Einigung ausgeblieben: Der Baustart der Eschliker Sporthalle verzögert sich

Eine Einsprache verzögert Baustart der Eschliker Sporthalle auf unbestimmte Zeit. Ein zentraler Punkt in der Einsprache richtete sich gegen das

Roman Scherrer
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Derzeit beschäftigt sich der Eschliker Gemeinderat mit der Sporthalle: Er muss die Einsprache behandeln. (Bild: PD/Graf Biscioni)

Derzeit beschäftigt sich der Eschliker Gemeinderat mit der Sporthalle: Er muss die Einsprache behandeln. (Bild: PD/Graf Biscioni)

Der Spatenstich für die Eschliker Sporthalle hätte im November stattfinden sollen. Hätte. Denn eine Einsprache verzögert den Baustart «auf unbestimmte Zeit», wie der Eschliker Schulpräsident Linus Köppel in einer Medienmitteilung schreibt. Zunächst hoffte die Schulgemeinde als Bauherrin, sich mit den Einsprechern im Gespräch einigen zu können. Die Differenzen konnten auf diesem Weg aber nicht aus dem Weg geräumt werden, weshalb der Eschliker Gemeinderat nun über die Einsprache befinden muss.

Gleich mehrere Beanstandungen enthalte die Einsprache, erklärt Linus Köppel auf Anfrage. Ein zentraler Punkt sei aber das Verkehrs- und Parkierungskonzept für die Sporthalle. Dieses passte die Schulgemeinde nach der Abstimmung über den Baukredit an. So ist darin nun der Fall berücksichtigt, dass im Bächelacker die Aula, die Mehrzweckhalle, der Mehrzwecksaal und die Sporthalle gleichzeitig genutzt würden. Dafür wären zusätzliche Parkplätze nötig, weshalb bei solchen Konstellationen abends auch der Pausenplatz des Primarschulhauses an der Bahnhofstrasse zum Parkieren genutzt werden soll.

Nicht an gleichzeitige Nutzung gedacht

«Vor der Abstimmung war die Sek-Erweiterung noch im Bau», sagt Linus Köppel. Man habe damals schlicht nicht daran gedacht, dass der ehemalige Singsaal – die neue Aula – gleichzeitig mit allen anderen verfügbaren Räumlichkeiten genutzt werden könnte. «Aber theoretisch wäre es ja möglich.»

Der Schulpräsident sieht die Konstellation, bei der zusätzlich der Parkplatz beim Pausenplatz an der Bahnhofstrasse genutzt werden müsste, als absolute Ausnahme an: «Einmal pro Schaltjahr vielleicht.»

Linus KöppelSchulpräsident Eschlikon

Linus Köppel
Schulpräsident Eschlikon

Trotzdem müsse man dafür eine dauerhafte Lösung definieren. «Es ist ernüchternd», konstatiert der Eschliker Schulpräsident. Die Anwohner habe man im gesamten Sporthallen-Prozess eng eingebunden. Nie habe man vor der Baueingabe ein Signal erhalten, das auf eine Einsprache hingedeutet hätte. Und dennoch traf eine umfangreiche Einsprache ein.

«Daher müssen wir die Intensität der Zusammenarbeit mit den Anwohnern wohl hinterfragen.»

Weil in den Gesprächen keine Einigung gefunden wurde, rechnet die Eschliker Schulbehörde nun damit, dass sich der Baustart für die Sporthalle um «mehrere Monate» verzögern wird. Köppel sagt:

«Aus staatspolitischer Sicht finde ich die Einsprache problematisch. Sie wird einen riesigen Rattenschwanz nach sich ziehen.»

Er benennt mehrere Bauprojekte, die jetzt ins Stocken geraten, weil sie erst begonnen werden können, wenn die neue Sporthalle steht – beispielsweise die Sanierung der Mehrzweckhalle Bächelacker. Schlimmstenfalls müsse man Provisorien erstellen. «Aber das ist derzeit schwierig abzuschätzen.»