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Erste Phase der Ortsplanungsrevision: Gemeinde Münchwilen führt Umfrage in der Bevölkerung durch

Mittels Umfrage holt die Gemeinde Münchwilen die Bedürfnisse der Bevölkerung zur Ortsplanung ein. Bis 2025 soll die Ortsplanungsrevision abgeschlossen sein.
Roman Scherrer
Blick Richtung Süden übers Münchwiler Zentrum: Fünf Hektaren kann der Bezirkshauptort noch einzonen. (Bild: Olaf Kühne)

Blick Richtung Süden übers Münchwiler Zentrum: Fünf Hektaren kann der Bezirkshauptort noch einzonen. (Bild: Olaf Kühne)

Wie beurteilen Sie die Ruhe in Ihrem Quartier? Welche Wohnform würden Sie für sich in Zukunft als ideal bezeichnen? Mit welchem Verkehrsmittel legen Sie grössere Distanzen zurück? Dies und einiges mehr will die Gemeinde Münchwilen derzeit von ihren Einwohnern erfahren.

Im Zusammenhang mit der Ortsplanungsrevision hat sie eine Umfrage gestartet, um die Bedürfnisse der Bevölkerung zu erfassen. «Das ist sehr wichtig und gehört zu diesem Prozess», sagt Münchwilens Gemeindepräsident Guido Grütter. Online oder auf Papier kann die Umfrage ausgefüllt werden. Man hätte auch die Möglichkeit gehabt, die Anliegen der Bevölkerung zur Ortsplanung an einer Versammlung zu erfahren.

Von Versammlung abgesehen

Der Gemeinderat hat aber bewusst davon abgesehen, nicht zuletzt, weil man möglichst vielen Einwohnern die Möglichkeit geben will, sich zu beteiligen. «Eine Versammlung ist immer auch eine Schwelle», sagt Grütter. Nur schon, weil die Leute zu einer bestimmten Zeit anwesend sein müssten. «So kann jetzt jeder die Umfrage in der Bahn oder am freien Sonntagnachmittag ausfüllen.»

Natürlich könne man im Ortsplanungsprozess nicht auf individuelle Wünsche, wie etwa ein grösseres Vorgärtchen, eingehen. «Wenn wir aber mehrere ähnliche Rückmeldungen zu Themen wie Ruhe, Sicherheit oder Verkehr erhalten, dann können wir eindeutige Bedürfnisse ausmachen, die wir auch in den Prozess einfliessen lassen», erklärt Grütter.

Auswertung steht noch aus

Guido GrütterGemeindepräsident Münchwilen

Guido Grütter
Gemeindepräsident Münchwilen

Ausgewertet sind die Antworten noch nicht, bis im September will die Gemeinde die Umfrage weiterführen. «Wir stehen erst am Anfang der Ortsplanungsrevision», sagt Guido Grütter. Mitte 2020 sollen die Ist-Analyse und die Chancen, welche der Ortsplaner ausgemacht hat, präsentiert werden – im Sinne eines Masterplans. Dieser wird etwa aufzeigen, wo verdichtet und wo aufgezont, also höher gebaut, werden könnte. Grütter sagt:

«Wir gehören glücklicherweise zu den Gemeinden, die noch einzonen können. In Münchwilen sind es fünf Hektaren.»

Ob man jetzt schon grössere Einzonungen vornehmen wird, sei noch offen. Ebenso sei es denkbar, dass man in der Vorstufe, im Richtplan, erst einmal die Weichen dafür stellt.

Ab Mitte des kommenden Jahres sollen die Ergebnisse der umfassenden Analyse des Ortsplaners in Münchwilen öffentlich diskutiert werden. «Dann wird die Planung immer weiter verfeinert», sagt Grütter.

Paket mit Schutzplan und Energierichtplan

Gleichzeitig wird der Gemeinderat einen Energierichtplan und einen Schutzplan ausarbeiten. «Das ergibt dann ein ganzes Planungsset.» Was den Schutzplan betrifft, macht Guido Grütter kein Geheimnis daraus, dass der Gemeinderat anstrebt, dass bei einigen für Münchwilen wenig bedeutenden Bauten der Schutz aufgehoben wird.

«Im Zeitraum 2022/2023 werden die Pläne aufgelegt», sagt Grütter. Schliesslich werden die Münchwiler Stimmbürger an der Gemeindeversammlung über die umfassende revidierte Ortsplanung abstimmen können. «Spätestens 2025 wird sie dann genehmigt sein.»

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