Erhöhung des Thurgauer Beitrags an das Frauenhaus ist genehmigt

Ab 2019 zahlt der Thurgau jährlich doppelt so viel Geld an das Frauenhaus Winterthur wie bisher. Der Grosse Rat hat diese Erhöhung mit der Genehmigung des Budgets gutgeheissen.

Larissa Flammer
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Symbolbild von Gewalt gegen Frauen. (Bild: Fotolia)

Symbolbild von Gewalt gegen Frauen. (Bild: Fotolia)

Sieben Frauen und zehn Kinder aus dem Thurgau finden im Durchschnitt pro Jahr Schutz im Frauenhaus Winterthur. Wer ins Gebäude an der geheim gehaltenen Adresse flüchten muss, ist von Gewalt betroffen. Diverse weitere Thurgauerinnen erhalten zudem vom Frauenhaus-Team telefonische Beratung und Hilfe.

Zwischen dem Thurgau und dem Frauenhaus Winterthur besteht seit fünf Jahren eine Leistungsvereinbarung. 15'000 Franken zahlte der Kanton bisher jährlich. Doch die finanzielle Zukunft des Frauenhauses ist ungewiss. Die Stadt Winterthur hat angekündigt, die von ihr bisher zugesicherte Defizitgarantie zu überprüfen. Auch aus diesem Grund hat das Thurgauer Departement für Justiz und Sicherheit, dessen Chefin Cornelia Komposch ist, dem Regierungsrat vergangenen März eine Verdoppelung des Beitrags beantragt.

Keiner der Kantonsräte meldete sich zu Wort

Dieser finanzielle Mehraufwand stand unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch den Grossen Rat. Wie die Regierungsrätin nun auf Anfrage bestätigt, ist dies mit der Genehmigung des Budgets 2019 in der letzten Grossratssitzung geschehen. «Worüber ich froh bin», wie sie sagt. Müsste der Thurgau ein eigenes Frauenhaus einrichten und betreiben, würde das ein Vielfaches mehr kosten.

Die zuständige Regierungsrätin Cornelia Komposch. (Bild: Andrea Stalder)

Die zuständige Regierungsrätin Cornelia Komposch. (Bild: Andrea Stalder)

Die Erhöhung des Beitrags ist im Konto «Beiträge» beim Generalsekretariat des Departements für Justiz und Sicherheit verbucht. Während der Budget-Debatte im Grossen Rat gab es zu diesem Punkt keine Wortmeldungen.

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