hat.

Grosser Widerstand gegen den Verkauf habe sich noch nicht geregt. Eine Abstimmungsprognose wagt Guido Grütter aber nicht, denn:

«Der Abstimmungskampf beginnt erst, wenn die Botschaften verschickt sind.»

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