Engere Zusammenarbeit der Thurgauer Museen

Der Regierungsrat genehmigte das umfassend vom Departement für Erziehung und Kultur überarbeitete Kulturkonzept des Kantons Thurgau für die Jahre 2019 – 2022.

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Die aktuelle Ausstellung im Naturmuseum Thurgau: «Überwintern - 31 grossartige Strategien». (Bild: Reto Martin)

Die aktuelle Ausstellung im Naturmuseum Thurgau: «Überwintern - 31 grossartige Strategien». (Bild: Reto Martin)

Mit der neuen Fassung setze er drei Entwicklungsziele in der Kulturförderung. Die in den Jahren 2016 bis 2018 entwickelte Museumsstrategie für die kantonalen Museen tritt nun in die konkrete Umsetzungsphase, heisst es in einer Mitteilung des Kantons. Geplant seien institutionsübergreifende (Ausstellungs-)Projekte, ein gemeinsamer visueller Auftritt und die Nutzung von Synergien, flankiert von baulichen Massnahmen für eine zukunftsträchtige Positionierung und Stärkung der Museen.

Im Rahmen des zweiten Schwerpunktes organisiert das Kulturamt künftig regelmässige Netzwerktreffen für Kulturveranstalterinnen und -veranstalter im Thurgau.

Mehr für die Musikszene

Der dritte Schwerpunkt soll der Thurgauer Musikszene neue Impulse geben. Eine Vielzahl an aktiven Ensembles und Organisationen veranstaltet im Kanton Konzerte, Musikreihen und Festivals. Innovative Projekte seien jedoch eher rar und genreübergreifende Vorhaben oder solche, die neue Synergien schaffen, gebe es nur vereinzelt. Der Schwerpunkt soll deshalb zu mehr Austausch und Kooperationen über die Genregrenzen hinweg anregen und der Thurgauer Musiklandschaft neue Impulse geben.

Mit dem neuen Kulturkonzept werden gemäss Mitteilung des Kantons voraussichtlich jährlich über eine Million Franken mehr aus dem Lotteriefonds fliessen. Insgesamt erhöhen sich die geplanten Beiträge für die Jahre 2019 bis 2022 von bisher jährlich 9,7 Millionen Franken auf 10,8 Millionen Franken. Die jährlichen Beiträge für Leistungsvereinbarungen nehmen aufgrund zahlreicher Erhöhungen von bisher 2,6 Millionen auf neu 3,1 Millionen zu, ist weiter der Mitteilung zu entnehmen.

Der Grosse Rat hat noch mitzureden

Die jährlichen Entnahmen aus dem Lotteriefonds steigen wegen der geplanten Erhöhung des Beitrages an den Fonds für Natur- und Heimatschutz von 2 auf 2,5 Millionen Franken – dies vorbehältlich der Genehmigung durch den Grossen Rat – und als Folge des neuen Beitrages an die Fachstelle für Kinder-, Jugend- und Familienfragen für Projektförderung. Auf praktisch gleichem Niveau bleiben gemäss Mitteilung die Beiträge zu Lasten der Staatsrechnung.

Das neue Kulturkonzept gilt vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2022. Alle Leistungsvereinbarungen mit kulturellen Trägerschaften werden ebenfalls für diese Zeitdauer abgeschlossen. (red)

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