Der Aadorfer Bahnhof soll bis Ende Jahr barrierefrei werden

Die SBB starten am Dienstag mit den Bauarbeiten für einen behindertengerechten Aadorfer Bahnhof.

Roman Scherrer
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Die SBB erhöhen das Perron am Aadorfer Bahnhof, um einen Zugang zu den Zügen behindertengerecht zu gestalten.

Die SBB erhöhen das Perron am Aadorfer Bahnhof, um einen Zugang zu den Zügen behindertengerecht zu gestalten.

Bild: Roman Scherrer

Das Ende der Frist rückt näher: Das Behindertengleichstellungsgesetz verlangt bis Ende 2023 ein barrierefreies öffentliches Verkehrsnetz. Diese Vorgaben wollen die SBB nun am Bahnhof Aadorf umsetzen. Wie das Transportunternehmen mitteilt, starten dafür am Dienstag, 28. April, die Bauarbeiten.

Für den barrierefreien Zugang zu den Zügen wird das Perron erhöht. Zudem erstellen die SBB eine neue Wartehalle und passen die Beleuchtung an. Das Projekt, welches voraussichtlich Ende Jahr abgeschlossen sein wird, kostet die SBB und den Bund rund 4,9 Millionen Franken. Ein Teil der Bauarbeiten könne tagsüber realisiert werden. «Die meisten Arbeiten finden aus Sicherheitsgründen jedoch nachts statt», schreiben die SBB und teilen mit, dass die Bauarbeiten keinen Einfluss auf den Bahnverkehr haben.

Nach Abschluss dieses Projekts will die politische Gemeinde Aadorf die Umgestaltung des Bahnhofplatzes in Angriff nehmen. Dabei sollen etwa die Rampe zur Unterführung umgebaut und die Einsteigekanten für die Postautos erhöht werden – ebenfalls zum Zweck der Barrierefreiheit. Das finale Projekt hat der Gemeinderat noch nicht vorgestellt. Im Spätherbst soll es an die Urne kommen. «Das ist nach wie vor das Ziel», sagt Gemeindepräsident Matthias Küng. Die Zeit dränge nun aber weniger. Dies, weil sich beim kantonalen Tiefbauamt die Sanierung der zum Bahnhof führenden Schützenstrasse um fast ein halbes Jahr verzögert und erst Mitte 2021 abgeschlossen sein dürfte. Küng erklärt, dass der Gemeinderat das Bahnhofplatz-Projekt danach starten will, um das Szenario zweier angrenzenden Baustellen zu verhindern.