Ersatzwahl
«Sehr zufrieden»: Mit Moritz Eggenberger liegt im Kampf ums Stadtpräsidium Steckborn ein Einheimischer in Front –Patrizio Fusco nimmt sich aus dem Rennen

Im Kampf ums Stadtpräsidium von Steckborn liegt nach dem ersten Wahlgang vom Sonntag Moritz Eggenberger von der GLP in Front. Das absolute Mehr verpasst er allerdings, weshalb der zweite Wahlgang vom 31. Oktober entscheiden muss.

Margrith Pfister-Kübler
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Liegen im Rennen ums Stadtpräsidium vorn: Moritz Eggenberger und Roland Toleti.

Liegen im Rennen ums Stadtpräsidium vorn: Moritz Eggenberger und Roland Toleti.

Bild: Benjamin Manser

Noch ist kein Entscheid gefallen bei den Kampfwahlen um das Steckborner Stadtpräsidium. Keiner der vier Kandidaten erreichte am Sonntag das Absolute Mehr.

Moritz Eggenberger erzielt im ersten Wahlgang mit 466 Stimmen das beste Ergebnis. Das zweitbeste Ergebnis macht Roland Toleti mit 422 Stimmen. 178 Stimmberechtigte wählen Alfred Rickenbach, und Patrizio Fusco muss sich mit 50 Stimmen abfinden. Von total 2401 Stimmberechtigten sind 1229 gültige Stimmen eingegangen, wovon Vereinzelte 113 auf sich vereinen. Die Stimmbeteiligung beträgt 54,27 Prozent.

Ersatzwahl Stadtpräsidium Steckborn

1. Wahlgang
Moritz Eggenberger
GLP
466
Verfügbare Sitze: 1
Roland Toleti
parteilos
422
Alfred Rickenbach
parteilos
178
Patrizio Fusco
parteilos
50
Absolutes Mehr
615 Stimmen

Rickenbach überlegt es sich noch

Definitiv in den zweiten Wahlgang am 31. Oktober steigen Eggenberger und Toleti. Ob Rickenbach als Drittplatzierter die Herausforderung annimmt, werde er bis Mittwoch entscheiden, erklärte er auf Nachfrage. Er sagt: «Klar, ich habe mit mehr Stimmen gerechnet. Aber ich bin nicht am Boden zerstört, und die Stimmungslage ist nicht schlecht.» Rickenbach meint noch, dass man es im Wahlkampf untereinander gutgehabt habe, obwohl man ja nicht wisse, was im Hintergrund ablaufe.

«Ich hatte nur eine 25-Prozent-Chance. Mein Nachteil ist, dass ich nicht in Steckborn wohne und vielleicht auch mein Alter von 62 Jahren», sagt Fusco, der nicht definitiv nicht mehr antreten wird. Aber er habe schöne Erfahrungen gemacht und sei immer noch überzeugt, dass in Steckborn wieder Ruhe einkehrt.

Eggenberger strahlt: «Ich habe dieses Ergebnis erhofft. Ich bin sehr zufrieden und freue mich auf den zweiten Wahlgang.» Wie er die Zeit bis zum 31. Oktober nutzen will, dazu wollte er noch nichts Konkretes sagen. Nur so viel: «Noch ein Auftritt im Lokalfernsehen und aktiv bleiben auf persönlicher Ebene.» Auch Toleti zeigt sich begeistert und sagt: «Selbstverständlich trete ich für den zweiten Wahlgang an. Ich bin sehr optimistisch und freue mich riesig über mein Wahlresultat.»

Ersatzwahl Stadtrat: Marty und Lokmani obsiegen

Klare Ergebnisse gab es in Steckborn bei der Ersatzwahl von zwei Mitgliedern des Steckborner Stadtrates gleich im ersten Wahlgang. Mit dem Glanzresultat von 800 Stimmen wurde Stephan Marty (37, CVP, Konstruktionsleiter) in den Stadtrat gewählt.

Ebenfalls ehrenvoll gewählt wurde mit 666 Stimmen Ljutfi Lokmani (42, parteilos, Geschäftsführer). Beide neuen Stadträte zeigten sich am Wahlapéro am Sonntag im Stadthaus überglücklich über ihr gutes Wahlresultat. Das Absolute Mehr betrug 528 Stimmen. 161 Stimmen gingen an Vereinzelte, Gültige Wahlzettel gingen 1164 ein. Die Stimmbeteiligung lag bei hohen 52,19 Prozent.

Stephan Marty und Ljutfi Lokmani und gratulieren sich gegenseitig.

Stephan Marty und Ljutfi Lokmani und gratulieren sich gegenseitig.

Bild: Benjamin Manser

Nicht gewählt mit 482 Stimmen ist Marc Hoksbergen (55, parteils, Kundenberater). Auf Nachfrage sagte er:

«Die Steckborner Wählerinnen und Wähler haben mir jetzt zweimal gesagt, dass andere die bessere Wahl sind. Ich danke den 482 Stimmberechtigten, die es anders gedacht haben.»

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