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Erstmals seit Jahren beziehen weniger Personen im Thurgau Sozialhilfe

Im Kanton Thurgau wurden 2018 deutlich weniger Personen von der Sozialhilfe unterstützt als im Vorjahr. Die Sozialhilfequote ging auf 1,6 Prozent zurück. Die Entwicklung spiegelt sich auch in den Sozialhilfeausgaben der Thurgauer Gemeinden: Diese haben erstmals seit zehn Jahren deutlich abgenommen.
(Bild: Christian Beutler/Keystone)

(Bild: Christian Beutler/Keystone)

(red) Die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt führte im Jahr 2018 zu einer Entspannung bei der Sozialhilfe. Erstmals seit 2008 hat die Zahl der Sozialhilfebezügerinnen und -bezüger im Kanton Thurgau wieder deutlich abgenommen. Insgesamt 4353 Personen bezogen mindestens einmal im Laufe des Jahres 2018 Leistungen aus der Sozialhilfe. Das sind fast 400 Personen weniger als im Vorjahr.

Dies teilen die Dienststelle für Statistik und das Sozialamt des Kantons Thurgau am Freitag mit. Die Zahl der Sozialhilfefälle nahm ebenfalls ab – vor allem deshalb, weil weniger neue Fälle dazu kamen.

Der Rückgang bei der Zahl der Sozialhilfebezüger wirkte sich auch auf die ausbezahlten Leistungen aus. Die Brutto-Sozialhilfeausgaben der Thurgauer Gemeinden sanken 2018 um 4,8 Millionen Franken auf 91,4 Millionen Franken, was die grösste Abnahme innerhalb der vergangenen zehn Jahre ist. Da gleichzeitig etwas mehr Rückerstattungen eingingen, nahmen die Nettoausgaben noch deutlicher ab als die Bruttoausgaben (minus 5,6 Millionen Franken oder minus 14 Prozent). Netto wendeten die Thurgauer Gemeinden 33,9 Millionen Franken für die Sozialhilfe auf.

Sozialhilfequote sinkt auf 1,6 Prozent

Die Sozialhilfequote – das heisst der Anteil der unterstützten Personen an der Wohnbevölkerung – sank 2018 auf 1,6 Prozent (2017: 1,8). Im Vergleich zu anderen Kantonen ist sie im Thurgau tief.

Die kantonsweit höchste Sozialhilfequote hatte mit 4,6 Prozent Arbon. Mit Ausnahme von Weinfelden lag die Sozialhilfequote aber auch in den anderen Gemeinden mit mehr als 10'000 Einwohnern über dem Thurgauer Durchschnitt.

Im Jahr 2018 waren weniger Sozialhilfebeziehende auf Stellensuche

Zum Rückgang bei den Sozialhilfeempfängern im Kanton Thurgau hat unter anderem eine Abnahme der unterstützten Personen auf Stellensuche beigetragen. Gegenüber dem Vorjahr ging ihre Zahl um fast 300 Personen zurück (minus 18 Prozent). Mit einem Anteil von 40 Prozent machten sie jedoch auch 2018 die grösste Gruppe der 15- bis 64-jährigen Sozialhilfebeziehenden aus.

Die Zahl der Sozialhilfebeziehenden, die nicht im Erwerbsleben stehen, hat gegenüber dem Vorjahr ebenfalls abgenommen. Dafür gab es wieder mehr Personen, die trotz einer Arbeitsstelle auf Sozialhilfe angewiesen waren.

Die Publikation «Sozialhilfeausgaben der Gemeinden 2018, Schweizerische Sozialhilfestatistik 2018» mit Details und weiteren Analysen kann unter www.statistik.tg.ch heruntergeladen werden.

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