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Mammern: Neuer Pächter für den «Klingenzellerhof» gesucht

Die Umbauarbeiten beim Restaurant Klingenzellerhof in Mammern sind seit Anfang Jahr in Gange. Aktuell sucht die Katholische Kirchgemeinde Untersee-Rhein einen geeigneten Pächter.
Rahel Haag
Baustelle: Wo sonst Wanderer eine Pause machen und die Aussicht geniessen, sind aktuell Handwerker zugange. (Bild: Andrea Stalder)

Baustelle: Wo sonst Wanderer eine Pause machen und die Aussicht geniessen, sind aktuell Handwerker zugange. (Bild: Andrea Stalder)

Ein Gerüst umschliesst das Restaurant Klingenzellerhof. Auf dem Dach sitzt ein Zimmermann, von drinnen ist ein Radio und das Kreischen einer Säge zu hören. «Ich war vor zwei Wochen das letzte Mal hier», sagt Thomas Holenstein, bevor er das Haus betritt. Er ist Mitglied der Kirchenvorsteherschaft der Katholischen Kirchgemeinde Untersee-Rhein und verantwortlich für das Ressort Liegenschaften. Zudem vertritt er die Bauherrschaft. «Ich bin gespannt, was sich unterdessen getan hat.»

Rund 1,3 Millionen Franken investiert die Kirchgemeinde in den Umbau des «Klingenzellerhofs». Über dem Restaurant entstehen zusätzlich drei Wohnungen: eine mit fünfeinhalb sowie zwei mit je zweieinhalb Zimmern. Ab Oktober sollen sie bezugsbereit sein. Vier Interessenten gibt es bereits.

Gutbürgerliche Küche, nichts Gehobenes

Die Suche nach einem geeigneten Pächter gestaltet sich derweil «schwieriger als erwartet», wie es Holenstein formuliert. Zwar konnten bereits einige Gespräche geführt werden, doch eine Zusage gab es noch nicht. «Dementsprechend ist das Restaurant noch zu haben.» Er lächelt. Es sei schwierig, wenn man den Interessenten nichts zeigen kann. Er zuckt mit den Schultern. Im Innern des Gebäudes braucht es tatsächlich viel Fantasie, um sich vorzustellen, wie es im Restaurant einmal aussehen soll. Abgesehen von den Toiletten steckt alles noch im Rohbau. «Wir hoffen, dass es mit der Suche besser läuft, wenn die neue Küche eingebaut ist», sagt Holenstein.

Eine Vorstellung davon, wie der zukünftige Pächter sein soll, hat die Kirchgemeinde aber bereits: «Wir wünschen uns jemanden, der bereits Erfahrung hat.» Eine fundierte Fachkraft, die gutbürgerliche Küche anbietet. «Wir wollen nichts Gehobenes», sagt Holenstein. Vor allem solle der künftige Pächter gastfreundlich und bodenständig sein. «Es geht nicht um Profit.» Der «Klingenzellerhof» sei eine Herzensangelegenheit. Er mache die Arbeit ehrenamtlich, fügt er an. Zudem wünschten sie sich jemanden, der Interesse an einem langfristigen Engagement habe. Obwohl der Umbau im Oktober abgeschlossen werden soll, wird das Restaurant frühestens im Frühling 2019 wiedereröffnet werden. Dann, wenn auch die Wanderer und Pilger wieder unterwegs sind. «So bleibt dem künftigen Pächter zudem Zeit, sich einzurichten.»

Die Kirchgemeinde sei guten Mutes, dass der Termin im Oktober eingehalten werden kann. Den Umbau übernimmt das Architekturbüro Frei aus Frauenfeld. Die Planung begann bereits vor anderthalb Jahren.

Kirchgemeinde ist sich der Verantwortung bewusst

Neben dem Restaurant steht die Kirche Klingenzell aus dem Jahr 1704. Sie macht den Weiler nicht nur zum Wallfahrtsort, sondern auch bei Brautpaaren beliebt. «Ich habe selber hier geheiratet», sagt Holenstein. Auch für die Verliebten soll der «Klingenzellerhof» in neuem Glanz erstrahlen. «Klingenzell soll eine Perle werden – und bleiben.» Mit dem Umbau trage die Kirchgemeinde eine Verantwortung. «Dem sind wir uns bewusst.»

Mesmer und Pächter

Vor vier Jahren hörten das Ehepaar Patricia und Niklaus Dähler als Wirte im Restaurant Klingenzellerhof auf. Sie hatten es während 26 Jahren geführt. «Damals beschlossen wir, den Umbau in Angriff zu nehmen», sagt Thomas Holenstein. Zur gleichen Zeit fusionierten die Kirchgemeinden Klingenzell, Mammern und Eschenz. Es entstand die Katholische Kirchgemeinde Untersee-Rhein. «Ohne die Fusion wäre der Umbau aus finanziellen Gründen nicht möglich gewesen», sagt Holenstein. Von 2014 bis Ende des vergangenen Jahres übernahm Felix Städler, Mesmer der Kirche Klingenzell, die Pacht des «Klingenzellerhofs». (rha)

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