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Sirnacher Primarschüler starten mit Jasskarten ins neue Schuljahr

Der Generationen-Jass des Migros-Kulturprozents war zu Gast in der Sirnacher Primarschule. Die Sechstklässler genossen die aussergewöhnliche Doppelstunde am Mittwochmorgen.
Christoph Heer
Heinz Dätwyler (stehend) geht seit vier Jahren als Seniorenjasser in die Schulen. (Bild: Christoph Heer)

Heinz Dätwyler (stehend) geht seit vier Jahren als Seniorenjasser in die Schulen. (Bild: Christoph Heer)

Das hat Spass gemacht. Darin waren sich die Schülerinnen und Schüler einig. Statt Rechnen, Zeichnen oder Singen eine Doppelstunde Jassen. Dennoch: Im freundschaftlichen Miteinander von Senioren und Schülern zeigte sich schnell, nicht jedem liegt das Jassen im Blut.

Selbstredend, dass somit nicht alle den gleich grossen Spass am Kartenspiel entwickelten. Lars Trachsel etwa findet Eishockey spannender. «Und meine Play Station ist sowieso das Beste», sagte der Elfjährige lachend. Ganz anders das Empfinden von Diego Grillo (12). «Ich hab schon als kleines Kind mit Oma und Opa begonnen zu jassen. Bis heute macht mir das grossen Spass, dieses Hobby ist auf der gleichen Stufe wie Lego, Nerf oder Play Station.»

Obenabe und Undenufe

Primarlehrerin Fabienne Fritschi stellte die Jassrunden so zusammen, dass die etwas stärkeren- und die eher schwächeren Jasser zusammen am Tisch Platz nahmen. «So können auch die Seniorenijasser eher in das Geschehen eingreifen und die einzelnen Schüler in ihrem Können fördern. Fortschritte haben aber allesamt gemacht, waren es zum Beginn des Projekts noch etwa drei Schüler die Jassen konnten, haben es jetzt alle mehr oder weniger im Griff.» Nach dem Vermitteln des Basiswissens ging es zügig an die verschiedenen Jassvarianten wie Obenabe oder Undenufe.

«Es gibt mir im hohen Alter, als ehemaliger Pädagoge und immer noch leidenschaftlicher Jasser, die Gewissheit, gebraucht zu werden.»

Heinz Dätwyler, Seniorenjasser

Fabienne Fritschi bedauert es zeitgleich, dass innerhalb des prall gefüllten Lehrplans nicht etwas mehr Zeit zur Verfügung steht, um derartige Projekte zu fördern. «Der Zeit- und Lerndruck dürfte auch der Grund sein, warum viele Lehrpersonen auf solche Projekte verzichten. Es ist zugegebenermassen auch enorm Zeitintensiv, aber der Lernspass, insbesondere auch der Umgang mit Zahlen, ist überaus positiv.»

In der ganzen Ostschweiz unterwegs

Heinz Dätwyler (Zuzwil) und Otto Wieland (Frauenfeld) waren zwei der vier Seniorenjasser im Schulhaus Grünau. «Wir jassen selber schon unser ganzes Leben lang und wenn wir es auf diese Art und Weise weitergeben dürfen, ist das absolut sinnvoll. Auch ein respektvoller Austausch zwischen Jung und Alt soll dabei im Zentrum stehen», sagten die beiden, die in der ganzen Ostschweiz für das Migros-Kulturprozent unterwegs sind.

Der elfjährige Matteo Künzi erinnerte sich derweil an ein besonderes Erlebnis. «Ja, ich gebe es zu. Ich habe einmal geschummelt. Das hat mir aber dummerweise nicht einmal zum Gewinnen verholfen, darum lasse ich es jetzt bleiben und spiele fair», sagte er, während seine Jasspartner diese Aussage wohl eher als Warnung hinnahmen.

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