Es geht nichts über das Gespräch, stellt die Frauenfelder Lehrerschaft an ihrer Weiterbildung fest

Hundertschaften von Frauenfelder Lehrerinnen und Lehrer setzten sich mit dem Thema «Im Dialog mit Kindern» sowie mit Medien und Informatik auseinander

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Lehrerinnen tauschen sich an der Klaustagung der Schule Frauenfeld aus.

Lehrerinnen tauschen sich an der Klaustagung der Schule Frauenfeld aus.

(Bild. PD)

(red) Schulpräsident Andreas Wirth zeigte sich nach den Veranstaltungen sehr zufrieden: «Die Themen beider Tagungen waren sehr gut gewählt, die Lehrerinnen und Lehrer konnten viel von den Inhalten der Referate aber auch voneinander profitieren».

Rund 400 Lehrpersonen der Primar- und Sekundarschulgemeinde Frauenfeld nahmen an der diesjährigen Klaustagung teil. Während die Primarschule den Anlass unter das Motto «Im Dialog mit Kindern» gestellt hatte, setzte sich die Sekundarschule hauptsächlich mit dem Bereich Medien und Informatik auseinander.

«Für den Dialog braucht es zwei.» Dieser Satz im Einstieg des Referats von Franziska Vogt und Markus Schatzmann von der Pädagogischen Hochschule St. Gallen bei der Primarschultagung begleitete die Teilnehmenden den ganzen Morgen. Von der frühen Förderung über die gesamte Schulzeit sei der Dialog äusserst wichtig. Durch ihn lernen Kinder kommunizieren und ihre sprachlichen Fähigkeiten zu verbessern.

Im Dialog bleiben mit Schülerinnen und Schülern

Als Grundlagen erwähnte Franziska Vogt zum Thema «Sprich mit mir», man müsse dem Kind Aufmerksamkeit schenken, mit ihm sprechen, aber auch ihm zuhören und seine Signale wahrnehmen, um ihm den Spracherwerb zu ermöglichen. Das brauche aber auch entsprechende Elternbildung. Im Unterricht, so zeigt es eine Analyse von über 225 Studien aus 30 Ländern, würden Schülerinnen und Schüler sehr ungleich häufig am Klassengespräch teilnehmen.

Für die Lehrpersonen sei es deshalb wichtig, mit möglichst allen ihren Schülerinnen und Schülern längere Dialoge zu starten, um den Kindern den besseren Umgang mit der Sprache beizubringen. Im ersten Zyklus stand der Dialog in der Spielbegleitung und der Sprachförderung besonders im Zentrum. Im Schulalltag integriert - so wurde bewusstgemacht - können die Kinder im Dialog mit den Strategien der Sprachförderung gefördert werden.

Im Gespräch an die Sichtweise der Kinder anknüpfen

Für den zweiten Zyklus steht der Dialog im Zentrum, wenn es darum geht, an einem gemeinsamen Gegenstand Fragen zu entwickeln und zu entdecken. Das Gespräch ermöglicht es gemäss den Referenten, an den Perspektiven der Kinder anzuknüpfen. Gruppenarbeiten, separat in den beiden Zyklen, vertieften die theoretisch erworbenen Fähigkeiten.

Die beiden Referenten erklärten zusammenfassend:

«Dialog ist der Grundstein der sprachlichen und kognitiven Entwicklung»

Längere, vertiefende Dialoge, Dialoge des gemeinsam entwickelnden Denkens seien im Unterricht eine Herausforderung und eine Chance. Tipps, die die anwesenden Lehrpersonen ohne grosse Vorbereitung rasch in den Unterricht einbauen können.