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Erhellendes zur Frauenfelder Sonnenenergie

Die SVP-Gemeinderäte Andreas Elliker und Robert Zahnd wollten wissen, wie es um die Energiebilanz von Solaranlagen steht. Die Antwort des Frauenfelder Stadtrates hat es in sich.
Stefan Hilzinger
Auf dem Dach des Frauenfelder Werkhofes wurde 2016 eine Photovoltaikanlage installiert. (Bild: Reto Martin)

Auf dem Dach des Frauenfelder Werkhofes wurde 2016 eine Photovoltaikanlage installiert. (Bild: Reto Martin)

Andreas Elliker SVP-Gemeinderat und Vorstösser (Bild: Mathias Frei)

Andreas Elliker SVP-Gemeinderat und Vorstösser (Bild: Mathias Frei)

Eine gute Sache seien die erneuerbaren Energien, sagen die beiden SVP-Politiker mit grünem beruflichem Hintergrund. Doch der Meisterlandwirt Andreas Elliker und der Förster Robert Zahnd fragen sich, wie es denn um die Gesamtbilanz von Solaranlagen bestellt sei. Zwölf Seiten umfasst die Antwort des Stadtrates auf ihre Einfache Anfrage zum Thema «Beratung von Solaranlagen mit gesamter Energiebilanz».

Robert Zahnd SVP-Gemeinderat und Vorstösser (Bild: PD)

Robert Zahnd SVP-Gemeinderat und Vorstösser (Bild: PD)

Die Stadt Frauenfeld betreibt eine Energieberatungsstelle für sich und 15 Gemeinden der Region. Beratungen zur alternativen Gewinnung von Wärme (Heizung/Warmwasser) bildeten einen der Schwerpunkte der Beratungstätigkeit. Die angeschlossenen Gemeinden bezahlen pro Einwohner 70 Rappen an die Energieberatungsstelle.

Ein Erstgespräch, das etwa der weiteren Planung der Beratung diene, sei kostenlos. Die Beratungsstelle biete wie die anderen Stellen im Thurgau auch kostenpflichtige Beratungsmodule an. «Für die Energieberatung wurden 2017 rund 100 Stunden aufgewendet. Eine Beratung dauerte durchschnittlich 120 Minuten», heisst es in der stadträtlichen Antwort. Die Beratungstätigkeit sei in den vergangenen Jahren rückläufig, erst 2017 hätten die Beratungen erstmals wieder zugelegt. Der rückläufige Trend sei im ganzen Kanton zu beobachten, woran das liege, könne nicht erklärt werden. Energieberatung sei weiterhin wichtig und zeige Erfolge, schreibt der Stadtrat. Als Beleg dafür nennt er die Anzahl an Minergiebauten und Minergiesanierungen in der Region, die vergleichsweise hoch sei: Im schweizweiten Durchschnitt würden pro Einwohner 6,29 Quadratmeter an Minergie-Energiebezugsflächen ausgewiesen, in Frauenfeld seien es pro Einwohner 10,23 Quadratmeter. Ähnliches gelte 2017 beim Solarstrom: In Frauenfeld stammten 4,1 Prozent des Verbrauchs aus Sonnenenergie, schweizweit seien es 3 Prozent.

Die graue Energie wird mehrfach herausgeholt

Im zweiten Teil der Antwort holt der Stadtrat zu ausführlichen Erklärungen und Berechnungen zum Thema Energieeffizienz von Solaranlagen aus, ein Stück erweiterte Allgemeinbildung für politisch Interessierte und Engagierte. Punkto Sonneneinstrahlung könne für die Schweiz generell gesagt werden, dass pro Jahr und Quadratmeter zwischen 1000 und 1500 Kilowattstunden anfallen. «Das entspricht einem Heizwert von 100 bis 150 Liter Heizöl.»

Bei den derzeitigen Wirkungsgraden und bei einer realistischen Laufzeit von 30 Jahren produzieren Solaranlagen je nach Berechnungen zwischen 4,2- und 20-mal mehr Energie, als das zu ihrer Herstellung notwendig war. Dieser sogenannte Erntefaktor sei aber von sehr vielen weiteren Faktoren abhängig, unter anderem von der Witterung, der Ausrichtung der Anlage, von Verschmutzungen et cetera.

Die Antwort des Stadtrates im Wortlaut unter: bit.ly/2ACtj5l.

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