Dominique Gisin und weitere Promis sprachen an Aadorfer Netzwerkanlass

Zum Thema Swissness unterhielten sich am Donnerstagabend im Gemeindezentrum prominente Gäste aus Wirtschaft, Sport und Politik. Den passenden Rahmen zum WSP-Event setzten die Volleyballerinnen des VBC Aadorf.

Kurt Lichtensteiger
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Prominentester Gast am diesjährigen WSP-Event: Olympiasiegerin und Sporthilfe-  Geschäftsführerin Dominique Gisin. (Bilder: Kurt Lichtensteiger)

Prominentester Gast am diesjährigen WSP-Event: Olympiasiegerin und Sporthilfe-
Geschäftsführerin Dominique Gisin. (Bilder: Kurt Lichtensteiger)

Keine Geringere als Olympiasiegerin Dominique Gisin durfte Moderator Lukas Studer willkommen heissen. In ihrer bekannt herzlichen und gewinnenden Art sprach sich das ehemalige Skiass in die Herzen des gut gelaunten Publikums am diesjährigen WSP-Event.

Dass Skisport, Schneesport und Berge für sie der Inbegriff von Heimat bedeuten, ist soweit nicht überraschend. Ebenso wenig, dass sie sich als Geschäftsführerin der Schweizer Sporthilfe mit Leidenschaft für die Athletenförderung einsetzt. Mit 8,7 Millionen Franken ist die Institution im Jahr 2017 unterstützt worden. Vielleicht kann der Erlös aus dem abendlichen Anlass dazu beitragen, das letztjährige Ergebnis zu übertreffen.

Ein Mix aus Ernstem und Heiterem

Nach diesem gelungenen Auftakt übernahm Lukas Studer, Moderator bei SRF Sport, das Zepter. Keine leichte Aufgabe, hatte er doch mit Matthias Hüppi die Klingen zu kreuzen. Zwei redegewandte Moderatoren, der eine seit 15 Jahren, der andere während 38 Jahren bei SRF, schenkten sich nichts und geizten weder mit vorwitzigen Fragen noch mit schlagfertigen Antworten. Hüppi brachte als äusseres Zeichen von Swissness einen Wimpel des FC St. Gallen mit, womit er seinem Antipoden gleich einen Steilpass für spitze Bemerkungen lieferte.

Der Thurgauer Sportmoderator Lukas Studer führt durch den WSP-Event im Aadorfer  Gemeindezentrum.

Der Thurgauer Sportmoderator Lukas Studer führt durch den WSP-Event im Aadorfer
Gemeindezentrum.

Mit dem Abstimmungsbüchlein wollte Hüppi zudem die Einzigartigkeit der Schweiz dokumentieren, die sogar über Sein oder Nichtsein von Hornkühen bestimmen könne. Er bedauerte die Verwässerung der Presselandschaft, die mit dem Einheitsbrei bis zur Verblödung führe.

Diana Gutjahr, gekleidet in Grün und Weiss, wollte farblich wohl nicht mit dem FC St. Gallen sympathisieren. Die 32-jährige Neo-Nationalrätin, die als ehemalige Tennisspielerin einen Tennisball als Heimatbegriff mitbrachte, wünscht sich noch mehr Leute aus der Wirtschaft im Parlament anzutreffen. Alex Miescher, bis vor kurzem Generalsekretär des Schweizerischen Fussballverbandes SFV, präsentierte in Anlehnung an Tells Apfelschuss einen ungespritzten Apfel aus seinem Garten und lobte den Ordnungs- und Pflegesinn der Schweizer, beobachtet aus dem Cockpit einer F/A-18.

Keine Zeit für drittes Thema

In die weiteren angesprochenen Themen wie Identität, Stabilität, Lebensstandard und gesellschaftliche Entwicklung in der Schweiz reihten sich in der Folge allerlei witzige Anekdoten und pointierte Äusserungen, die des Öfteren mit spontanem Applaus quittiert wurden. Für die von Lukas Studer vorgesehene dritte These reichte dann die Zeit doch nicht mehr.

Gelegenheit zu weiterem persönlichem Austausch mit den prominenten Gästen bot sich danach an Stehtischen im Rückraum, wohin Organisatorin Conny Hasler-Roost die Gästeschar bat. Was dabei die Volleyballerinnen des VBC Aadorf an kulinarischen Köstlichkeiten servierten, war wie der ganze Abend: Extraklasse.