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Thurgauer sind empört: Sportrasen bleiben trotz Dürre grün

Sportplätze im Thurgau werden weiterhin minimal bewässert. Damit soll vermieden werden, dass der Rasen teuer saniert werden muss. Private, die Wasser sparen müssen, sind darüber empört.
Dinah Hauser
Ein Sportplatz in der Ostschweiz wird bewässert. (Bild: Benjamin Manser)

Ein Sportplatz in der Ostschweiz wird bewässert. (Bild: Benjamin Manser)

Wegen der langen Trockenperiode sehen die Grasflächen zunehmend braun aus. Unter anderem Sportplätze sind jedoch mehrheitlich noch grün. Ein Leser berichtet aus Romanshorn, dass einer der Sportplätze bei der Kantonsschule am Samstagmorgen bewässert wurde. Er ist empört: «Es wurden abertausende Liter Trinkwasser aufgewendet, nur damit der Rasen des Sportplatzes grün bleibt.»

Die Kantonsschule ist nur für den benachbarten Sportplatz mit der Rundbahn verantwortlich. Christian Zanetti, Leiter Hausdienst, verneint den Einsatz von Trinkwasser für den eigenen Platz:

«Wir bewässern nur minimal und mit Seewasser.»

Das geförderte Seewasser werde zudem von einem Industriebetrieb genutzt, wo die Kühlung der Maschinenanlagen erfolgt, bevor es für die nächtliche oder frühmorgendliche Bewässerung verwendet wird.

Keine Sonderregelung für Sportplätze

Die Stadt Romanshorn schreibt auf Anfrage, dass für die vier Sportplätze bisher keine Sonderregelungen in Kraft seien. Die Sportrasen werden alle ein bis zwei Wochen gewässert. Dafür würden jeweils zwischen 50 und 75 Kubikmeter Wasser eingesetzt. Die Wässerung erfolge zu unterschiedlichen Zeiten, und werde durch den Werkhof überwacht. Die Stadt hat sich auch beim Leser gemeldet.

Die Kantonsschule Frauenfeld wässert ihren Sportrasen zwei Mal pro Woche in der Nacht, um die Verdunstung möglichst gering zu halten. Die Gründe für die Bewässerung sind bei allen Angefragten die selben: Man will verhindern, dass der Rasen kaputt geht. Eine Sanierung wäre um ein Vielfaches teurer als eine minimale Bewässerung.

Sportplatz Auenfeld tagsüber bewässert

Ein weiterer Leser beobachtete, dass der Armeesportplatz Auenfeld in Frauenfeld tagsüber bewässert wurde. Felix Keller, Komandant des Waffenplatzes Frauenfeld, bestätigt dies. Jedoch sei es ein Versehen gewesen: «Bewässert wird automatisch und über eine Zeitschaltuhr. Diese hat sich verstellt und so lief die Anlage unplanmässig.» Die Zeitschaltuhr wurde korrigiert.

Normalerweise werde der Sportplatz bei Trockenheit ein bis zwei Mal pro Woche während der Randstunden bewässert. Auch hier, um zu verhindern, dass der Rasen kaputt geht. Keller sagt:

«Die Sportanlage wird auch von zivilen Vereinen genutzt. Die Bewässerung erfolgt, wenn diese ihre Aktivitäten beendet haben.»

Eine Sonderregelung für die Armee gebe es nicht: «Wenn die Stadt Frauenfeld ein Bewässerungsverbot aussprechen würde, wären wir dem unterstellt, und würden die Bewässerung komplett einstellen.» Aufgrund des Aufrufs zum Wassersparen wasche die Armee auch die Autos seltener.

Jugendsportlager in Egnach

Gemäss einem anderen Leser wurde der Sportrasen in Egnach bei der Rietzelg vergangene Woche bewässert. Stephan Tobler, Gemeindepräsident von Egnach, verneint eine Bewässerung des alten Sportplatzes. Dieser wurde zuletzt vor rund drei Wochen beregnet. Jedoch wurde am Sonntag der neue Sportplatz bewässert, weil dort ein Sportlager mit rund 150 Jugendlichen stattfinde. Tobler sagt: «Die Bewässerung ist erfolgt, um weiteren Schaden zu vermindern.»

Wasserspiegel sinkt

Der Fachstab Trockenheit des Kantons Thurgau ruft die Bevölkerung zum haushälterischen Umgang mit Wasser aus dem Hahn auf. Gemäss Mitteilung zeigen die meisten Messstationen im Thurtal sehr tiefe Stände an. So soll etwa auf das Bewässern von Rasenflächen, das Waschen von Autos oder auf das Befüllen von Pools verzichtet werden. Mehrere Gemeinden haben zudem ein Verbot für ihre Einwohner ausgesprochen. (dh)

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