Erste Blicke auf neue Ortsplanung in Fischingen

Die Gemeinde im Hinterthurgau revidiert nach mehr als 20 Jahren die Grundlagen der lokalen Raumentwicklung.

Christoph Heer
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Die Fischinger prüfen erste Details auf den neuen Plänen.

Die Fischinger prüfen erste Details auf den neuen Plänen.

(Bild: Christoph Heer)

Hauptsächlich sind es Grundeigentümer, Landbesitzer und Gewerbetreibende, die am Samstagmorgen den Weg in die Sonnenhofturnhalle in Fischingen finden. Aber auch Inhaber verschiedenster Ämter seitens Politik, Sport und Kultur sind anwesend, als Gemeindepräsident René Bosshart und Raumplaner Christoph Brugger die öffentliche Informationsveranstaltung zur Ortsplanungsrevision eröffnen.

Gut 70 Interessierte sind es, die sich die Zonenpläne verinnerlichen und sich in Gesprächen mit Gleichgesinnten darüber austauschen. Noch sind es aber nur zögerliche Meinungsäusserungen zur Ortsplanungsrevision, denn die Pläne sind an dieser Stelle für die hiesigen Einwohner zum ersten Mal ersichtlich. «Die Richt- und Zonenpläne haben heute wohl die meisten zum ersten Mal gesehen.

Vorschläge und Ideen fliessen ein

Diese Informationsflut kann nicht in wenigen Stunden verarbeitet werden, aber sie soll dazu veranlassen, dass man sich jetzt damit befasst. So kann die siebenköpfige Planungskommission nun Vorschläge zu Anpassungen und Ideen in die weitere Ortsplanung einfliessen lassen», sagte Gemeindepräsident René Bosshart.

Es ist am Samstagmorgen eine ruhige Angelegenheit, ob das daran liegt, dass die ganze Ortsplanungsrevision – für den Normalbürger – noch in den Kinderschuhen steckt, sei dahin gestellt. Fragen wurden dahingehend nur wenige gestellt und Ängste schon gar nicht geäussert.

Vielmehr informierten sich die Anwesenden untereinander und anhand der aufgelegten Pläne. Der Tenor scheint hierbei jedoch klar zu sein. Die Gemeinde Fischingen soll sich nicht mehr gross verändern. Natürlich sind stete Anpassungen und Umzonungen nötig, doch im Grossen und Ganzen gefällt es den meisten so, wie es ist. Jemand sagt ein:

«Leer stehende Gebäude sollen genutzt oder abgerissen werden, damit Ressourcen besser erschlossen werden können.»

Eine Dame meint bezüglich Dorfbild, dass man mehr auf das Äussere bei Neubauten achten soll. «Es wird Neubauten geben, die mir optisch gar nicht gefallen. Es ist schade, wenn unsere Gemeinde so verschandelt wird.» Ihr ist jedoch bewusst, dass die Geschmäcker stets verschieden sind. «Trotzdem, das Neue soll dem Alten angepasst sein.»

Lebensqualität erhalten, Ortsbilder verschönern

Anhand der Grundlagenanalyse werden mehrere Ziele für die Ortsplanungsrevision festgelegt. Der Fortbestand einzelner Ortsteile, unter Erhaltung der Lebensqualität und Berücksichtigung bestehender Infrastruktur, die Siedlungsentwicklung nach innen, gute ÖV-Erschliessung, ausreichendes Wohnangebot für ältere Mitmenschen, oder, die Landwirtschaft in ihrer Entwicklung zu fördern, sind nur einige davon.

Gezielt wird auch die optische Verbesserung der Gemeinde in Angriff genommen. So heisst es, dass unter anderem die Ortseingänge in ihrer Gestaltung verbessert und die Verkehrssicherheit erhöht werden sollen. Tempo 30 in Wohngebieten wird ebenso geprüft – zur Sicherheit aller.