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Das Frauenfelder «Dreiegg» hat jetzt eine Zwei auf dem Rücken

Seit 20 Jahren belebt das «Dreiegg» die Gastroszene der Hauptstadt. Die Jubiläums-Party vom Wochenende weckte bei den Gästen Erinnerungen. Einige verbrachten früher sogar mehr Zeit im geliebten Lokal als zu Hause.
Ursula Ammann
Frauenfeld TG - Besitzer Martin und Denise Eggmann. Jubiläumsfeier, 20 Jahre Dreiegg Frauenfeld.

Frauenfeld TG - Besitzer Martin und Denise Eggmann. Jubiläumsfeier, 20 Jahre Dreiegg Frauenfeld.

Die Mischpulte und die Zapfhähne laufen pausenlos. Es gibt etwas zu feiern. Das «Dreiegg» ist 20 Jahre alt. Die Aufschrift auf einer Schiefertafel am Eingang weist auf den runden Geburtstag hin, ebenso die «20» auf den T-Shirts von Denise und Martin Eggmann. Ohne das Paar gäbe es das beliebte Frauenfelder Lokal nicht. Zusammen mit zwei guten Freunden haben es die Eggmanns 1999 zum Leben erweckt.

Die Gäste sind zahlreich zur Jubiläums-Party erschienen. Mitten im Gewühl stehen Boris Weber und Martin Grünenfelder, beide 42. Viele Erinnerungen verbinden sie mit dem Lokal. Martin Grünenfelder hatte vor 20 Jahren einen Mitbewohner, der hier arbeitete. «So kam es, dass wir uns häufiger im ‹Dreiegg› aufhielten als in der WG», erzählt er.

Alternative zu Dorfknellen

Auch heute kehrt er noch regelmässig ein, wenn auch nicht mehr so oft wie damals. Sein Kollege Boris Weber kennt das «Dreiegg» ebenfalls seit Beginn. «Es ist ein Kulturgut», sagt der Frauenfelder. Früher habe es in der Stadt nur «Dorfknellen oder Schickimicki-Lokale» gegeben. «Mit dem ‹Dreiegg› ist eine wahre Alternative dazu entstanden.»

Frauenfeld TG - Von links nach rechts: Christof Ammann, Martin Grünenfelder und Boris Weber (sie alle kommen seit 20 Jahren ins Dreiegg). Jubiläumsfeier, 20 Jahre Dreiegg Frauenfeld.

Frauenfeld TG - Von links nach rechts: Christof Ammann, Martin Grünenfelder und Boris Weber (sie alle kommen seit 20 Jahren ins Dreiegg). Jubiläumsfeier, 20 Jahre Dreiegg Frauenfeld.

Eine Alternative zum bestehenden Gastroangebot wünschten sich damals auch die Betreiber des «Dreieggs». So kamen sie erst auf die Idee, ein Lokal zu eröffnen. Denise und Martin Eggmann wohnten früher in Kreuzlingen, wo die Ausgangsmöglichkeiten – auch dank der Nähe zu Konstanz – keine Wünsche offen liessen. «Als wir dann nach Frauenfeld zogen, beklagte sich Denise stets darüber, dass hier nichts los sei», erzählt Martin Eggmann.

«Ich sagte ihr, sie solle doch selbst etwas auf die Beine stellen.»

Aus diesen Worten wurde Wirklichkeit. «Mir war es immer ein Anliegen, dass im ‹Dreiegg› alle willkommen sind», sagt Denise Eggmann. So schätzt sie es, wenn Gäste unterschiedlichen Alters einkehren.

Im Obergeschoss haben es sich Juliana Eggmann und Cornelia Gruber auf einem Sofa bequem gemacht und schlürfen ihre Drinks. Juliana Eggmann ist die Mutter von Martin Eggmann und stets zur Stelle, wenn es etwas zu tun gibt. Sie erinnert sich an die Zeit, kurz bevor das «Dreiegg» die ersten Gäste empfing:

«Wir haben geputzt wie verrückt, damit wir rechtzeitig zur Eröffnung fertig werden.»

Die 79-Jährige hat im «Dreiegg» durchaus ihre Handschrift hinterlassen. Etwa in Form zweier gestrickter Bierkrüge, welche die Regenrinne vor dem Eingang schmücken.

Frauenfeld TG - Links: Cornelia Gruber (Patin von Martin Eggmann), rechts: Juliana Eggmann (Mutter von Martin Eggmann). Jubiläumsfeier, 20 Jahre Dreiegg Frauenfeld.

Frauenfeld TG - Links: Cornelia Gruber (Patin von Martin Eggmann), rechts: Juliana Eggmann (Mutter von Martin Eggmann). Jubiläumsfeier, 20 Jahre Dreiegg Frauenfeld.

Juliana Eggmann besucht das Lokal mehrmals pro Woche. Unter anderem hält sie dort ihren Kaffeestamm ab. Auch Cornelia Gruber schaut ab und an vorbei: Immer dann, wenn sie in der Deutschschweiz ist. Die Gotte von Martin Eggmann wohnt in La Chaux-de-Fonds. Sie bewundert die Kreativität des Betreiberpaars:

«Das Dreiegg verändert sich ständig.»

Seit drei Jahren trifft sich auch Daniela Rodrigues wöchentlich mit Kolleginnen im «Dreiegg». «Vor allem wegen der guten Drinks und des schönen Ambientes», sagt die 24-Jährige. Auf jeden Fall ist sie dort, wenn ihr gleichaltriger Freund Marco Stalder als DJ auflegt. Der Pfyner mag das Publikum, auch dann, wenn er nur als Gast dort ist. «Es ist eine gute Stimmung hier und ich treffe immer jemanden, den ich kenne.»

Frauenfeld TG - Von links nach rechts: Marco Stalder (DJ), Daniela Rodrigues (Partnerin von Marco Stalder) und Lenny Wulf (guter Freund der Beiden). Jubiläumsfeier, 20 Jahre Dreiegg Frauenfeld.

Frauenfeld TG - Von links nach rechts: Marco Stalder (DJ), Daniela Rodrigues (Partnerin von Marco Stalder) und Lenny Wulf (guter Freund der Beiden). Jubiläumsfeier, 20 Jahre Dreiegg Frauenfeld.

Sein 26-jähriger Kollege Lenny Wulf ergänzt:

«Das ‹Dreiegg› ist eine reife Bar. Idioten kehren hier nie ein.»

Auch Christof Ammann hat nur lobende Worte für die anderen Gäste übrig. «Ich treffe immer nette und kommunikative Leute», sagt der 40-Jährige. «Nur die Traumfrau habe ich hier noch nicht gefunden.»

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