Erste Kinobesucher im Frauenfelder Cinema Luna lehnen sich zurück und tauchen in eine andere Welt ein

Kinobesuche sind wieder erlaubt. Nichts wie hin, sagen sich mehrere Cineasten und erzählen, warum sie das Cinema Luna ausgesucht haben.

Andreas Taverner
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Der Eingangsbereich vom Cinema Luna.

Der Eingangsbereich vom Cinema Luna.

Bild: PD

Zu den ersten Kinobesuchern am Freitagabend im Cinema Luna gehören Jürg und Marianne Howald aus Ettenhausen. «Der Fernseher war nur eine Notlösung für das Kino», sagt sie auf die Frage, wie sie die pandemiebedingte Zeit ohne Kino empfunden hat. Es sei jetzt das erste Mal, dass sie nach Corona wieder ins Kino gehe.

Viel lieber Kino statt Fernseher: Marianne und Jürg Howald.

Viel lieber Kino statt Fernseher: Marianne und Jürg Howald.

Bild: Andreas Taverner

Unterdessen hat Jürg Howald die beiden Tickets für den Thriller namens 7500 abgeholt. Der Streifen spielt ausschliesslich im Cockpit eines Airbus-Flugzeuges A319. «Ich flog früher selbst kleine Flugzeuge, wie die Piper oder die Cessna», sagt Jürg Howald zu seinem Bezug zum Film.

Ins Kino zu gehen, ist für Joggi Rieder aus Frauenfeld vergleichbar mit dem Eintauchen in eine andere Welt. Er sagt:

«Die Auseinandersetzung mit den Themen wie Tod oder Verzweiflung faszinieren mich.»
Mögen Schönheit, Tod und Verzweiflung: Moni und Joggi Rieder.

Mögen Schönheit, Tod und Verzweiflung: Moni und Joggi Rieder.

Bild: Andreas Taverner

Er ergänzt, dass im «Luna» eben Filme gezeigt werden, die in anderen Kinos nicht ausgestrahlt würden. «Wenn wir in Frauenfeld schon solche Filme geniessen können, die im echten Leben spielen, gehe ich sie auch gerne anschauen», sagt Moni Rieder.

Kathrin Abt aus Frauenfeld kommt nur ins Kino, um zwei Gutscheine zu erwerben. «Meine Kollegin hat am Sonntag Geburtstag», sagt sie und verschwindet so rasch, wie sie gekommen ist. Sabine und Jan Hoppenstedt aus Wäldi hingegen sind wegen des Films «Le milieu de l’horizon» nach Frauenfeld gekommen. Dieser Film handelt unter anderem von Eifersucht, Missgunst und verletzten Eitelkeiten, als im Sommer 1976 eine kaum zu ertragende Hitzewelle herrscht. Sie sagt:

Zwei bleiben, und eine kauft sich nur rasch zwei Gutscheine: Sabine und Jan Hoppenstedt sowie Kathrin Abt.

Zwei bleiben, und eine kauft sich nur rasch zwei Gutscheine: Sabine und Jan Hoppenstedt sowie Kathrin Abt.

Bild: Andreas Taverner
«Ich bin hier, um mit Hilfe des Films etwas Französisch zu lernen. Und Jan, um seine Sprachkenntnisse zu verbessern.»

Ausserdem gefallen beiden die wunderbaren Landschaftsbilder, die sie vorgängig im Thriller gesehen haben. «Am Mittwochabend hatte ich Zeit, um den Artikel über den Film zu lesen», erklärt Jan Hoppenstedt. So wurde er auf den Film aufmerksam.

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