Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Sandhalle Frauenfeld: Ende 2019 Sand unter den Füssen

Nach dem Ja des Gemeinderats zum vergünstigten Baurecht können die Initianten der Sandsporthalle nun aufs Gaspedal treten. Ende Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen. Aktuell fehlt noch eine Million.
Mathias Frei
Diese Visualisierung gewährt Einblick ins Innere der geplanten Beachsport-Anlage. (Bild: PD)

Diese Visualisierung gewährt Einblick ins Innere der geplanten Beachsport-Anlage. (Bild: PD)

Kommt höchst selten: von der Galerie herunter Applaus für das Frauenfelder Stadtparlament. Vergangenen Mittwoch war es wieder einmal der Fall. Der Gemeinderat hatte einstimmig ein vergünstigtes Baurecht für die Stiftung Sandhalle genehmigt. Verantwortlich für das Klatschen waren rund 20 Zuhörer, die der Sitzung im Bürgersaal beiwohnten – Initianten der Sandsporthalle und Freunde, wie Markus Müller, Präsident des Vereins Sandhalle, sagt. «Wir haben zweieinhalb Jahren auf diesen Moment hingearbeitet. Der Applaus kam spontan.» Danach habe man den positiven Entscheid erst einmal sacken lassen müssen. Aber bereits am Freitag fand die erste Sitzung nach dem Ja statt.

Markus Müller, Präsident des Vereins Sandhalle Frauenfeld, an der Pressekonferenz zur Vorstellung des Projekts "The Beachhouse" in Frauenfeld. (Bild: Reto Martin, 18.Mai 2017)

Markus Müller, Präsident des Vereins Sandhalle Frauenfeld, an der Pressekonferenz zur Vorstellung des Projekts "The Beachhouse" in Frauenfeld. (Bild: Reto Martin, 18.Mai 2017)

Der Baurechtsvertrag betrifft ein 3500 Quadratmeter grosses, städtisches Grundstück auf dem Areal der Kleinen Allmend. Die privaten Initianten wollen auf diesem Grund eine Anlage für diverse Sandsportarten bauen und betreiben. Mit dem Ja des Gemeinderats muss die Stiftung Sandhalle als Bauherrin pro Jahr einen Baurechtszins von 4700 Franken zahlen statt den ordentlichen 34650 Franken.

«Es wartet noch viel Arbeit auf uns»

Ein erster Schritt sei nun gemacht, sagt Markus Müller. «Aber es wartet noch viel Arbeit auf uns.» In gewissen Bereichen habe man teils noch ein wenig auf die Bremse stehen müssen, bis das Ja des Gemeinderats Realität war. Nun soll zum einen noch vor den Sommerferien die Betriebsgesellschaft gegründet werden, welche die Räumlichkeiten von der Stiftung Sandhalle mietet. Das wird aller Voraussicht nach eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung sein, eine GmbH. So sei ein schlanker Betrieb möglich, sagt Müller. Steht die GmbH, können Vorverträge mit den zukünftigen Nutzern und Mietern abgeschlossen werden. Zum anderen geht’s ans Baugesuch. «Wir sind schon relativ weit, aber es müssen noch letzte Details geklärt werden.» Da die Initianten schon länger in regem Austausch mit dem städtischen Amt für Hochbau und Stadtplanung stehen, ist Müller guter Dinge, «dass das Baugesuch funktionieren wird». In dem Fall sollte die Baubewilligung diesen Herbst vorliegen. Ziel ist es laut Müller, noch dieses Jahr mit den Bauarbeiten zu beginnen.

Neues Sportzentrum

Hinter dem Projekt der Sandsporthalle steht die Idee eines ganzjährig betriebenen, national wichtigen Sportzentrums für diverse Beach-Sportarten. Nebst Indoor- und Outdoor-Sportanlagen sind eine Sportunterkunft, ein gastronomisches Angebot, physio- und sportmedizinische Angebote sowie Räumlichkeiten für Fitness und Kraftsport geplant. Genutzt werden soll die Anlage für Breiten- und Schulsport, aber auch für Nachwuchs- und Spitzensport. Die Idee wurde im Herbst 2015 geboren. (ma)

Da die benachbarte Turnfabrik eine bauliche Erweiterung Richtung Osten plant, sei die Idee, die Bauarbeiten zeitgleich durchzuführen. «Damit es nur einmal eine Baustelle gibt», wie Markus Müller sagt. Die Initianten rechnen sodann mit etwa einem Jahr Bauzeit und der Eröffnung des neuen Sportzentrums im vierten Quartal 2019.

Weiterhin Investoren und Spender gesucht

Damit dieser Zeitplan aufgeht, muss die Finanzierung stimmen. Die Initianten schätzen die Baukosten auf 3,5 Millionen Franken. Aktuell ist das Kässeli laut Vereinspräsident Müller mit rund 2,5 Millionen gefüllt. Das sind Zusagen aus den vergangenen zwei Jahren, die nun verifiziert werden müssen, sowie Spenden. Wenn alle Zusagen bleiben, fehlt also noch rund eine Million Franken respektive 25 Prozent der Finanzierung. «Aus der bisherigen Erfahrung wissen wir, wie schwierig es ist, dieses Geld zusammen zu bekommen», meint Müller. Man sei deshalb weiterhin auf der Suche nach Investoren oder grosszügigen Spendern. «Spenden, die an die Stiftung Sandhalle Frauenfeld gehen, können von den Steuern abgezogen werden», sagt Müller.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.