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Einmalige Rückkehrer beim Frauenfelder «Musig idä Stadt»

Folk, Brass-Hip-Hop und Kinderlieder: Bei «Musig i dä Stadt» in lassen dieses Wochenende zehn Bands die Frauenfelder Altstadt erklingen. So stehen auch die Ohrwurm-Rocker von Dow Jones auf der Bühne – erstmals nach 17 Jahren.
Mathias Frei
«Obacht Obacht» bei ihrem Auftritt bei Musig idä Stadt 2017. (Bild: Chris Marty)

«Obacht Obacht» bei ihrem Auftritt bei Musig idä Stadt 2017. (Bild: Chris Marty)

Die Fantastischen Vier legen los, während Dow Jones noch eine Zugabe spielen. Passiert am «Out In The Green» 2000 auf der Grossen Allmend. «Vor unserer Bühne lichtete sich das Publikum», erinnert sich Marco Kern. Er ist Gründungsmitglied von Dow Jones. An der Frauenfelder Band und ihrem eingängigen Rock kam man in den 90er-Jahren nicht vorbei. Die vier Kantischüler mit Jahrgang 1979 spielten Hunderte Konzerte in der ganzen Schweiz – bis sie sich 2001 auflösten. Diesen Freitagabend um 19.30 Uhr stehen sie für ein einziges Konzert nochmals zusammen auf einer Bühne.

Dow Jones im Jahr 1997: Jonathan Gubler, Dominik Deuber, Marco Kern und Sebastian Bolli. (Bild: PD)

Dow Jones im Jahr 1997: Jonathan Gubler, Dominik Deuber, Marco Kern und Sebastian Bolli. (Bild: PD)

«Damals spielten wir, wo wir konnten», erzählt Kern. Vor 25 Jahren wurde Dow Jones aus der Taufe gehoben. Sebastian Bolli, Dominik Deuber, Gregor Alessi und Marco Kern: vier 14-jährige Teenager. Ihr erstes Probelokal hatten sie an der Blumenstrasse im Keller einer alten Dame, ihr erstes Konzert spielten sie im Sommer 1993 im heutigen Schlosskeller an einer Geburtstagfeier. Kurz darauf folgte auf Alessi Jonathan Gubler.

«Von Sex, Drugs und Rock ’n’ Roll blieb wenig»

In den ersten Jahren fuhren die Eltern ihre jungen Musiker an Konzerte – oder Bollis Onkel Ronnie. 1999 kam Luc Stalder als fünfter Mann dazu. Dow Jones spielten mehrere Kassetten ein, gaben ein Album heraus und waren auf zwei Frauenfelder Band-Samplern vertreten. Sie tourten durch Frankreich und die Niederlanden. Und dann verabschiedeten sie sich mit einem letzten Auftritt im überfüllten Eisenwerksaal. Jeder ging seiner (Ausbildungs-)Wege, aber Freunde sind sie geblieben. Jeder hat heute seine Bands oder – im Falle von Deuber – seine Musikfestivals, nämlich das Frauenfelder Jazzfestival Generations sowie die Lucerne Festival Academy. Und dann kam von Deubers Schwägerin die Anfrage für ein Dow-Jones-Konzert an deren Hochzeit. «Innert 30 Minuten war klar: Alle sind dabei.»

Brassband trifft Rap: das Pullup Orchestra. (Bild: PD)

Brassband trifft Rap: das Pullup Orchestra. (Bild: PD)

Vor einem Jahr ging dieses Revival-Konzert im Schwarzwald über die Bühne. Dann hatte Stefan Rutishauser, der mit Mike Surer und Kern zusammen «Musig i dä Stadt» veranstaltet, die Idee für ein öffentliches Dow-Jones-Konzert in der Frauenfelder Altstadt. Ein paar Mal hätten sie geprobt, erzählt Kern. Spielen werden sie ein Best-of alter Songs, die seien noch in den Fingern. Für die Band ist klar: Es bleibt bei diesem einmaligen öffentlichen Auftritt. «Von Sex, Drugs und Rock ’n’ Roll ist nicht mehr viel übrig», meint Kern lachend.

Kinderlieder von Marius und der Jagdkapelle. (Bild: PD/Florian Bachmann)

Kinderlieder von Marius und der Jagdkapelle. (Bild: PD/Florian Bachmann)

Ehemalige Eisenwerker und ehemalige Steckborner

Ebenfalls am «Musig i dä Stadt» feiert die wiederformierte Frauenfelder Ärzte- und Lehrerband Kryffo ein Comeback – nach acht Jahren Pause. Nebst Revivals bietet das Festival einmal mehr ein genremässig bunt durchmischtes, regionales Programm. Ebenfalls am Freitagabend stehen Gran Noir aus Zürich mit Frontmann Pascal Schulz auf der Bühne. Schulz wirkte lange Jahre als Veranstalter im Eisenwerk. Traditionell eröffnen Kinderlieder den Samstag. Heuer sind es Marius und die Jagdkapelle mit ihrer Hirschschnauzdisco aus St. Gallen. Daneben ist der ehemalige Radio-Top-Mann Andy Stadelmann alias Andy McSean mit seinem Singer/Songwriter-Sound zu hören. Bei Deathrope aus Winterthur und ihrem Americana-Rock Noir steht Dow-Jones-Gitarrist Luc Stalder ein zweites Mal auf der Bühne. Zwei Heimweh-Steckborner tun beim Pullup Orchestra mit: Das gibt Brassband-Sound und Rap mit Sam Labhart und seinem Bruder Phil Labhart.

Gran Noir spielen Gitarrenrock. (Bild: PD/Maurice Haas)

Gran Noir spielen Gitarrenrock. (Bild: PD/Maurice Haas)

Zehn Bands an zwei Tagen in der Frauenfelder Altstadt

«Musig i dä Stadt» geht diesen Freitag, 31. August, und Samstag, 1. September, auf dem Bankplatz und in der Freie Strasse über die Bühne. Nebst der Livemusik gibt es eine grosse Festwirtschaft, betrieben von der Eisenbeiz. Das Open Air in der Frauenfelder Altstadt hat freien Eintritt, es wird aber eine Kollekte erhoben. Am Freitag startet das Programm um 18.30 Uhr mit Kryffo (Rock), danach folgen Dow Jones und Gran Noir. Den Abschluss macht um 21.45 Uhr die Strassen-Latinokapelle Los Yukas. Am Samstag gibt’s um 15.30 Uhr Kinderlieder von Marius und der Jagdkapelle. Danach folgen Andy McSean, Betty & Rita, Deathrope und das Pullup Orchestra. Den zweiten Konzertabend beschliesst das Frauenfelder Trio Cafe Chez Lili mit jazzigem Electro-Pop. (ma)

Weitere Infos auf www.musigidaestadt.ch

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