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Einmal Hü und einmal Hott
für Diessenhofer Schulprojekte

Grosse Sachgeschäfte kommen künftig an die Urne. Das entschieden die Stimmbürger der Volksschulgemeinde Diessenhofen. Beim Bauprojekt Letten geht’s vorwärts, beim Schulhaus Zentrum gibt’s eine Denkpause.
Dieter Ritter

Brisante Traktanden und viele Teilnehmer bot die Rechnungsversammlung der Volksschulgemeinde Diessenhofen (VSGDH) am Montagabend. 225 Stimmberechtigte waren in die Rhyhalle gekommen, um unter anderem darüber zu befinden, ob Sachgeschäfte ab drei Millionen Franken künftig an der Urne entschieden werden sollen.

Schulpräsident Jörg Sorg führte durch die Gemeindeversammlung. (Bild: Dieter Ritter)

Schulpräsident Jörg Sorg führte durch die Gemeindeversammlung. (Bild: Dieter Ritter)

Dem Volksbegehren aus den Reihen der Orts-CVP stimmte die Versammlung mit grossem Mehr zu. Urban Brütsch, Bürger- und CVP-Präsident begründete die Initiative: Demokratische Entscheidungen sollten möglichst breit abgestützt werden. Damit sei die Akzeptanz um ein Vielfaches grösser. Von den rund 4500 Stimmberechtigten der VSGDH besuchten in den letzten Jahren jeweils nur etwa zwei Prozent die Versammlungen. Nun wird die Gemeindeordnung geändert. Einmalige Investitionen von mehr als drei Millionen Franken und wiederkehrende Ausgaben von mehr als 500'000 Franken benötigen das OK an der Urne. «Die Urnenabstimmung ersetzt nicht die Teilnahme an Gemeindeversammlungen», sagte Brütsch.

So stellen sich die Architekten den eingeschossigen Neubau im «Letten» vor. Die seit mehreren Jahren nicht mehr genutzte Turnhalle an dieser Stelle wird abgebrochen. (Bild: PD/Moos Giuliani Herrmann Architekten)

So stellen sich die Architekten den eingeschossigen Neubau im «Letten» vor. Die seit mehreren Jahren nicht mehr genutzte Turnhalle an dieser Stelle wird abgebrochen. (Bild: PD/Moos Giuliani Herrmann Architekten)

Ja für den Neubau im Oberstufenzentrum Letten

Noch nicht zum Zuge kommt die neue Regel beim geplanten Bau im Schulareal «Letten». So konnte die Versammlung über den Baukredit von 6,9 Millionen Franken für einen Neubau zwischen dem Oberstufen-Schulhaus und der Dreifachhalle befinden. Die Versammlung stimmte dem Kredit mit grossem Mehr zu. Der Neubau dient der Zentralisierung der Oberstufe. Die seit sieben Jahren ungenutzte ehemalige Turnhalle wird abgerissen. Es entsteht ein eingeschossiger Bau. Dort werden Kleinklassen untergebracht sowie eine Schulküche, Werkräume, Bibliothek und ein schallgedämpftes Musikzimmer eingerichtet. In der Mitte ist die Aula geplant, in der alle rund zweihundert Kinder der Oberstufe Platz finden. Nach dem Umzug ins Lettenareal werden im Unterstufen-Schulhaus Räumlichkeiten frei. Es können dort die für modernen Unterricht benötigten Gruppenarbeitsräume eingerichtet werden. Geplant wird der eingeschossige Bau vom einheimischen Architekturbüro Moos Giuliani Herrmann, das auch die Bauleitung innehat. Architekt Roman Giuliani rechnet mit einer Bauzeit von elf Monaten. Nicht ganz im Sinne der Behörde verlief dann die hitzige Diskussion um das Bauvorhaben im Schulhaus Zentrum.

Verwirrung um das Schulhaus Zentrum

Die Diessenhofer Schulbürger diskutierten intensiv über den Planungskredit über 860'000 Franken für den Ersatz des Schulhauses Zentrum durch einen Neubau. Die Sanierung oder der Ersatz des Primarschulhauses sei unaufschiebbar, sagte Hansruedi Stör. Er ist in der Behörde für Liegenschaften und Finanzen verantwortlich. Von aussen gesehen, würde man nie vermuten, wie dringend etwas unternommen werden müsse, sagte er weiter und zeigte Fotos von Wasserschäden und Schimmel an Rohren. Als Neubau ist ein zweistöckiger Holzbau vorgesehen. Im Februar stellte die Schulbehörde das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs der Bevölkerung erstmals vor. Es entbrannte eine lebhafte Diskussion. Heinz Bogo, ehemaliger Stadtrat, stellte den Antrag, über den Planungskredit gleichzeitig mit dem Baukredit an der Urne abstimmen zu lassen. Der Antrag wurde knapp angenommen. «Zuerst muss abgestimmt werden, ob abgerissen oder saniert wird», verlangte ein weiteres Mitglied. Nach mehreren Voten liess Schulpräsident Jörg Sorg nochmals abstimmen. Der Antrag Bogos wurde mit 138 Ja zu 86 Nein angenommen, der Kredit mit 110 Nein zu 92 Ja abgelehnt. Diesen Entscheid wollte jemand nicht akzeptieren und verlangte eine Verschiebung des Entscheids. Sorg stellte fest, dass an dieser Versammlung keine Lösung gefunden werde und versprach, das Thema an der Budgetgemeinde im Herbst zu traktandieren.

Dreiviertel Million Überschuss

Die Rechnung 2017 der Volksschulgemeinde Diessenhofen schloss mit einem Gewinn von rund 745'500 Franken. Das sind rund 700'000 Franken mehr als budgetiert. Dieser Betrag wurde dem Erneuerungsfonds für Baufolgekosten gutgeschrieben. Er beträgt neu 1,85 Millionen Franken. Finanzchef Hansruedi Stör erklärte die wichtigsten Positionen. Die Erträge aus Steuern waren um rund 835'600 Franken höher als budgetiert. Als Folge der höheren Steuereinnahmen fiel der Finanzausgleich um rund 125'500 Franken tiefer aus. Es mussten rund 100'000 Franken mehr Steuerguthaben ausgebucht werden als erwartet. Der Steuerfuss betrug wie in den Vorjahren 98 Prozent. Die Rechnung wurde einstimmig angenommen. (drd)

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