Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Der Aadorfer Anton Schäfli malt zwischen den Zeilen

Grafiker und Gestalter Anton Schäfli Zanvit stellt in der Gemeinde- und Schulbibliothek aus. Vernissage ist am Donnerstag ab 18 Uhr.
Kurt Lichtensteiger
Anton Schäfli in seinem Aadorfer Atelier. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Anton Schäfli in seinem Aadorfer Atelier. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Beeindruckend ist bereits ein Augenschein im Atelier an der Aadorfer Hauptstrasse. In den verwinkelten Wohn- und Arbeitsräumen nehmen Dutzende von Bildern den Blick des Betrachters gefangen, namentlich Porträts, Stillleben und insbesondere farbenfrohe Landschaften, auf Leinwand gemalt mit Acrylfarben.

«Es sind Abbilder von persönlichen Eindrücken, gewonnen und übertragen direkt vor den Landschaften», sagt Anton Schäfli, mit seinem Künstlernamen Zanvit, zu seinem Konzept. «Impressionistisch ausgedrückt, weil ich mich vor Ort von der Szenerie beeindrucken liess und diese darauf expressionistisch umsetzte.»

So ist es nicht verwunderlich, dass sich abstrakte und gegenständliche Darstellungen gleichsam vereinen lassen und das «Lesen in Bildern» sozusagen zu seinem gewählten Motto wurde. Dabei kommt der Betrachter nicht um die spannende Herausforderung herum, auch zwischen den Zeilen zu lesen, so wie er es möglicherweise auch beim Lesen von Texten gewohnt ist.

Erste Bilder mit 13 ausgestellt

Anton Schäfli Zanvit, wie sich der 69-jährige mit vollem Namen nennt, entspricht nicht ganz dem Klischee, das den bildenden Künstlern zuweilen anhaftet. Weder gemessen an seinem Habitus noch an seiner äusseren Erscheinung. Markenzeichen wie Bart, Schnurrbart, Mozartzopf am Hinterkopf oder ausgefallenes Outfit sind nicht sein Ding. Als exzentrisch, eigenbrötlerisch oder narzisstisch kann man ihn in seinem Gehabe kaum bezeichnen. Und wenn, nur ansatzweise.

Da war er in jungen Jahren aufmüpfiger, hatte Flausen im Kopf und war für allerlei Allotria nicht zu schade. «Ich bin nicht extrem, zweifellos lebensfroh und geniesse die schönen Seiten des Lebens», sagt «Toni» von sich selber, ohne dem Hedonismus verfallen zu sein. Ein Leben, das in frühen Jahren schon eine künstlerische Ader durchblicken liess. Bereits in der Sekundarschule Aadorf manifestierten sich seine zeichnerischen und malerischen Talente.

So weit, dass der Sekundarschüler im Jahr 1963 seine geschaffenen Bilder in Schaufenstern von zehn Geschäftsläden Aadorfs ausstellen durfte und damit erstmals öffentliches Interesse weckte. Selbst der Verfasser dieses Artikels konnte sich über ein Bild seines Schülers freuen, das noch immer an der Wand seiner Wohnstube prangt.

An der Hochschule der Künste ausgebildet

Anton Schäfli ist in Wilen bei Herdern aufgewachsen. Nach dem Besuch der Sekundarschule in Aadorf liess er sich zum Gestalter und Grafik-Designer an der Hochschule der Künste in Zürich ausbilden. Es folgten Berufsjahre als Grafiker und 1978 der Schritt in die Selbständigkeit. Zugleich die Ausbildung zum Zeichenlehrer und eine Lehrtätigkeit.

In der Zwischenzeit hat Anton Schäfli Zanvit seine Kreativität weiterentwickelt. Einen Teil seines reichen Schaffens zeigt er nun am Donnerstag ab 18 Uhr in der Gemeinde- und Schulbibliothek Aadorf. Nach der Begrüssung von Bibliothekarin Renate Flückiger wird Gerold Krähenmann eine Laudatio halten. Die Ausstellung kann bis 6. Juli zu den üblichen Bibliotheks-Öffnungszeiten besichtigt werden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.