Einführung des Förderkonzepts an der Sekundarschule in Frauenfeld ist gelungen

Das Förderkonzept der Sekundarschule Frauenfeld, das im Sommer 2015 eingeführt wurde, bewährt sich. Es stellt sicher, dass Schülerinnen und Schüler, auch die mit besonderen Bedürfnissen, gezielt gefördert werden und so den Übertritt in einen Lehrbetrieb oder eine weiterführende Schule erfolgreich bewältigen können.

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Das Oberstufenzentrum Reutenen in Frauenfeld.

Das Oberstufenzentrum Reutenen in Frauenfeld.

(Bild: Nana Do Carmo)

(red) Vor gut vier Jahren hat die Sekundarschule Frauenfeld ein Förderkonzept eingeführt. Die Evaluation des Förderkonzepts, die von einer breit zusammengesetzten Arbeitsgruppe durchgeführt wurde, hat nun ergeben, dass es sich bewährt. In einer Mitteilung schreibt Schulpräsident Andreas Wirth:

«Die Lehrpersonen empfinden das Konzept als praxistauglich und nutzen eine breite Palette von Fördermassnahmen und personelle Ressourcen, um Schülerinnen und Schüler zu unterstützen.»
Andreas Wirth, Präsident Schulen Frauenfeld.

Andreas Wirth, Präsident Schulen Frauenfeld.

(Bild: Thi My Lien Nguyen)

Im Rahmen der Evaluation konnten sich alle Lehrpersonen zu verschiedenen Themen, die im schulischen Alltag von Bedeutung sind, äussern. Zudem wurden mit ausgewählten Zielgruppen Interviews geführt und Daten aus den vergangenen Jahren statistisch ausgewertet.

Anspruchsvolle Integration in die Regelklasse

Die Auswertung habe gezeigt, dass Jugendliche mit speziellen Bedürfnissen und Lernschwierigkeiten je nach Situation im Klassenverband oder im Rahmen von Einzel- und Kleingruppenunterricht wirksam gefördert und unterstützt werden. «Praktisch alle fanden am Ende der obligatorischen Schulzeit eine Anschlusslösung», heisst es weiter.

Hingegen erweise sich die Integration von Schülerinnen und Schülern mit geringen Deutschkenntnissen in die Regelklasse im schulischen Alltag als anspruchsvoll. «Trotz der gezielten Vorbereitung in der Integrationsklasse sind beim Übertritt in die Regelkasse alle Beteiligten gefordert.»

Nebst den Rahmenbedingungen im schulischen Alltag wurde auch die Finanzierung der zur Verfügung stehenden Angebote unter die Lupe genommen. Eine Kostenanalyse zeige, dass die finanziellen Aufwendungen für den sonderpädagogischen Bereich leicht über den kantonalen Minimalvorgaben liegen.

Der Hauptgrund dafür liege bei den durch die Behörde beschlossenen zusätzlichen Förderangeboten wie die Sporttagesschule für Begabte, das Jugendprojekt Lift, die Timeout-Klasse und die Hausaufgabenbetreuung.

«Da sich diese Angebote sehr bewähren, sollen sie den Schülerinnen und Schüler weiterhin zur Verfügung stehen.»

Schulbehörde hat zwei Massnahmen beschlossen

Gestützt auf den Schlussbericht der Arbeitsgruppe hat die Schulbehörde zwei konkrete Massnahmen beschlossen: Die bisherige Form der Aufgabenhilfe soll für die individuelle Förderung oder Begleitung von Schülerinnen und Schülern bei Lernschwierigkeiten weiterentwickelt werden. Eine Arbeitsgruppe hat dazu die bereits Tätigkeit aufgenommen.

Des Weiteren sollen neue Ansätze und Möglichkeiten für den zukünftigen Einsatz der Schulischen Heilpädagogik und die Ausgestaltung des Stütz- und Förderunterrichts gesucht werden.

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