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Ernährungsexpertin rät: Bei einer Allergie die Kita informieren

Kleinkinder entwickeln häufig Allergien auf Nahrungsmittel. Diese legen sich häufig mit zunehmendem Alter wieder, sagt die Ernährungsexpertin Karin Stalder.
Dinah Hauser
Karin Stalder, Ernährungsexpertin beim Aha-Allergiezentrum Schweiz. (Bild: Luca Christen)

Karin Stalder, Ernährungsexpertin beim Aha-Allergiezentrum Schweiz. (Bild: Luca Christen)

Eine Allergie ist eine Fehleinschätzung des Immunsystems. Es folgt eine Überreaktion, die in einigen Fällen tödlich enden kann. Bei Intoleranzen fehlt dem Körper ein Enzym – er kann die Nahrung nicht richtig verarbeiten. Dies kann zu Komplikationen führen.

Karin Stalder vom Aha-Allergiezentrum Schweiz bezeichnet die Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) als eine Sonderform bei den Intoleranzen. Gluten löst eine Autoimmunreaktion aus. «Die Schleimhäute im Dünndarm entzünden sich und werden geschädigt. Dies behindert die Nährstoffaufnahme», sagt Stalder.

Anti-Histaminika seien zwar beispielsweise bei einer Pollenallergie wirksam, aber bei Nahrungsmittelallergien gäbe es kein präventives Medikament. Einzig bei einer Laktoseintoleranz kann vor dem Verzehr von Milchprodukten eine Tablette eingenommen und so dem Verdauungstrakt das fehlende Enzym Laktase zugeführt werden. Laktase ist bei der Verdauung für die Spaltung von Milchzucker (Laktose) zuständig.

Temporäre Allergien bei Kleinkindern

Gemäss Allergiezentrum Schweiz gaben rund 30 Prozent der Schweizer Bevölkerung bei Umfragen an, auf Nahrungsmittel allergisch zu sein. «Nachweisbar sind es jedoch nur zwei bis sechs Prozent», sagt Ernährungsexpertin Karin Stalder. Eine Glutenunverträglichkeit, auch Zöliakie genannt, betreffe etwa ein Prozent und Laktoseintoleranz 15 bis 20 Prozent.

«Bei Kindern geht man davon aus, dass es weniger sind. Jedoch entwickeln Kleinkinder am häufigsten Allergien auf Nahrungsmittel, vertragen diese mit zunehmendem Alter oft wieder», sagt Ernährungsexpertin Stalder. Meist würden Milch, Eier, Weizen, Erdnüssen und Fisch nicht vertragen. Besonders Allergien auf Milch und Ei würden sich bis ins Schulalter wieder legen. «Falls nicht, kann im Jugendalter nochmals ein Allergietest durchgeführt werden», sagt Stalder. Fall dieser positiv ausfällt, so sei anzunehmen, dass die Allergie ein Leben lang bestehen bleibt.

Eltern sollten die Betreuer des Kindes über die Allergie informieren und diese instruieren, welche Nahrungsmittel weggelassen werden müssen. Bei Unverträglichkeiten sei es ebenfalls sinnvoll, den Kontakt zur Kita zu suchen, denn meist vertragen die betroffenen Kinder eine gewisse Menge des Nahrungsmittels. «So könnte ein Kind mit Laktoseintoleranz zum Beispiel beim Verzehr einer Sauce mit wenig Rahm keine Symptome aufweisen, aber ein Glas Milch zu trinken, ginge nicht», sagt Stalder.

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