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Im Frauenfelder Alterszentrum Park gibt's die Nachtwache nicht gratis

Das städtische Alterszentrum Park musste für die geschützte Demenz-Wohngruppe personell aufstocken, um den gesetzlichen Vorgaben zu genügen. Deshalb soll nun der Betreuungszuschlag steigen.
Mathias Frei
Menschen mit Demenz können sich an Erinnerungen von früher, etwa in Form von Fotos, festhalten. (Bild: Fotolia)

Menschen mit Demenz können sich an Erinnerungen von früher, etwa in Form von Fotos, festhalten. (Bild: Fotolia)

Der Kanton stellt besondere Anforderungen für geschützte Wohngruppen in Altersinstitutionen. Das hat nun auch Auswirkungen auf das städtische Alterszentrum Park (AZP). Der Stadtrat beantragt deshalb dem Gemeinderat, den Betreuungszuschlag der geschützten Demenz-Wohngruppe im AZP zu verdoppeln, auf 20 Franken pro Tag. Jeder AZP-Bewohner zahlt für die Betreuung 35 Franken pro Tag. Für spezielle Wohnformen werden Betreuungszuschläge erhoben. Bei der geschützten Demenz-Wohngruppe beträgt dieser Zuschlag seit 15 Jahren zehn Franken. Das macht bei 15 Personen Vollbesetzung im Jahr knapp 55000 Franken. Die nun beantragten Mehreinnahmen von nochmals knapp 55000 Franken seien nötig, so schreibt der Stadtrat, «um die gestiegenen und auch bereits umgesetzten Anforderungen für diese Wohnform ergänzend zu finanzieren». Das zusätzliche Geld ist bereits im Budget 2019 eingerechnet.

Zehn Prozent mehr Personal pro Bewohner

Denn die vom Kanton gestellten Anforderungen an die Demenz-Wohngruppe würden Mehrkosten mit sich bringen. In der Botschaft an den Gemeinderat heisst es:

«Allein die zusätzliche Person im Nachtdienst [...] führt zu Kosten von 130000 Franken. Hinzu kommt der grössere Betreuungsbedarf der Bewohner bei der Alltagsgestaltung. Weiter entstehen Zusatzkosten bei der Hotellerie für die bewohnerspezifischen Abläufe [...], die zahlenmässig schwer zu beziffern sind.»

So verlangt der Kanton einen zusätzlichen Personalbestand von zehn Prozent pro Bewohner, einen höheren Anteil an Fachpersonal, regelmässige Fachweiterbildungen des Personals, entsprechende Infrastruktur für Personen mit Demenz und dann eben «eine dauerhafte Präsenz einer Fachperson, auch während der Nacht», die es seit diesem Jahr gibt. Weiter sei auch eine stellvertretende Leitung für die Demenz-Wohngruppe angestellt worden.

AZP-Tarife liegen im Schnitt

Zwar richtet der Kanton dem AZP einen um drei Prozent höheren Normkostenbeitrag aus, weil es ein Demenzkonzept hat. Der Regierungsrat legt diesen erhöhten Beitrag aber jährlich neu fest, wodurch dieser nicht garantiert ist. Zudem leben im AZP auch in anderen Wohngruppen Menschen mit Demenz, was zu einem Anteil für die geschützte Wohngruppe von jährlich 20000 Franken führt.

Der Stadtrat hat die Tarife von vergleichbaren Wohngruppen angeschaut. Ohne Pflege, aber mit Hotellerie und Betreuung soll ein AZP-Bewohner in der geschützten Demenz-Wohngruppe neu 185 Franken pro Tag im Einzelzimmer zahlen, im Zweierzimmer 153. Die Friedau verlangt für das Zweierzimmer 185 Franken, der Stadtgarten für ein Einzelzimmer 187 Franken. Im Alterszentrum Weinfelden kostet ein Einzelzimmer 179 Franken. Bezüger von Ergänzungsleistungen (EL) erhalten eine Tagestaxe von 165 Franken angerechnet. «Die Zweierzimmer-Tarife liegen somit deutlich unter dem EL-Tageslimit.»

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